iBaso DX50 im Test – High-Res Lossless Audio Player 192kHz 24Bit

iBaso DX50 im Test – High-Res Lossless Audio Player 192kHz 24Bit

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In diesem Test schaue ich mir den iBasso DX50 an. Der Lossless High-Res Audio Player ist ein neuer Spross der chinesischen Marke iBasso und positioniert sich im voller werdenden Markt der günstigen hochauflösenden Audio Player preislich mit knapp 300€ (Stand 06/14) über dem FiiO X3 (200€) und unter dem FiiO X5 (400€). Was er kann und wo seine Stärken liegen, das zeige ich euch im Testbericht / Review.

 

Überblick

Der iBasso DX50 High-End Portable High Definition Audio Player ist ein High-Res lossless Audio Player, der regulären MP3 Playern iPod und Co. vor allem mit enorm besserer Klangqualität gegenübersteht. Was High-End Herzen höher schlagen lässt ist die Möglichkeit des iBasso DX50 lossless Files wie FLAC oder WAV bei 192kHz und 24Bit Auflösung wiederzugeben. Für die D/A Wandlung sorgt der aus dem FiiO X3 bekannte und Wolfson WM 8740 Chip. Das alles im handlichen Format für die Hosentasche. Dazu kommt ein hochwertiger Amp, der auch Kopfhörer mit hohem Wiederstand antreiben kann.

In Abgrenzung zum günstigeren FiiO X3 legt der iBasso DX50 jedoch klanglich noch mal einen drauf und punktet darüber hinaus vor allem mit edlerem Design, auswelchselbarem Akku und einem Touch-Screen Display.

Der Lieferumfang ist gut ausgestattet

  • USB-Kabel (Micro USB zum Datentransfer)
  • Koaxial Kabel (Für Koax-Out)
  • Silikon-Hülle
  • Zwei Bildschirmschutzfolien

Im iBasso DX50 integriert sind 8GB Speicher für Musikdateien. Erweiterbar ist dieser Speicher über eine Micro-SD karte mit aktuell bis 64GB zusätzlichem Speicher. Da lassen sich schon einige FLAC Alben drauf ablegen. 

 

Äußerlichkeiten

Wie schon gesagt, der iBasso DX50 ist eher der styler. Das Design ist eine Mischung aus kantigen Ecken und geraden Linien. Das Gehäuse fällt durch seine großen Aluminiumflächen auf und macht dadurch haptisch einen sehr guten Eindruck. Zudem ist der Player vergleichsweise flach und sehr leicht. In die Hosentasche passt er gerade noch. Die Bedienelemente sind sehr übersichtlich und aufgeräumt angeordnet. Dadurch, dass der Touch-Screen viele Bedienungen abbilden kann sind nur wenig Knöpfe erforderlich. Die großen drei Tasten in der Mitte sind Play-Control, rechts gibt es zwei Knöpfe für die Lautstärkenregelung, links einen Power- und einen Hold-Schalter. Die Knöpfe für die Lautstärke frühen sich ein bisschen zu leicht an, sonst machen die Bedienelemente aber einen stabilen Eindruck.

Auf der Oberseite befinden sich Einschub für Micro-SD Karte, Micro USB Anschluss und der Coaxial Out. Auf der Unterseite befinden sich Line-Out und Headphone-Out, beide als 3,5mm Klinke ausgeführt. Ebenfalls angebracht ist ein Schiebe Regler mit drei Stufen für den Gain des Amps. Der ist so hart gerastert dass versehentliches Umschalten sehr unwahrscheinlich ist.

Äußerlich gibt es für mich wirklich nur zwei Kleinigkeiten zu Kritisieren. Zum Einen ist das Spaltmaß der Aluminiumplatte auf der Rückseite etwas zu groß geraten. Zum Anderen hätte ich mir den Headphone-Out auf der Oberseite statt auf der Unterseite gewünscht. Beides ist natürlich Konstruktionsbedingt und nicht wirklich störend. Dass ich nur diese beiden Dinge kritisiere zeugt schon vom sehr hohen Niveau des iBasso DX50.

 

Display und Bedienung

Das Display ist das Herzstück der Bedienung beim DX50, da es sich hier um einen Touch-Screen handelt. Die Auflösung des Displays ist mit 320×240 Pixeln auf 2,4 Zoll Bildschirmdiagonale eher niedrig und das Bild und vor allem die Albumcover sind entsprechend etwas körnig. Auch ist die Bildwiederholungsrate oder die Frequenz der eingebauten LED etwas niedrig, so das das Bild bei sehr genauem Hinsehen oder schnellerem Schwenken des Displays etwas zu flimmern scheint. Das ist nicht wirklich störend und wird manchen eventuell gar nicht auffallen. Trotzdem ist es da.

