Up by Jawbone im Test – Fitness Armband für iOS und Android...

Up by Jawbone im Test – Fitness Armband für iOS und Android Tracking

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bekannt durch seine Bluetooth Lautsprecher, hat was neues: UP by Jawbone, ein Armband und eine App für iPhone und Android. Das Armband ist vollgestopft mit Technologie und kann Schlaf- Bewegungs- und Essverhalten verfolgen. „Lerne dich selbst besser kennen“ ist der Slogan des UP.  Und Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Ich habe das UP Armband einige Zeit getestet und mit anderen Fitness Trackern verglichen.

 

Auf den ersten Blick:

Das Up by Jawbone, ein Armband, das ich den ganzen Tag mit mir herum tragen soll muss selbstverständlich gut aussehen und den Alltag überstehen.

Das UP ist in drei größen (S, M, L) und verschiedensten, eher neutralen Farben, erhältlich. Auffallende Merkmale sind das dezente Zickzack-Muster und die silbernen Elemente an den beiden Enden des UP. Ein Knopf und ein unter einer Kappe verborgener Klinkenstecker sind alle Bedien- und Anschlusselemente, die das UP braucht. Durch das minimalistische und kleine Design ist das UP Armband sehr leicht. Gerade einmal 19-22 Gramm bringt das Armband, abhängig von der Größe auf die Waage.

Nicht alle Smartphones sind kompatibel. iOS 5 oder Android Ice Cream Sandwich oder höher sind erforderlich.

 

Das Armband:

Der Look and Feel des Bandes ist hervorragend. Das verwendete Gummi ist hoch flexibel und widerstandsfähig. Zum Aufziehen wird das Band einfach ein Stück weit gebogen und klappt sich um das Handgelenk. Durch das eher raue Gummi bleibt UP auch beim Sport und bei Bewegung jederzeit an gleicher Stelle und wackelt nicht herum. Ein Nachteil dieser rauen Gummierung stellt sich allerdings beim Überziehen von Jacken und Pullovern heraus. Das Band bleibt gern an den Stoffen hängen. Auf der Oberseite wäre wohl glattes Gummi das bessere Material gewesen.

Sonst gibt es aber nichts zu meckern. Das Band sitzt erstklassig, ist sehr klein und sieht überhaupt nicht nach Nerd-Gadget aus sondern hat einen modischen Look. Immerhin ist hier ein vollständiger Computer mit Bewegungssensoren, Batterie und Vibrationsmotor verbaut. Die Batterie des Armbandes hält bis zu 10 Tage durch und lädt in 80 Minuten per mitgeliefertem USB-Adapter auf. Regenschauer und Schweiß kann dem wasserabweisenden Armband ebenfalls nichts anhaben.

 

Funktionen:

Das UP Armband soll den ganzen Tag und die Nacht über getragen werden. Es ist der passive Beobachter und gibt kein direktes Feedback z.B. durch ein Display am Band. Die Auswertungen und Einstellungen erfolgen fast ausschließlich über die App auf dem Smartphone. Der FitBit Zip beispielsweise hat ein Display, verbindet über Bluetooth zum Smartphone, geht dafür aber nicht als Fashion Accessoire durch.

Überblick über die Armband-Funktionen des Up by Jawbone:

  • Beobachtung von Aktivitäten den ganzen Tag über
  • Beobachtung von Schlafverhalten in der Nacht
  • Warnung bei Inaktivität (Alarm nach einigen Minuten)
  • Smart Alarm (Intelligenter Wecker mit Vibrationsalarm)
  • Managerschlaf Wecker (Weckt per Vibrationsalarm nach 26,5 Minuten)

Besonders interessant finde ich das Schlaftracking. Hier kann per App ein Wecker gestellt werden, der anhand des Schlafzyklus den optimalen Weckzeitpunkt auswählt und dann per Vibrationsalarm aufweckt. Der einzige Knopf am UP schaltet zwischen den Modi Tag, Nacht und „Stoppuhr“ also sportlicher Aktivität um.

