Vestax VCI 380 DJ-Controller | In Vorfreude auf den Pad Controllerist |...

Vestax VCI 380 DJ-Controller | In Vorfreude auf den Pad Controllerist | bald ein Test?

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Vestax zieht wieder ordentlich an am  Midi Controller Markt. Nach dem etwas verkorksten Update der VCI 100 durch die VCI 100 mkII und dem wesentlich besser geglückten Debüt der VCI 400, dem neuen Flaggschiff im Sortiment, folgt jetzt eine neue Variante der VCI 300. Voraussichtlich ab Anfang Mai 2012 soll die VCI 380 das Licht der Welt erblicken und direkt mit Serato Itch verheiratet sein. Vorgestellt wurde die neue Konsole schon auf der Musikmesse 2012. Gerne würde ich hier ja auch schon einen Testbericht schreiben aber dafür muss die Konsole erst mal erscheinen.

Fassen wir also mal zusammen ob sich die Vorfreude auf den Frühling nicht nur wegen der Sonne und dem ganzen Krempel lohnt. Ein Überblick:

Mixer: Zwei Decks, Analog

Der Mixer der VCI 380 ist in zwei Decks unterteilt. In der Mitte ein Level-Meter, wie es aussieht, für den Master-Out. Darüber für jedes Deck eine Effektsektion mit dickem Depth-Regler. Da hat Vestax von Ean Golden gelernt. Mittlerweile verbauen die ja überall diese fetten Drehregler wenn es um Filter oder Effekte geht. Lässt sich auch schön dran drehen, mit was in der Hand!

Umrandet von der Standard Mixer-Sektion mit High-, Mid-, Low- und Trim-Potis gibt´s die umfangreiche Transport-Sektion mit Sroll Rad für die Hauptnavigation. Ich persönlich bin gegen diese Raster-Drehregler und eher für Buttons, auch wenn die mehr Platz wegnehmen. Drehregler machen für mich zur Menünavigation einfach haptisch keinen richtigen Sinn.

Der Mixer kann auch als Stand-Alone Mixer gebraucht werden und ist vollständig analog mit eigenem 24bit 96kHz Interface ausgerüstet. Sprich: CD-Player oder Plattenspieler können gegen ein Deck auf dem PC getauscht werden. Cooles Feature aber nutzt sowas irgendwer überhaupt? Ich weiß nicht wie es Euch geht aber als ich damals auf Computer umgestiegen bin wollte ich dann auch keine CDs mehr mit mir rumschleppen. Naja verkehrt ist´s ja sicher nicht und wenn das eingebaute Interface eine ähnlich gute Qualität wie das der VCI 400 hat, dann ist es das Interface allemal wert.

 

Decks: Performance, Baby

Richtig tief in die Neuerungskiste greifen die beiden Decks.

Nein, nicht die in der Stärke des Wiederstandes verstellbaren Jogwheels, das is doch n alter Hut. Tempo Bend und Touch-Sensitive Jogwheels, auch alles kalter Kaffee.

Aber Beat-Skip wurde in die VCI 380 jetzt integriert. Ähnlich wie bei Pioneer´s CDJs kann man jetzt wohl mit gedrückter Shift-Taste durch den Song schnell hindurch scrollen. Das nimmt wieder die Finger weg vom PC-Trackpad mit dem man ja sonst den Needle-Drop meist gemacht hat. Sehr gutes Feature!

Außerdem haben die Jungs bei Vestax einen LED-Kranz unter die Jogs gebastelt. Ähnlich wie beim CDJ 400 wird damit wohl das Laufen des Decks visualisiert und im Beat-Skip Modus die Position im Track angezeigt. Gerade bei den digitalen Controllern bringt das gleich mehr Feeling für die Musik ins Setup.

Noch offen bleibt allerdings wie hoch die Jogwheels wirklich auflösen und ob sie von der Performance mit der hohen Auflösung der VCI 300 mithalten können.

Pads: Mehr Performance

Und dann der eigentliche Knaller, bei dem jeder Hip-Hopper instant feuchte Augen bekommt: PADS! Gleich 8 Stück der kleinen quadratischen Freunde auf jedem Deck! Yes! Da kann selbst der Midi-Fighter 3D etwas neidisch gucken.

Der nächste Punkt, den Vestax dabei goldrichtig gemacht hat, sind die 5 umschaltbaren Funktionen der Pads. Es gibt Hot Cue, Auto-Loop, Roll, Sampler und Slicer. Je ein Button über den Pads zeigt mit LED-Licht die ausgewählte Funktion an. Die Pads leuchten außerdem in unterschiedlichen Farben, je nach ausgewählter Funktion.

Nur ein Beispiel: Im Beat-Slicer, DEM Effekti im Moment für elektronische Musik, zeigen die Pads jeweils die Position des Songs in den 8 Takten durch einen durchlaufenden, weißen Punkt an und ermöglichen dadurch ein ganz genaues Steuern des Slicers. Außerdem sollte es Einsteigern auch noch erleichtern ihre Übergänge richtig zu timen.

Die Pads haben allesamt einen Aftertouch-Druckpunkt mit dem sich der jeweilige Effekt noch nach Abfeuern im Parameter verändern lässt. Genau das gibt noch mal ein richtig großes Plus an Flexibilität in der Steuerung und macht jeden Live-Remix einzigartig. Genial!

 

Als ob das noch alles nicht genug wäre:

Ein Touch Strip oberhalb der Pads kann alternativ den Effekt-Parameter verändern. Per Shift kann man damit außerdem den Needle-Drop setzen. Noch mal ein „Hände weg vom Computer“-Feature. Zwei Mikrofoneingänge mit Gain an der Rückseite und Balanced-XLR als Main Out, so wie Cinch als Booth Out.

Vorne dann noch Kopfhörerausgang für kleine und große Klinke, Crossfader-Curve, Input-Fader-Curve und Jogwheel-Sensitivität sind einstellbar.

Netzteil nicht vergessen:

Das muss immer mit, die ganzen Lichter und der analoge Mixer brauchen einfach ne Menge Strom. Aber hey, wenn das wirklich der Knackpunkt ist, dann kauft man sich eben nen zweiten 7,5V Adapter dazu, die kosten bei Ebay auch nichts mehr.

 

Wie erkläre ich das meiner Bank?

Ihr seht schon, mir läuft das Wasser nur so im Munde zusammen. Was die Euphorie ein bisschen bremst ist, wie immer, der Preis. 799€, ja dafür muss ne alte Frau lange stricken. Aber Hey bekommst auch echt n Sack voll Features dafür!

Vestax, Vestax, man muss schon sagen, ihr seid nicht die schnellsten, wenn es um Innovation geht. Hat lang gedauert mit diesen ganzen Features, die Numark, Novation und Co. bereits vor nem halben Jahr eingebaut hatten. Aber perfektioniert habt ihr die neuen Möglichkeiten der aktuellen Controller mal wieder. Da warte ich doch gern ein halbes Jahr länger.

Das Konzept stimmt also und ich bin mehr als gespannt, selbst einmal Hand an den neuen Controller legen zu können. Wenn ich einen bekomme, dann folgt hier auf www.media-mixture.de bald der Review.

 

 

Verfügbarkeit und Preis bei Amazon.de: Folgt.

 

Bildmaterial: Quelle und © Vestax.com

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