Fiio X3 II DAP im Test – Günstiger als erlaubt? 192K/24B

Fiio X3 II DAP im Test – Günstiger als erlaubt? 192K/24B

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Es ist eine Weile her, seitdem der Fiio X1 herausgebracht wurde. Nun stellt der chinesische Hersteller den Fiio X3 II (zweite Generation) vor und möchte damit erneut den Markt für High-End Audio Player zum kleinen Preis aufmischen. Der Fiio X3 II hat sich dabei vor allem äußerlich verbessert und ebenfalls das mechanische Scroll Wheel von X1 und X5 spendiert bekommen.

In der ersten Übersicht fällt der FiiO X3 II direkt mal positiv auf. Der Player erinnert stark an das alte Design der ersten iPods und schaut sehr wertig aus. Das Gewicht von 135 Gramm und der eher kleine Gehäusekörper liegen sehr angenehm in der Hand. Das Gehäuse ist dieses mal nicht komplett aus titanfarbenem Aluminium, sondern hat einen glänzenden Plastikdeckel für schön viele Kratzer auf der Rückseite.

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Der Player ist mit Komponenten von Texas Instruments ausgestattet und spielt die folgenden Formate und Auflösungen ab:

-DSD64/128 (.iso & .dsf & dff)

-APE bis zu 24 Bit / 192kHz (schnell); bis zu 24 Bit / 96kHz (langsam)

-FLAC bis zu 24 / 192kHz in allen Komprimierungen

-ALAC bis zu 24 / 192kHz

-WAV bis zu 24 / 192kHz

-AIFF bis zu 24 / 192kHz

-WMA bis zu 24 / 192kHz

-ACC (Apple Format – iTunes)

-OGG

-MP3

-MP2

Das Spektrum deckt also die gängigen hochauflösenden und Lossless Formate ab. Wer seine hochauflösende Musik also unterwegs abspielen will, kann das mit dem X3 II endlich tun.

Musik und Strom kommt per USB auf den Player. Einen internen Speicher gibt es nicht. Stattdessen ist ein Micro-SD Kartenslot für bis zu 128GB Speicherkatten vorhanden. Ein 2600mAh starker Akku versorgt den Player für ca. 11 Stunden Strom mit einer Akkuladung. Ebenfalls möglich ist es den Player als asynchronen DAC per USB zu verwenden.

Der Lieferumfang enthält eine Silikonhülle (falls das mit den Kratzern eher unerwünscht ist) sowie Adapter, Displayfolien, Aufkleber und ein USB Kabel.

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Das 2 Zoll Display hat eine wieder mal atemberaubende hat Auflösung von 320×240 Pixeln, was halber VGA Auflösung entspricht. Ja man kann die Pixel schon deutlich erkennen, wenn man etwas näher ran geht. Die Farbwiedergabe und die Blickwinkel sind allemal ausreichend. In einem schönen Display liegt einfach nicht die Stärke des Fiio X3 II.

Bedient wird der Player wie schon gesagt hauptsächlich über das mechanische Scroll Wheel auf der Vorderseite. Daneben befinden sich noch vier Knöpfe, welche dieses Mal auch beschriftet sind (anders beim X5). Hiermit lassen sich die Track Auswahl, Menü und „Zurück“ abrufen. In der Mitte des Scroll Wheel ist dann noch der Enter Knopf welcher auch als Pause Knopf dient.

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Auf der Oberseite befinden sich 3,5mm Kopfhöreranschluss und Line-Out/Koaxial Kombination (Über Adapter).

Die linke Seite beherbergt Lautstärkenknöpfe und einen Power Button. Der schaltet was Gerät ein und dient im Standby zum Einschalten des Display und zum Reaktivieren der Knöpfe. Das Booten läuft dank schnellerem Prozessor übrigens etwas flotter ab als zuvor und fällt daher kaum noch negativ auf. Anders als zuvor lässt sich der Player im Standby allerdings über keine andere Taste mehr aufwecken als über den Power Button. Die Lautstärke Knöpfe wechseln im Standby Modus die Funktion auf Track Auswahl und schalten die Titel durch. Im Standby kann die Wiedergabe ganz normal weiter laufen, jedoch die Veränderung der Lautstärke oder das Stoppen des Players ist nicht über die anderen Tasten möglich. Das ist ein klares Manko. Schnell mal die Wiedergabe pausieren ist nicht drin und auch für das anpassen der Lautstärke muss der Player aus der Tasche geholt und entsperrt werden. Das ist nicht gut gelöst.

