Fractal Design Define R4 im Test – Media-Mixture PC zum Selbstbauen

Fractal Design Define R4 im Test – Media-Mixture PC zum Selbstbauen

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In diesem ersten Test stelle ich euch die erste Komponente des Media-Mixture PCs vor. Unser Gehäuse ist das Fractal Design Define R4 . Ein wahrer Panzerschrank in Sachen PC Cases für runde 88€. Nicht das billigste Case für einen günstigen Computer, doch hier lohnen sich ein paar Euro mehr. Warum zeige ich euch in diesem Testbericht. Wichtig ist es für uns, dass ein Case den Rechner gut runter kühlen kann und durch Dämmung und gute Lüfter nicht zu laut wird.

 

Überblick

Das Fractal Design Define R4 ist ein großer ATX Tower. Ein Leergewicht von 12.3 kg trägt sich zwar nicht so leicht zur LAN Party, dafür hat das Define R4 aber auch jede Menge an Komfortfeatures und sinnvollen Eigenschaften. Unser R4 hat die Farbe Black Pearl. Verfügbar sind ebenfalls ein weißer und ein titanium Farbton.

Oben begonnen hat das Case eine Reihe von Anschlüssen und den Power-Button mit blauer LED sowie eine Reset-Taste zu bieten. Die Anschlüsse sind zwei kleine Klinken für Kopfhörer und Mikrofon sowie 2x USB 2.0 und 2x USB 3.0. Ich werde nur einmal in diesem Test meckern aber die USB Ports sind wirklich billig ins Gehäuse rein geklatscht. Die Kanten stehen über, und es gibt keine Blende.

Eine magnetisch schließende Klappe mit integrierter Dämmmatte gibt bei Bedarf zwei Slots für Optische Laufwerke frei. Die große Klappe ist aus Plastik, macht aber trotzdem einen sehr soliden Eindruck.

Der Rest ist aus massivem und sehr stabilem Metall gefertigt. Das ganze Gehäuse steht auf vier großen Gummifüßen, die Vibrationen mindern. Die Seitenteile sind mit zwei von Hand lösbaren Schrauben befestigt und lassen sich sehr leicht abnehmen. Super robust, super Qualität, super langlebig.

 

Bei Bedarf gut belüftet

Bis zu acht140mm große Lüfter kann das Fractal Design Define R4 aufnehmen. Die vier Luft ziehenden Lüfter auf der Vorderseite und unter dem Gehäuse sind mit einem herausnehmbaren Staubfilter ausgestattet. Luft raus saugende Lüfter können 2x auf der Oberseite, 1x auf der linken Seite und 1x hinten im Gehäuse angebracht werden. Zur Schallisolation sind die nicht benötigten Lüftergitter mit dickem Dämmmaterial verschlossen. Beide Seitenteile sind zusätzlich innen mit einer Dämmmatte verkleidet.

Von vorn zieht das Define R4 Luft durch zwei große Lüfterschlitze an den Seiten. Direkt hinter der Frontklappe kann per Clip-Verschluss eine Plastikblende abgenommen werden. Dahinter sitzt ein Lüfterkasten, der zwei 140mm Lüfter ohne jegliches Einschrauben fasst. Einer ist schon vorinstalliert und übrigens sehr leise. Direkt hinter diesem Lüfterkasten befinden sich alle Festplatteneinschübe. Der zweite Vorinstallierte Lüfter befindet sich hinten im Gehäuse und transportiert die warme Luft der CPU ab.

 

Innenraum – viel Platz

Jede Menge Platz für Festplatten ist vorhanden. Im 3,5 Zoll Format kann das Fractal Design 8 Festplatten aufnehmen. Die weißen Einschübe sind mit Klammern im Festplattenkasten befestigt und können so super einfach ohne Schrauben ein- und ausgebaut werden. Zudem sind die Platten auf Gummi gelagert. Für einen optimierten Luftstrom kann der obere Festplattenkasten ausgeschraubt werden. Das schafft auch Platz für sehr lange Grafikkarten. Auf der Rückseite der Platte, welche das Mainboard hälft, sind noch einmal zwei SSD Festplatten anschraubbar. Das reicht dann selbst für die Verwendung als Server-Gehäuse.

Alle benötigten Schrauben für den Einbau des Mainboards, Netzteils, Laufwerken und weiterer Lüfter liegen in mehrfacher Ausführung dem Lieferumfang bei. Die Mainboard-Platte sitzt sehr fest und hat eine Aussparung für die Montage von CPU Lüftern. Fünf Gummilamellen ermöglichen das Verstecken der meisten Kabel auf der Rückseite der Mainboard-Platte. Das optimiert den Luftstrom und räumt das Gehäuse auf. Das Netzteil wird unten befestigt und sorgt damit für einen Abtransport der Luft aus der Grafikkarte. Es ist ebenfalls auf Gummifüßen gelagert und wird durch eine Schaumstofflippe vom Gehäuse entkoppelt. Es sind eben die Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Auf der Rückseite wurde auch jeder Zentimeter für Lüfterschlitze verwendet. Alle Kartenblenden sind per Hand abnehmbar. Insgesamt gibt es 7 Kartenslots.

Der Innenraum bietet also für einen Mid-Tower ein sehr großes Aufrüstpotential, viel Platz für das Verstauen von Kabeln, viel Platz auch für große Grafikkarten und Mainboards und hinterlässt einen super soliden Gesamteindruck.

 

Fazit

Klar, ein günstigeres Gehäuse hatte es auch getan. Viel wichtiger als 20€ zu sparen ist es uns jedoch, dass ein Gehäuse den Einbau erleichtert, lange hält und die Komponenten zuverlässig schützt.Die Hardware ändern sich regelmäßig. Jedoch wird der ATX Standard wohl noch eine Weile aktuell bleiben.

Das Fractal Design Define R4 ist ein super robuster Panzerkasten, der sehr variabel ist, auf bedarf bis zu acht 140mm Lüfter fassen kann und enorm viel Platz bietet. Die Positionierung der Festplatten, Einbau der Lüfter und Integration von Staubfiltern ist intelligent und die Einschübe sind sehr praktisch. Zudem wurde auf Schallisolierung und Kabelmanagement Wert gelegt. Die beiden vorinstallierten Lüfter sind sehr leise und sorgen für gute Lüftung. Das Define R4 ist bei dieser Leistung ein wirklich sehr gutes Angebot.

Aktueller Preis und mehr Infos

 

Mehr zum Media-Mixture PC

Teil1: Startschuss

Teil2: Das Gehäuse: Fractal Design Define R2

Teil3: Coming soon.

Copyright erstes Bild: Fractal Design

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