Davon abgesehen ist der Touch-Screen allerdings eine große Überraschung. Die Genauigkeit und das Ansprechverhalten sind auf iPhone Niveau. Die Menüs schalten sehr schnell um und ich habe mich nur sehr selten verklickt. Zudem ist die Menüführung sehr intuitiv und gut auf den Touchscreen abgestimmt mit großen Buttons. Nur der „Zurück“ Button oben rechts in der Ecke könnte etwas größer sein, lässt sich aber trotzdem sehr gut bedienen.

Etwas befremdlich ist zu Beginn, dass der DX50 sich zwar auch bei abgeschaltetem Display (während es im Standby ist beispielsweise) bedienen, jedoch leuchtet das Display nicht automatisch auf sobald man eine Eingabe tätigt. Im Menü lässt sich dies ebenfalls nicht ändern. Jedoch braucht es glücklicherweise keine zwei Klicks um den Player zu bedienen wie beim FiiO X3 oder X5 der Fall.

Der Prozessor schafft nicht nur eine sehr gute Performance beim Touchscreen und der Menünavigierung. Auch das Booten des DX50 geht mit knapp 4 Sekunden recht Zackig. Auch das Umschalten von Songs dauert mit knapp 1 Sekunde nicht zu lange. Die Annahme des Pause befehls dauert allerdings auch eine knappe Sekunde bis er angenommen wurde. Das ist ein bisschen befremdlich. Zur Lautstärkenregelung stehen 255 Stufen zur Verfügung, sehr feine Regulierung also möglich. Im Menü gibt es zwar nicht allzu viel einzustellen, die wichtigen Funktionen wie Playmote (shuffle, repeat…) oder einen graphischen Equalizer gibt es, Einstellungen zur Display Helligkeit oder Standby Zeit und ähnliches ist allerdings nicht möglich.

Insgesamt bin ich mit der Bedienung des iBasso DX50 allerdings sehr zufrieden. Der Touchscreen ist sehr gut gelöst und die Bedienung macht Spaß.

 

Klang

Klanglich finde ich den iBasso DX50 qualitativ sehr ähnlich wie den FiiO X3, jedoch im direkten iBasso DX50 vs. FiiO X3 Vergleich klanglich eher heller und dynamischer abgestimmt. Der FiiO X3 legt die Akzente eher auf die warmen Mitten und saftigen Tiefen. Der iBasso DX50 klingt hingegen etwas offener, heller und dynamischer. Die Höhen haben gutes Detail und Definition. Die Mitten stehen unaufdringlich und hell im Klangbild. Die Tiefen sind eher neutral abgestimmt und färben das Klangbild nicht oder erwärmen es. Ich finde gerade das Thriller von Michal Jackson klingt hier sehr schön, während Hip-Hop beispielsweise etwas mehr von satten Tiefen und einer Anhebung in den unteren Tiefen profitieren würde. Wer darauf mehr steht ist beim FiiO X3 etwas besser aufgehoben.

Insgesamt ist das Klangbild deutlich besser als bei vergleichbaren MP3 Playern, steht allerdings aufgrund des Preises des Players hinter Profi Playern noch etwas zurück. Die Definition und das Detaillevel haben ihre Grenzen gegenüber wesentlich teureren Modellen.

 

Fazit

Der iBasso DX50 hat mich wirklich überzeugen können. Klar hat er ein paar kleine Schwächen. Seine Stärken wiegen jedoch viel stärker. High-Res 192kHz, 24Bit, ein Touch-Screen mit sehr guter Bedienung, einfache Menüführung ohne Schnick-Schnack, guter offener heller und dynamischer Klang, und ein sehr guter Gehäuse. Da kann ich Limitationen im Display mit niedriger Auflösung und ein paar andere Kleinigkeiten sehr gut verkraften. Man muss das Gerät hier wieder als Gesamtpaket betrachten und im Gesamtpaket ist es ein hervorragender Player für den niedrigen Preis. Wem der Touch-Screen und das elegantere Auftreten egal ist, kann sich den FiiO X3 mal alternativ ansehen. Für mich ist der iBasso DX50 ein sehr guter portabler Loosless Player für seine sehr erschwingliche Preisklasse.

In Deutschland vertrieben von NT-Global Distribution. 

Aktueller Preis und mehr Infos:

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