M-AUDIO Fast Track Pro | Test und Infos – Viel Interface im...

M-AUDIO Fast Track Pro | Test und Infos – Viel Interface im kleinen blauen

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Wenn auch schon seit etwa 2005 auf dem Markt, so ist das M-Audio Fast Track Pro USB-Audio-Interface eines der beliebtesten Interfaces im Low-Budget Bereich. Denn zu einem Preis von etwa 165 € bietet die kleine blaue Kiste so einiges.[singlepic id=106 w=520 h=250 float=center]

USB-Audio-Interfaces ermöglichen das Aufnehmen von externen Instrumenten und Mikrofonen. Dazu wandeln eingebaute A/D Wandler die analogen Signale der Quellen in Digitale Signale um, die wiederrum für den Rechner lesbar sind. Was früher nur in professionellen Aufnahmestudios möglich war ist heute mit steigender Rechnerleistung auch Zuhause kein Problem mehr. Die verbauten Wandler und die eingesetzten Materialien bestimmen allerdings immer noch die Qualität der Aufnahme und sind daher besonders zu beachten.


First Look:

[singlepic id=98 w=320 h=240 float=left]Die Fast Track Pro kommt im gut gepolsterten Karton, inklusive eines USB-Kabels und der Software Ableton Live Lite und Guitar Rig. Das Gehäuse, sowie alle Potis (Regler) und Knöpfe, sind aus Kunststoff gefertgt, fühlen sich aber trotzdem wertig an. Einzig die Knöpfe wackeln ein wenig beim drücken.

Alle Anschlüsse der Fast Track Pro sind vergoldet für optimierte Leitfähigkeit. Das Gehäuse steht auf Gummifüßen. Diese verhindern das Wegrutschen beim Einstecken von Kabeln.


Anschlussfreudig:

Die Fast Track hat 4 Eingänge und 4 Ausgänge, Mono. Im Stereobetrieb können diese bei maximal 24bit / 96kHz aufgenommen werden.
Die 4 Eingänge teilen sich in 2x Mono Mic / Instrumenten Combo-Eingänge (XLR und 6,35mm Klinke) und 2 Inserts auf der Rückseite (6,35 mm Klinke).[singlepic id=107 w=520 h=240 float=center]
Die beiden Combo-Eingänge sind mit Vorverstärkern und mit zuschaltbarer 48V Phantomspeisung ausgestattet. Die Vorverstärker haben jeweils einen Poti zum Einpegeln der Quelle und eine Signal/Peak LED. Signal wird dabei angezeigt, wenn ein Signal anliegt und Peak wenn das Signal übersteuert. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Peak-LED immer aus bleibt. Leuchtet sie einmal auf ist es meist schon zu spät und das Signal übersteuert. Den richtigen Pegel vor der Aufnahme festzulegen wird somit leider etwas zum Experiment.
Die 4 Ausgänge teilen sich in 2 symmetrische Line Outs (6,35mm Klinke) für die Kanäle 1 und 2, und in 4 weitere Chinch-Outputs für alle Kanäle 1-4.
Die Ausgänge können zusätzlich über einen Kopfhörer-Ausgang an der Vorderseite der Fast Track Pro abgehört werden. Mit einem Schalter kann zwischen den Ausgängen 1-2 und 3-4 umgeschaltet werden. Dadurch ist nahezu latenzfreies Abhören während des Recordings möglich. Ein sehr gutes Feature für Gitarristen, Sänger und DJ´s.
Ein S/PDIF coaxial I/O S/PDIF-Ausgang ist auch vorhanden, wenn benötigt. Außerdem gibt es noch Midi In und Out für ältere Midi-Geräte.
Wir sind sehr angetan von der Connectivity der Fast Track. Es bleiben kaum Wünsche offen. Für kleine oder sequenzielle Recordings ist alles da was man braucht. Ein Schlagzeug kann man mit 4 Eingängen zwar nicht aufnehmen, aber dafür gibt es auch größere Interfaces.
Nur ein symmetrischer XLR-Ausgang wäre noch wünschenswert gewesen. Der kann aber durch Adapter von 6,35mm Klinke auf XLR erreicht werden und hätte die Fast Track zu groß gemacht.
Für eine so kleine Box eine durchaus sehr respektable Anzahl an Anschlüssen.

