Fractal Design Define S im Test – Wasserkühler Sparpanzer

Fractal Design Define S im Test – Wasserkühler Sparpanzer

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Ich vergleiche die Define Gehäuse von Fractal Design ja gerne mal mit einem Panzer. Nun machen mir die Schweden das langsam allerdings etwas schwerer. Der neuste Spross von Fragctal Design, das Define S ist zwar noch immer ein absolut vollwertiges und hochstabiles Define Gehäuse, hat jedoch einiges an Speck gelassen um es leicht kompakter und dabei trozdem besser für Wasserkphlung gerüstet zu machen. Dabei ist nicht nur das Gewicht auf knapp 9 kg gefallen, sondern der Preis wurde ebenfalls auf unter 100€ reduziert und liegt bei knapp 90€ (Tagesaktueller Preis hier).

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Überblick

Starten wir mal wieder bei den äußeren des Gehäuses. Direkt deutet nicht viel auf die kleinere Variante hin. Lediglich ein bisschen mehr Plastik ist äußerlich sichtbar. Die Seitenteile, der Rahmen und das Innenleben bestehen immer noch aus stabilem Metall. Der Hauptsächliche unterschied ist die etwas geringere Höhe und Länge. Die Unterschiede liegen jedoch bei 5-10 Millimetern.

Auf der Oberseite gibt es dann schon ein paar große Plastikplatten, eine weitere befindet sich auf der Seite in einer der Klappen. Hier können Lüfter platziert werden. Die Front besteht auch wieder aus Plastik mit einer Aluminiumblende. Allerdings befindet sich dahinter keine 5.25 Zoll Laufwerke mehr sondern nur noch ein magnetisch gehaltener Staubfilter. Die sonst im Define üblichen Festplattenkäfige wurden ebenfalls komplett entfernt. Die Platten kommen nun festgeschraubt im Gehäuse unter.

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Die Knöpfe auf der Oberseite erinnern auch eins zu eins an das Define R5, das wir ebenfalls schon im Test hatten. Lediglich die USB Ports sind auf zwei Stück zusammengeschrumpft. Lüfter sind weiterhin zwei Stück vorinstalliert, einer an der Front, einer auf der Rückseite. zum Absaugen der Luft.

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Innenraum

Öffnet man die Seitenteile des Gehäuses, so wird der recht schlanke Innenraum ersichtlich. Es wirkt fast ein bisschen leer, das ist allerdings der Tatsache geschuldet, dass der Platz im Innenraum fast ausschließlich für Motherboard, Karten und Platz für die Wasserkühlung drauf geht. Das wichtigste also. Wie gesagt gibt es keinen Festplattenkäfig mehr und auch keine 5.25 Laufwerkschächte. Nicht gespart wurde jedoch an den üblichen keinen Helferlein. Es gibt die gewohnten Gummilippen zum Verstauen von Kabeln auf der Rückseite der Gehäuseplatte, den gewohnten großen Ausschnitt an der Gehäuseplatte zum Verschrauben des Lüfters, Gummifüße für die Entkopplung des Netzteiles.

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Speziell entwickelt wurde das Gehäuse für die Aufnahme sämtlicher Größe an Radiatoren. Wie man im Bild unten sehen kann, kann das Gehäuse von 120mm bis 420mm Radiatoren alles aufnehmen, ja es ist sogar dafür gebaut. Verschraubungen sind vorhanden und ausreichend Platz ist gelassen. Hier werden vor allem die Nutzer von 360mm Radiatoren auf ihre Kosten kommen. Die passen ja nun nicht in jedes Gehäuse rein.

 

 

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Auf der Rückseite des Innenraumes finden wir dann auch die verlorenen Festplattenkäfige in abgewandelter Form wieder. Hier liegen fünf Metallplatten im Gehäuse, die alle mit Schrauben abnehmbar sind. Drei davon sind füe 3,5 Zoll Platten ausgelegt und ebenfalls mit Gummi entkoppelt. Zwei weitere sind für dein Einsatz von 2,5 Zoll Platten ausgelegt und nicht entkoppelt. Dann rate mal wohin wohl die SSDs kommen.

Sonst finden wir auf der Rückseite noch einige Klettverschlüsse, welche für das Kabelmanagement zuständig sind. Das ist wesentlich praktischer und flexibler als Kabelbinder zu nutzen.

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Im Einsatz:

Für ordentlich Luft sorgen 9 Lüfterplätze mit 140mm Umfang. Drei im Deckel zum Absaugen, Drei in der Front zum Reinschaufeln, einer auf der Rückseite, einer im Boden, einer in der Seitenwand. Im Vorderen Teil des gehäuses ist außerdem ein Montageplatz für eine Wasserpumpe vorgesehen. Auch für den Ausgleichsbehälter wurde ein Platz vorgesehen. Das heißt hier ist es wirklich leicht gemacht auch große Wasserkühlungen unter zu bringen. Bein Define R5 musste dafür noch komplett auf den Festplattenkäfig verzichtet werden. Beim S ist das kein Problem mehr.

Die Montage der komponenten läuft quasi gleich einfach und robust ab wie es beim define R5 der Fall ist. Fractal Nutzer werden sich zuhause fühlen. Die maximalen Abmessungen der Komponenten sind nur unwesentlich zusammengeschrumpft. Das Netzteil darf maximal 170mm in der Länge betragen, wenn davor ein Lüfter in den Boden eingesetzt werden soll. Die maximale Höhe von 185mm des CPU Kühlers reicht für sämtliche Luftkühler aus. Das gilt auch für die Grafikkarte, die maximal 430mm betragen darf, was in den seltensten Fällen vorkommt.

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Bei der Lautstärke ist zu bemerken, dass auch das Define S wieder mit einer leichten Schalldämmung ausgestattet ist. Außerdem handelt es sich bei den Lüftern um leise, langsam drehende (1000 RPM) Modelle. In Kombination wird auch das Define S zu einem sehr leisen Gehäuse..

In der Kühlleistung schneidet es durch die kompakteren Maße und den verbesserten Luftfluss (durch weniger Teile im Innenraum) sogar noch besser ab als das Define R5, das schon eine sehr gute Leistung brachte. Allerdings bekommen die Festplatten hinter der inneren Gehäuseplatte logischerweise kaum mehr in den Genuss von Frischluft und laufen daher etwas wärmer als beim Define R5. Wer also super schnelle Festplatten mit Ausfallsicherheit in sein Gehäuse einbauen möchte, der sollte sich lieber das Define R5 holen. Hier ist auch mehr Platz für die Platten.

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Es bleibt kaum etwas zu bemängeln am Define S. Es ist konsequent gut durchdacht und liefert wirklich nur Angriffspotential, wenn es kein Define R5 gäbe oder man gleichzeitig extrem viele Festplatten und eine große Wasserkühlung haben möchte. Dann lohnt sich eher ein Big Tower wie das Antec Nineteen Hundred. In dieser Lieger will das Define S aber gar nicht spielen.

Tagesaktueller Preis und mehr Infos zum Define S

Review Übersicht
Verarbeitung
Kühlleistung
Design
Einsatz

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