FitBit Flex im Test – Aktivitäts- und Schlafarmband / Fitnesstracker Armband

FitBit Flex im Test – Aktivitäts- und Schlafarmband / Fitnesstracker Armband

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Test: FitBit Flex. FitBit möchte nun mit dem FitBit Flex auch an dein Handgelenk. Wie sich FitBits neues Aktivitäts- und Schlafarmband / Fitnesstracker Armband im Vergleich gegen das Jawbone Up schägt und ob die Technik funktioniert, das erfahrt ihr hier im Test.

 

Einleitung und Fakten

Das FitBit Flex ist ein kabelloses Aktivitäts- und Schlafarmband, das die täglichen Bewegungen im Alltag oder beim Sport erfasst. Der Flex besteht aus einer Tracker-Einheit und einem Gummiarmband, in das der Tracker eingesteckt wird. Eine Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen und kabellose Synchronisation per Bluetooth 4.0 machen das FitBit Flex zum dauerhaften Begleiter am Handgelenk. Zu Funktionen, Dashboard und App später mehr. Verfügbar ist der Tracker in Schwarz und Blau. Das Armband gibt es in ein paar mehr Farben.

Lieferumfang:

Fitnesstracker Einheit

Großes und kleines Armband

USB-Dongle zur Übertragung der Daten zum Computer

USB Adapter zum Laden

Das Armband gefällt etwas besser als das des Jawbone Up. Es ist aus weniger klebrigem Gummi gemacht und lässt sich dadurch leichter unter Kleidung tragen. Auch ist die Unterseite weniger dick, was Tragen am Computer erleichtert. Trotzdem rutscht es nicht, da die Raster recht fein sind und das Armband entsprechend exakt auf die Größe des Handgelenkes eingestellt werden kann. Verarbeitet ist das Armband einen tick schlechter als das Jawbone Up. Aussehen tut es trotzdem gut und wirkt eher wie ein Fashion Accessoire als ein Geek-Gadget.

 

Einrichtung und Funktionen

Gestartet wird am Computer auf fitbit.com/start. Hier wird zuerst ein Account angelegt in dem Eure ganzen Daten gespeichert werden. Dass diese Daten bestimmt noch für andere Zwecke als nur für euren eigenen Gebrauch genutzt werden, sollte klar sein. Wichtig zu wissen: Pro Account kann nur ein Tracker mit dem Account verbunden werden. Hattet ihr zuvor beispielsweise einen Fitbit Zip, muss dieser durch den Flex ersetzt werden.

Nach Download der Software führt eine bebilderte Einleitung durch die ersten Schritte zur Einrichtung des neuen Fitbit Flex. Die Abfragen von Körperdaten erfolgen anhand einiger Menüs und ist einfach zu erledigen. Anschließend ist der Flex sofort einsetzbar.

Nutzbare Funktionen sind Schrittverfolgung, Schlafverfolgung, Weckfunktion, Ernährungsverfolgung und Kalorienverbrauchsberechnung, Streckenberechnung.

 

Im Einsatz

Erfassen von Schritten: Naja! Bei gemachten 75 wurden 120 berechnet. Entsprechend groß kann die Abweichung sein. Dies ist jedoch bei allen aktuellen Trackern der Fall. Immer hin werden nur wirkliche Schritte gemessen. Sitzt man faul am Schreibtisch, wird auch Tippen und Klatschen nicht als Schritt gewertet. Große Armbewegungen dafür schon. Es gilt also wie bei allen aktuellen Aktivitätstrackern: Die erfassten Daten sind ungefähre Richtwerte, keine medizinisch verwertbaren Daten.

Auf dem Tracker selbst sind die aktuellen Fortschritte nur über fünf LEDs abzulesen. Diese zeigen die Erreichung eines Tagesziels in Stufen von 20% an. Für genauere Informationen muss die App her. Dank Wireless Synchronisierung geht dies schnell. Das Jawbone Up muss zur Synchronisation umständlich abgenommen und in die Kopfhörerbuchse eingesteckt werden. Der Fitbit Zip und Withings Pulse zeigen auf einem Display direkt verbrannte Kalorien, Strecke, und Schritte an, können dafür aber nicht als Armband getragen werden.