Gehen wir weiter zum der Benutzeroberfläche des X3II. Der Home Bildschirm schaltet zwischen „jetzt gespielt“, Track Auswahl in Alben, Interpreten, Genres, Favoriten und Playlists, einer Ordnerstruktur sowie Optionen für Wiedergabe und Playerkonfigruation durch.

Der Wiedergabebildschirm zeigt dabei das Cover sowie die üblichen Informationen zum gespielten Musikstück, der Lautstärke ect. an. Außerdem kann der gespielte Track über die Menü Taste zu den Favoriten oder einer Playlist hinzugefügt werden, bzw. die Wiedergabe auf Shuffle ect. umgestellt werden.

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In den Optionen lässt sich recht fein und differenziert einstellen, was der Player leisten soll, welche Maximalwerte (z.b. Lautstärke) vorgegeben sind oder ob die Wiedergabe „Gapless“ von Statten gehen soll. Ebenfalls enthalten ist ein recht fein konfigurierbarer Equalizer, der tatsächlich sehr sinnvoll sein kann.

Durchlanges Drücken auf den Zurück Knopf kehrt der Player immer wieder zum Home Bildschirm zurück. Die Track Auswahl funktioniert ganz okay, es dauert allerdings immer einen Bildschirm länger um Anwählen des einzelnen Liedes, da der X3 II die Metadaten der Musik etwa umständlich darstellt und selbst bei Vorhandensein nur eines Tracks in einer gewissen Kategorie eine nochmalige Bestätigung zum Abspielen des selbigen benötigt. Das ist weit entfernt von der einfachen Benutzeroberfläche der iPod Classic.

Trotzdem ist die Übersicht im Menü okay und sehr grobe Schnitzer erlaubt sich die Software dieses Mal nicht mehr. Allerdings ist das Design stellenweise immer noch ein wenig klotzig und dem Design wurde einfach nicht so viel Liebe zugewendet.

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Die Klangqualität des Fiio X3 II ist definitiv ein ganzes Stück besser als die von gewöhnlichen MP3 Playern. Der Player reproduziert die Lossless Files mit den hochwertigen Audio Komponenten deutlich besser und mit mehr Details. Allerdings muss auch hier wieder der Preis im Auge behalten werden. Teurere Player schneiden klanglich besser ab. Trotzdem sollte der Performance Sprung gegenüber MP3 Playern oder sogar Smartphones schon die meisten Bedürfnisse nach besserem Klang befriedigen. Hier noch ein paar Eingenheiten im Klangbilded des X3 II.

Grundsätzlich ist das Klangbild des Fiio X3 II durch warmen und detailvollen Klang mit einer herausragenden Mittenwiedergabe gekennzeichnet.

Die Höhen sind sehr gut abgestimmt und bieten Brillanz, und sind beim Durchören durch verschiedene Tracks nie als spitz oder aufdringlich aufgefallen. Allerdings sind sie schon betont abgestimmt können daher bei Kopfhörern, die in den Höhen ohnehin recht präsent aufspielen, etwas überbetont wirken. Hier hilft der Equalizer dann aber in gewissem Maße ab. Das Detaillevel der Höhen ist gut, könnte allerdings noch einen tick höher sein. Sehr feine Klänge von Becken beispielsweise spielen nicht so glasklar auf, wie das bei einem teuren Interface der Fall wäre.

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Die Mitten hingegen haben diese Limitation in den Details nicht. Sie spielen sehr überraschend detailvoll, klar und lebendig auf.

In den Tiefen ziehen sich eher in die tieferen Töne hinein und wärmen den Klang dadurch etwas auf. Hier ist auch wieder die Auslegung des Players als schönklingendes Gerät zu bemerken. Der X3 2 hat schon eine hörbare Klangfärbung und ist kein Analytiker in seiner Wiedergabe. Das ist aber auch so gewollt.

Die Ortung verschiedener Instrumente und Elemente im Raum ist durchaus gelungen und Differenzierung gut ist möglich.

Insgesamt muss man schon sagen, dass der X3 2 Eine tolle Wiedergabequalität hat. Klar geht es noch besser, jedoch dann auch Preislich meist etwas steiler nach oben. Das ist immer Vorteil der Fiio Modelle.

Aktueller Preis und mehr Infos zum FiiO X3 2:

FiiO X3 II mobiler HighRes Player 192K/24B USB DAC

Price: EUR 239,00

4.5 von 5 Sternen (65 customer reviews)

3 used & new available from EUR 175,00

FiiO X1 Test

FiiO X5 Test

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Review Übersicht
Preis
Verarbeitung & Display
Klang
Menüführung

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