Zudem gibt es noch eine Reihe von Funktionen und Eingaben, die nur über die App erfolgen.

  • Beobachten des Trink- und Essverhaltens
  • Beobachten der Stimmung
  • Aufzeichnen von sonstigen Aktivitäten (Fitnessstudio, Schwimmen …)

 

Die App:

Herzstück und Schaltzentrale ist der Up-Feed auf dem Smartphone. Übersichtlichkeit und Einfachheit sind die Prämissen bei der Entwicklung gewesen. Große Anzeigen, viele Bilder und wenig Text geben alle erfassten Aktivitäten in wenigen Menüs wieder. Verglichen mit der FitBit Plattform ist die Jawbone Lösung also wesentlich einfacher zu handhaben, bereitet die Infos aber weniger detailreich auf.

Synchronisiert wird das UP über den Klinkenstecker. Aufstecken auf das Smartphone genügt und alle Daten werden heruntergeladen bzw. neue Einstellungen auf das Band übernommen. Die Hauptinformationen, Schlaf, Schritte und Essen, werden auf der Feed-Hauptseite angezeigt und per Klick auf die Kategorie in mehr Details erläutert.

Der Schrittzähler zeigt Aktivitäten im Graph an, berechnet verbrannte Kalorien, gelaufene Kilometer, aktive zeit usw. Bei aktiviertem „Stoppuhr“ Modus wird eine Aktivitätsphase, beispielsweise Joggen, separat betrachtet und bekommt eine eigene Auswertung. Die ausgewerteten Daten für eine lange Joggingrunde waren okay, Bei 7 km gelaufener Strecke hat das UP knapp 8 km berechnet, Das ist als Abweichung ganz okay.

Der Schlafmodus wird per Knopfdruck am Band aktiviert zeichnet in der Nacht die Bewegungen auf. Daraus wird die Dauer der Tiefschlafphase, Einschlafzeit usw. errechnet. Ein Mini-Schlaflabor, ähnlich vieler Apps für Smartphones.

Essen und Trinken wird in einem Menü mit großen vielen großen Bildern von Standard Gerichten aufgezeichnet. Ist etwas spezielles nicht dabei, kann in der Datenbank per Text gesucht werden. Sogar ein Barcode Scanner ist implementiert und findet so exakte Infos von Lebensmitteln in wenigen Sekunden. Menge und Uhrzeit werden ebenfalls abgefragt. Am Ende entsteht eine gute Übersicht über die aufgenommenen Kalorien. Gegenübergestellt mit dem Tagesverbrauch lässt sich einfach ein Überblick über Essgewohnheiten und Potentiale zum Abnehmen gewinnen.

Unter iOS können Daten anderer Firness-Apps importiert werden. Ein bekanntes, kompatibles Beispiel ist die App RunKeeper. Per Facebook und Co. können der Feed oder einzelne Aktivitäten mit Freunden geteilt und kommentiert werden.

 

Fazit:

Das UP by Jawbone Armband ist ein alltagstaugliches Fashion-Armband mit eingebautem Computer zur Überwachung und Aufzeichnungen der Aktivitäten. Die Bedienung und Synchronisation sind einfach, der Akku hält 10 Tage durch und das Band sitzt bequem genug um es Tag und Nacht zu tragen. Gerade der intelligente Wecker und die Stoppuhr Funktion sind nützliche Neuerungen.

Funktionsumfang und Design der App sind weniger auf Fitnesstracking bis ins kleinste Detail ausgelegt sondern informieren unkompliziert über das „Geht’s mir gut im Alltag?“ und „Was verbrauchen meine Aktivitäten, was esse ich im Verhältnis dazu?“. Das reicht für alle Hobbysportler völlig aus und ist bequem und unkompliziert. Ein gelungener Einstieg Jawbones in die Welt der Fitnesstracker. Ich kann das UP bestens empfehlen.

UP by Jawbone Webseite:

Preis, verschiedene Größen und mehr Infos:

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