Portal 2 – besser, neuer und trotzdem irgendwie älter…

Portal 2 – besser, neuer und trotzdem irgendwie älter…

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[singlepic id=58 w=540 h=240 float=center]Lang ist es her, dass das ursprüngliche Portal als Teil der Orange Box als Zusatzspiel zu Half-Life 2 released wurde. In kürzester Zeit konnte Portal damals durch sein neuartiges Spielprinzip, gepaart mit kniffligen Rätseln und viel Witz eine große Fangemeinde gewinnen. Uns hat Portal damals auch sehr viel Freude bereitet. Nur etwas länger hätte es schon sein können.

Der Nachfolger soll jetzt also alles genauso machen wie der Vorgänger, nur besser, länger, neuer und irgendwie trotzdem älter… Wie das Geht? Hier kommt Portal 2!

 

Story:

Aufwachen ist auch wieder der Startschuss zu Portal 2. Geweckt und begleitet wird man dabei von der dümmlich witzigen, aber hilfsbereiten Roboterkugel Wheatley der einem zur Flucht aus den Testlabors verhelfen will. Dummerweise begegnen wir dabei Glados, der testbesessenen Peinigerin aus dem ersten Teil. Die ist zwar deaktiviert, jedoch schafft Wheatley es irgendwie sie zufällig wieder zu aktivieren und das Spiel geht von neuem los.

 

Das Gameplay:
Einen guten Einblick gibt der Gameplay-Trailer von Valve.

Anders als beim Vorgänger ist die Szenerie nicht mehr auf einzelne, gleich ausschauende Testkammern beschränkt sondern erstreckt sich auf das riesige Areal des Testgeländes. Dabei führt das Spiel durch Außenareale, antike und verfallene Testkammern aus der früheren Zeiten, bis in die großen Vorräume der aktuellen Testhallen. Das spiel vermittelt dabei sehr gut den Eindruck sich in einem unglaublich großen Gebäude zu befinden welches ausschließlich von Robotern gesteuert wird und sich jederzeit komplett verändern kann. Spannende Rätsel in Testkammern wechseln sich also mit nicht weniger aufregenden Rätseln in storytechnisch wertvollen Arealen des Testuniversums ab. Portal 2 spielt sich dabei auch ehr wie ein Film als wie ein Actiongame. Durch die trockenen  Witze von Glados, Wheatley Dämlichkeit und vielen Details, die an den Vorgänger erinnern zaubert einem das Spiel das ein oder andere dicke Grinsen ins Gesicht.

 

Was ist sonst noch neu?

Die wichtigste Neuerung ist wohl ein Gel das man zwar nicht mitnehmen darf, welches aber dafür aus diversen Rohren in dem Testkammern herausläuft und mit Portalen in alle Richtungen des Raumes geleitet werden kann. Verschiedene Gel-Farben haben verschiedene physikalische Wirkungen auf den Untergrund auf dem sie aufkommen. So Macht blaues Gel die Oberfläche zum Trampolin während rotes Gel eine eisähnliche Fläche erzeugt auf der gerutscht werden kann.

Das Spiel versteht es hier, wie der Vorgänger, sehr gut einen langsam an die Neuerungen zu gewöhnen und erst durch einfache, dann aber immer schwerer werdende Rätsel, die Kreativität im Umgang mit den Möglichkeiten des Spiels zu fördern.

Eine weitere interessante Kleinigkeit ist der optionale Koop-Modus. Hier können rund 40 zusätzliche Levels zu zweit bestritten werden. Dabei steht Teamwork an oberster Stelle. Das gemeinsame Lösen der Rätsel ist dabei meist sogar noch lustiger als in der Solo-Kampagne. Schade, dass sich die 40 Level auch gern schon an einem langen Abend durchspielen lassen.

 

 

Grafik und Darstellung:

[singlepic id=54 w=320 h=240 float=left]Auch wenn sich an der Engine nichts geändert hat, die ist immer noch die gleiche wie in Half-Life 2, ist die Grafik noch auf dem aktuellen Niveau. Half-Life 2 war zum Erscheinungszeitpunkt ,vor allem was Performance bei guter Grafikleistung angeht, seiner Zeit eh voraus. Davon profitiert jetzt auch Portal. Gerade bei Licht und Schatten liefert das Spiel ein wahres Feuerwerk an Augenschmaus ab. Texturen sind gewohnt hoch aufgelöst und Bewegungen der Charaktere und der Umwelt werden besonders flüssig dargestellt. Zwar werden, aufgrund eines Mangels an Menschen in dem Spiel, Mimik und Gestik nicht ins Spiel integriert, Portal 2 schafft es aber trotzdem den ab und an wieder auftretenden Robotern ein verblüffend echt wirkendes Leben einzuhauchen.

 

Hart aber Fair:[singlepic id=53 w=540 h=240 float=center]Bei der Lösung der Rätsel ist mit zunehmendem Levelfortschritt immer mehr Hirnschmalz gefragt. Selbst wenn eine Kammer aber mal länger dauert, frustriert das nur wenig. Das Erfolgserlebnis, das eine erfolgreich absolvierte Kammer auslöst, ist mindestens doppelt so groß wie die Frustration. Jedes mal hat man das Gefühl Glados wieder einmal ein Schnippchen geschlagen zu haben und irgendwie schlauer zu sein als sie. Wenige andere Spiele können das von sich behaupten.

 

Fazit:

Wer Portal mochte wird Portal 2 lieben? Gut es ist grafisch kein Crysis mehr und wirklich erschlagend viele Neuerungen gibt es nicht. Sein unvergleichlicher Witz, faszinierend gutes Gameplay und Story, lebensechte Charaktere und sehr gute Stimmung machen Portal 2 aber zu einem der besten Spiele im Jahr 2011. Außerdem ist es durch die Auslegung als Vollpreis-Titel jetzt auch viel umfangreicher als der Vorgänger. Ein bisschen das Knobeln mögen muss man natürlich schon und den Humor hat auch nicht jeder, aber wie schon gesagt: Wer Portal mochte wird Portal 2 lieben!

 

Preis:[singlepic id=57 w=320 h=240 float=right]
ca. 35€ für PC per Steam
ca. 55€ für Playstation 3
ca. 50€ für Xbox-360
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