Withings Pulse im Test – Aktivitätsmessung, Schlaf- und Pulstracker mit App

Withings Pulse im Test – Aktivitätsmessung, Schlaf- und Pulstracker mit App

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Test: Withings Pulse Smart Tracker mit Aktivitätsverfolgung, Schlafanalyse und Herzfreuenz und App. Es ist schon erstaunlich, dass sich auf den neuen Markt für Fitnesstracker eine ganze Reihe neuer Unternehmen tummeln. Das Gute daran, die Auswahl für den Kunden ist groß und die Geräte setzen alle unterschiedliche Schwerpunkte. In diesem Test geht es um den Withings Pulse, der vor allem durch den ausgezeichneten Pedometer glänzt, allerdings bei der App (noch) nicht so viel hermacht.

 

Überblick

Der Withings Pulse ist ein sehr kleiner Pedometer / Aktivitätstracker mit optionaler Schlafanalyse und einzigartiger Herzfrequenzmessung. Die hat sonst bisher kein Aktivitätstracker. Zur Installation und zur Verfolgung der gesammelten Aktivitäten wird der Pulse mit der Withings Health Mate App synchronisiert. Die läuft auf allen iOS Geräten ab iPhone 3GS und höher sowie auf Android 2.3.3 oder höher und ist kostenlos. Synchronisiert wird per Bluetooth 4.0, kompatibel ist aber auch Bluetooth 2.0.

Der nur 8 Gramm leichte Tracker selbst ist sehr klein, aus Plastik mit Soft-Touch Überzug, hat einen Knopf zur Menünavigation und einen kleinen Touchscreen mit OLED-Display. Hinten am Pulse sitzt ein Sensor für die Herzfrequenzmessung. Zum Lieferumfang gehören ein Silikonclip mit Metallbügel, ein Armband aus Stoff für das Tragen des Pulse in der Nacht sowie ein Micro-USB zu USB Kabel.

Ein Akku versorg den Pulse bei durchschnittlicher Nutzung für zwei Wochen mit genügend Strom. Aufgeladen wird er Akku in wenigen Minuten per Micro-USB. Informationen zum aktuellen Preis findet Ihr hier: Withings Pulse günstig kaufen

 

 

Der Tracker

Der Mittelpunkt des Withings Pulse ist der Tracker selbst. Jawbone UP(Link zum Test) und auch Fitbit Flex (Link zum Test) haben kein Display weswegen die App Dreh- und Angelpunkt ist. Fitbit Zip (Link zum Test) und Fitbit One haben ein Display, der abgebildete Informationsgehalt ist aber deutlich niedriger.

Das Display des Withings Pulse ist wirklich großartig. Es ist recht groß, gut lesbar und in abgeschaltetem Zustand komplett unsichtbar, was dem Tracker einen hochwertigen Eindruck verleiht. Dargestellt werden alle erfassten Daten. Das sind gelaufene Schritte, überwundene Höhenmeter, gelaufene Strecke, verbrannte Kalorien, gemessene Herzfrequenz, Schlafzyklus, Uhrzeit und Ladestand. Per Swipe auf dem Touchscreen können außerdem alle Daten der letzten 10 Tage angezeigt werden. Die Darstellungen sind sehr einfach verständlich und mit kleinen Bildern illustriert.

Die Herzfrequenz wird durch Auflegen des Fingers auf den Sensor gemessen. Wichtig: Hier nicht zu feste drücken sonst funktioniert die Messung nicht. Zur richtigen Zeit kann die Herzfrequenzmessung durchaus Sinnvoll sein, beispielsweise beim Joggen als alternative zu Stoppuhruhr und Pulsschlag. Im täglichen Einsatz finde ich die Funktion jedoch wenig aussagekräftig. Somit wird sie für die Meisten eher ein Spielzeug sein.

Die gesammelten Daten sind zu 75-80% zutreffend. Damit liegt die Genauigkeit des Pulse im Durchschnitt aller aktuellen Fitnesstracker, die allesamt Richtwerte und keine medizinisch verwertbaren Daten liefern.