 


Regelbar:

Neben den zuvor schon angesprochenen Potis für die Vorverstärker hat die Fast Track Pro noch einen Poti für die Gesamtlautstärke des Outputs. Direkt darüber befindet sich der Mix-Regler mit dem man den Kopfhörerkanal zwischen den beiden Inputs auf der Frontseite faden kann. So kann beispielsweise gleichzeitig eine Gitarre auf dem einen und ein Mikrofon auf dem anderen Kanal abgehört, und in der Lautstärke angepasst werden ohne dabei die Aufnahmelautstärke zu verändern.[singlepic id=94 w=320 h=240 float=left]Für die Lautstärke des Kopfhörerausgangs gibt es ebenfalls einen Poti neben dem Mix-Regler. Durch diese etwas enge Anordnung der drei Potis und eventuelle Wurstfinger, kann es allerdings leicht zu unabsichtlichen Drehen an den Reglern kommen. Ärgerlich beim Recording, wenn man die ganze zeit nur auf ¾ der Lautstärke war. Eine etwas andere Anordnung der Potis wäre schon wünschenswert gewesen.

 

 

Klanglich:

[singlepic id=99 w=320 h=240 float=left]Im Einsatz hatten wir die Fast Track Pro für einige Vocal- und Gitarrenaufnahmen. Die Preamps arbeiteten dabei recht rauscharm und kamen auch mit hohen Pegeln gut zurecht. Stimmen und Instrumente klingen deutlich und Klar. Im vergleich zu teureren Interfaces fehlt es der Fast Track Pro aber ein wenig an Wärme bei Aufnahme und Wiedergabe. Sounds können so etwas künstlich wirken. Diese Unterschiede sind aber ehr im direkten Vergleich erkennbar und fallen nicht stark ins Gewicht. Gemessen am Preis der Fast Track Pro ist die Sound Qualität durchaus als überdurchschnittlich gut zu bewerten.


Treiber und Funktion:

Aktuelle Treiber gibt es für Mac und Windows auf der M-Audio Homepage. Beide liefern im Test ein stabiles Ergebnis. Die Latenzen reichen auf 5-10ms herunter. Ein sehr guter Wert der aber nicht nur das Recording erleichtert. Damit eignet sich die Fast Track Pro auch für Live-Acts. DJ´s profitieren zusätzlich von der Monitoring Funktion mit der ein zweiter Kanal vorgehört werden kann. Auch wird das Interface komplett per USB-Bus-Power betrieben. Ein zusätzliches Netzteil muss also nicht zu jedem Gig mitgeschleppt werden.[singlepic id=95 w=320 h=240 float=left]
Negativ aufgefallen ist uns noch die etwas zu helle „Power On“ LED an der Vorderseite. Hat man das Interface zu hoch stehen kann das blaue Licht auf Dauer ganz schön nervig werden.

 

 

 

 

Fazit:

Die Fast Track Pro ist ein kleiner anschlussfreudiger Kandidat. Guter Sound, eine Menge an Ein- und Ausgängen, die praktische Monitoring-Funktion und viele Regelungsmöglichkeiten bekommt man zu einem so günstigen Preis nicht oft. Vor allem für Singer-Songwriter, Einsteiger und Amateure im Studiobereich, Mobile-Acts und DJ´s eignet sich das Interface besonders.

Aufgrund des großen Angebots für gerade einmal 165 € können wir die M-Audio Fast Track Pro wärmstens empfehlen.[singlepic id=116 w=320 h=240 float=right]Plus:

  • guter Klang
  • viele Ein- und Ausgänge
  • stabile Treiber mit niedriger Latenz
  • Monitoring Funktion
  • kompaktes Interface
  • betrieb komplett über Bus-Power

Minus:

  • Potis etwas zu eng aufeinander
  • Klang etwas künstlich
  • sehr helle „Power On“ LED

Preis: ca. 165 €

Herstellerseite

Infos und Preis zur Fast Track Pro bei Amazon

 

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