SanDisk Extreme Pro SSD mit 240GB im Test – Flotter Datenprovider

SanDisk Extreme Pro SSD mit 240GB im Test – Flotter Datenprovider

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Test: SanDisk Extreme Pro SSD 240GB

In diesem Testbericht nehme ich mir die SanDisk Extreme Pro SSD mit 240GB Speicherkapazität vor. Die neue Generation der SSD von SanDisk zeigt sich in der Evolution weiter fortgeschritten und bietet als Hauptfeature unverändert hohe Performance auch bei Dauereinsätzen in Servern und High-Performance Systemen. Wie sie sich gegenüber der alten Samsung SSD 840 Pro schlägt, das zeigen wir im Testbericht anhand Daten aus der echten Welt.

 

Überblick:

Zuerst einmal die Features der SSD. Die SanDisk Extreme Pro SSD ist in den Stufen 240GB, 480GB und 960 GB erhältlich. Eine 120GB Version gibt es nicht mehr, dafür wurde nun aber die Reihe mit fast 1TB Speicherkapazität erweitert.  Der verwendete BUS ist noch immer SATA3 was Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von 550 bzw. 520 Mbyte/s vermuten lässt. Vergleichen mit herkömmlichen HDD Festplatten legen die SSDs enorme Leistungszuwächse an den Tag. Wer also noch keine SSD in seinem System hat, der geht jetzt bitte sofort zu Amazon und lässt sich eine günstige SSD als Systemfestplatte raus.

Äußerlich gibt es soweit nicht viel zu vermelden, noch immer ist ein robustes schwarzes Gehäuse im Einsatz, unscheinbar wie immer.

Die Besonderheit bei der SanDisk Extreme Pro sind neben ihren hohen Geschwindigkeitswerten, die mittlerweile immer mehr Industriestandard werden, jedoch ihre Langlebigkeit und das dauerhafte Leistungsverhalten.  Erreicht wird dies mit der neuartigen nCache Pro Technologie und eigenhergestelltem 19nm NAND Flash Speicher der wesentlich mehr Operationen aushält bis die einzelnen Zellen ausgelutscht sind. Der nCache Pro hingegen sammelt kleine Datenmengen zuerst in einem Puffer an bevor diese auf die Zellen geschrieben werden und erhöht damit ebenfalls die Langzeitleistung. Damit ist sie für professionelle Systeme und „Hardcore“ Gaming ausgelegt.

 

Leistung:

Die Durchschnittlichen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zeigen das übliche Bild einer Oberklasse SSD mit sehe hohen Geschwindigkeiten. Hervorzuheben ist hier auch die außergewöhnlich gute maximale Abweichung von nur 8 MByte/s in den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Das bedeutet im Klartext, dass die SSD sehr konstante Performance bietet und daher gerade mit Echtzeit-Tasks hervorragend zurecht kommt.

Die Zugriffszeiten von maximal 0,03ms sind ein guter Wert, jedoch nichts atemberaubendes.

  • Durchschnittliche Lesegeschwindigkeit : 500 MByte/s
  • Durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit: 466 MByte/s
  • Zugriffszeit max. 0,03ms

Beim zufälligen Lesen und Schreiben erzieht die SanDisk Extreme Pro SSD sehr gute Mittlere Operations Werte beim Lesen, jedoch eher durchschnittliche beim Schreiben. Gegenüber der ebenfalls noch immer sehr schnellen aber etwas in die Jahre gekommenenSamsung SSD 840 Pro oder der neueren Crucial M550 SSD erzeugt die SanDisk Extreme Pro SSD zwar jeweils mehr als die doppelte Zahl an Lese-Operations, jedoch nur ein Viertel der Schreib-Operations der Samsung SSD 840Pro oder die Hälfte der Crucial SSD M550. Dies ist ein etwas durchwachsenes Bild, wird wohl den meisten Gamern jedoch nicht auffallen. Es setzt allerdings die Prioritäten für den Einsatz eher auf Datengebende Anwendungen als dauerhaft Daten produzierende. Nicht vergessen sollten wir jedoch, dass auch 11.000 IPOS nicht wenig sind und ein flottes System versprechen.

  • IPOS Lesen bei 4 KB: 60.000 Operations/s
  • IPOS Schreiben 4 KB: 11.000 Operations/s

 

Leistungsaufnahme:

Beim Stromverbrauch liegt die SSD bei maximal 3Watt unter Leistung und zieht damit noch etwas mehr aus dem Netzteil heraus als die Samsung SSD840 Pro. Im Vergleich zur Crucial M550 mit 5Watt Leistungsaufnahme ist sie aber sparsam und würde noch in Laptops gute Akkulaufzeiten versprechen.

 

Dauerleistung:

Die eigentliche Besonderheit der SanDisk Extreme Pro liegt jedoch weiterhin in ihrer Dauerleistungskurve. Nicht nur halten die Zellen durch die 19nm Technologie und den nCache Pro mehr aus und werden effektiver beschrieben, sondern auch die sonst übliche abnehmende Leistungskurve bei Langzeitbeschreibung und Lesen ohne Pause wird hier nahezu ausgeschaltet. So fallen die üblichen SSDs nach langen Operationszeiten ohne Pause, wie sie z.B. bei Nutzung in Servern oder Dauereinsatz einer Workstation mit Background Prozessen oder Live-Rendering auftreten, hier fast weg. Die Leistungskurve ist eine recht gerade Linie mit nur geringen Abweichungen.

Wer diese SSD als Option wählt sollte sich daher vor allem um dieses Feature bemühen wollen.

SanDisk gibt als Zusatz eine 10 Jahre Garantie mit Einschränkungen.

 

Fazit:

Die SanDisk Extreme Pro SSD mit 240GB ist eine gelungene Evolution. Sie setzt eine hohe Leistung an und bleibt dabei trotzdem preislich gesehen in einem guten Verhältnis und ist günstiger als andere High-End Kokurrenten von Samsung (SSD 850Pro). Ein Abstrich ist jedoch bei den durchschnittlichen IOPS beim Schreiben zu machen was das Einsatzgebiet dieser für Langzeitnutzung ausgelegen SSD eher in Richtung eines Servers verschiebt, der Daten in großer Geschwindigkeit bereitstellen muss.

Insgesamt jedoch eine gut gelungene SSD.

Vergleichbare Tests: Samsung SSD 840Pro und Crucial M550

Aktueller Preis und mehr Infos:

Bildmaterial copyright SanDisk

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