 

Die App

In der App laufen die gesammelten Daten zusammen und werden in großen Graphen und Tabellen dargestellt. Wie schon im Test zur Withings Smart Body Analyzer Körperfettwaage bemängelt, ist die zugehörige Withings Health Mate App für iOS und Android nicht der Hit. Die Funktionen und Abbildungen der Daten sind sehr rudimentär, Ziele sind schwer definierbar und es werden kaum Anweisungen zur Zielerreichung (z.B. Abnehmen) gegeben. Zudem fehlt die Möglichkeit zur manuellen Eingabe von Ernährung und sonstigen Aktivitäten wie Fitnessstudio, Schwimmen & Co.

Withings hat jedoch versprochen nachzubessern. Bald soll eine neue Version der App erscheinen und diese Funktionen implementiert werden. Trotzdem bleiben aktuell die Apps bzw. Dashboards von Jawbone Up und Fitbit Flex überlegen. Die momentan wichtige Botschaft ist: Withings Pulse eignet sich vor allem für Nutzer, die direkt auf dem Display alle Daten ablesen möchten und weniger an der App interessiert sind. Denn hier hat der Pulse ganz klar die Nase vorn.

 

Im alltäglichen Einsatz

Einige Ungereimtheiten fallen bei der täglichen Nutzung auf. Grundsätzlich empfehle ich den Pulse in der kleinen Tasche in der Hosentasche zu tragen. Dort ist er vollkommen unauffällig. Der mitgelieferte Clip ist auch eine Möglichkeit, jedoch schwer an der Kleidung zu befestigen. Der Clip selbst ist sehr hart und das Gummi zu klebrig. Wenn er einmal sitzt, dann bombenfest aber tägliches Abnehmen und Anclipen ist umständlich.

Das Stoffarmband ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Pulse wird in ein Netz eingespannt, das recht dünn ist und sich an den Kanten des Pulse nach einiger Zeit aufreiben wird bzw. nicht resistent gegen Stöße ist. Das Armband ist zudem zu groß um es den ganzen Tag zu tragen. In der Nacht ist das Band tragbar aber aufgrund seiner Größe deutlicher spürbar als die kleineren Armbänder. Von FitBit Flex oder Jawbone Up.

Im Gegenzug sind die Armbänder Flex und Up den ganzen Tag am Handgelenk präsent während der Pulse unsichtbar in der Tasche versteckt ist. Die ständige Präsenz des Armbandes erinnert häufiger daran, dass man einen Tracker trägt. Den Pulse habe ich häufig einfach in der Hosentasche vergessen und erst Abends wieder dran gedacht. Da ist das Eine nicht besser als das Andere sondern Geschmacksache.

 

Fazit

Der Withings Pulse ist ein großartiger Pedometer / Tracker mit eher durchschnittlicher App. Der große Touchscreen informiert auch ohne Smartphone oder Tablet jederzeit über alle erfassten Daten und gibt dadurch einen wesentlich schnelleren Überblick als die Aktivitätsarmbänder Jawbone Up und Fitbit Flex. Diese können allerdings mit viel besseren Apps und besserem Tragekomfort am Arm punkten. Beim Pulse geht das Konzept wegen des durchschnittlichen Clips und Armbandes nicht ganz bis zum Ende auf.

Wer also eher an einem Pedometer für die Hosentasche und der direkten Anzeige aller Daten auf dem Tracker interessiert ist, für den ist der Pulse derzeit der beste Aktivitätstracker. Die Pulsmessung ist nett, wird allerdings für die Meisten eher ein Spielzeig sein.

Zum Test des Jawbone UP

Zum Test des FitBit Flex

Zum Test des FitBit Zip

Aktueller Preis und mehr Infos zum Pulse

 

1 Kommentar

  1. Ist es möglich, dass mehrere Personen ein Gerät nutzen oder muss eine Familie mit 3 Kindern 5 Geräte kaufen?

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