Der eingebaute Vibrationsmotor ist ein großes Plus. Per App oder im online Dashboard kann ein Wecker gestellt werden, der den Träger recht sanft aber doch spürbar per Vibration aufweckt. Aktiviert wird diese Funktion zusammen mit dem Schlafmodus (mehrmaliges tippen auf den Flex). Im Schlafmodus erfasst der Tracker dann die Körperbewegungen und errechnet daraus ein Schlafprofil. Das Jawbone Up kann zudem den optimalen Zeitpunkt zum aufwecken ermitteln, ähnlich wie die iOS App Sleep Cycle. Diese Funktion hat der Flex nicht. Ebenfalls fehlt eine Funktion für sportliche Aktivitäten. Mit dem Jawbone Up lassen sich diese isoliert aufzeichnen und in einem separaten Graphen betrachten und auswerten. Für den Flex gibt es nur eine Gesamtauswertung in der sich die sportlichen Aktivitäten allerdings auch erkennen lassen.

Synchronisiert wird der Flex sobald er sich in 6m Abstand zum USB Dongle befindet. Alternativ können die Daten über die Fitbit App abgerufen werden. Hier ist allerdings die Kompatibilität zu beachten. Die App läuft nicht auf allen Geräten.

 

App und online Dashboard
Als einziger Aktivitätstracker kombiniert FitBit mit allen seinen Trackern ein online Dashboard mit einer App. Auf beiden Geräten kann das Gerät synchronisiert werden, die gesammelten Daten eingesehen und zusätzliche Daten eingegeben werden.

Ein kritikpunkt am FitBit Zip war das kantige und statische Design des online Dasbhoards. FitBit hat hier nachgebessert und das neue Dasboard ist ansprechend und freundlich geworden. Große Widgets mit Flash Animationen informieren schnell und übersichtlich über  Tagesdaten und die Zielerreichung. Auf Klick öffnen sich Detailansichten mit Graphen welche die Daten aus den letzten Tagen und Wochen wiedergeben. Auch Tagesziele lassen sich schnell definieren.

Im Tab „Aufzeichnen“ werden dauerhafte Zielsetzung und manuelle Eingaben von anderen Aktivitäten wie Essen, Herz, Blutdruck und Co verwaltet. Ebenfalls bietet der Menüpunkt detailreichere Ansichten. Das Layout des Tabs „Aufzeichnen“ hat sich jedoch nicht verändert und erinnert noch immer ein wenig an die statische FDDB.

Was die App angeht, so benötigt diese mal ein Update. Zwar lassen sich die meisten Funktionen bedienen und auch manuell Daten hinzufügen. Jedoch wirkt die App durch viel Text sowie wenig Farbe und Animationen noch immer ein wenig unansprechend. Das komplett auf die App ausgelegte Jawbone UP hat die wesentlich schickere App, kann dafür aber den Funktionsumfang des online Dasboards nicht abbilden.

Fitbit hat die Nase vorn wenn es um Komplexität der Dateneingabe und Darstellung am Computer geht. Zudem ist das FitBit Flex günstiger als das Up.

 

Fazit

FitBit Flex ist ein sehr gutes Aktivitäts- und Schlafarmband geworden. Die gesammelten Daten sind nicht medizinisch genau, reichen aber für einen guten Überblick aus. Das Armband ist gut verarbeitet und sieht schick aus, der Tracker hat eine ausreichende Akkulaufzeit.

Vergleichen mit den Jawbone Up hat der FitBit Flex zwei Funktionen weniger und die App des Up sieht besser aus. Dafür kann die App des Flex mehr Daten aufnehmen und wiedergeben. Zudem ist man nicht auf das Smartphone beschränkt sondern kann auch mit dem online Dashboard arbeiten. Zudem sitzt das Flex sicherer am Handgelenk, hat ein angenehmeres Gummi und zeigt die Erreichung des Tagesziels mit 5 LEDs an. Up und Flex unterscheiden sich also in einigen Punkten. Ihr habt die Wahl.

Der Preis von unter 100€ für das Flex ist absolut gerechtfertigt und macht das Flex zu einem tollen Produkt für alle die mehr über täglichen Aktivitäten und den Schlaf erfahren wollen.

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