Monkey Banana Gibbon 5 im Test – Aktiver 5 Zoll Studio Monitor

Monkey Banana Gibbon 5 im Test – Aktiver 5 Zoll Studio Monitor

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In diesem Testbericht nehme mir ich die Monkey Banana Gibbon 5 Studio Monitore vor.  Der Gibbon 5 ist die erste Version der etwas abgespeckten und günstigeren Serie, die eine breitere Hörerschaft ansprechen soll. Im Gegensatz zur Turbo Serie gibt es klangliche Unterschiede. Auch die Ausstattung ist etwas schmaler geraten. Alles dazu nun hier im Test.

 

Überblick

Der Monkey Banana Gibbon 5 ist ein aktiver nahfeld Studio Monitor mit 5 Zoll Tief-Mitteltöner Membran und 1 Zoll Seidenhochtöner (Hinter Gittern). Bepreist und ausgelegt ist er für die Anfänger unter den Studio Monitor Käufern. Das Typische Monkey Banana Design wurde ein bisschen vereinfacht. Kastenform mit Plastikdeckel ist nun angesagt um ein paar Kosten zu sparen. Bei der Verarbeitungsqualität hat man dafür keine Abstriche gemacht, die ist genau wie bei den Turbo Modellen auf hohem Niveau. Die Monitore fühlen sich wertig an und sind robust. Der Formfaktor ist eher klein gehalten. Die Monkey sind von den Abmessungen ein wenig breiter aber weniger hoch als die Tannoy Reveal 502. Auf der Rückseite befindet sich die Bassreflex Austrittsöffnung.

 

Anschlüsse und Einstellungsmöglichkeiten

Keine großen Überraschungen hier. Die üblichen Anschlüsse XLR, Balanced 6,35mm Klinke, Chinch sind vorhanden. Nicht mehr zur Verfügung steht die digitale S/PDIF Schnittstelle, die in den Turbo Modellen ein Alleinstellungsmerkmal dargestellt hat. Da allerdings die wenigsten diese Schnittstelle nutzen (speziell im niedrigeren Preissegment) macht das Auslassen zugunsten der Kosten großen Sinn.

Über kleine und etwas fummelige Drehregler lassen sich Höhen und Tiefen um +6db  bis -6db an Raum und Geschmack anpassen. Das ist schon überdurchschnittliche Sound Control im vergleich zu den meisten Studio Lautsprechern in dieser Preisklasse. Den Volume Regler gibt´s natürlich auch.

Nicht verzichtet wurde auf die automatische Standby Schaltung in den Monkey Banana Gibbon 5. Nach einiger Zeit der Nichtbenutzung schaltet sich der Amp in den Ruhezustand was den Stromverbrauch reduziert und unnötigen Leerlauf verhindert.

 

Klang

Insgesamt ist der Klang der Gibbon 5 sehr gefällig, macht Spaß, hat Raum und geht schon eher Richtung Hi-Fi.

In den Höhen spielt der Gibbon 5 in mittleren und unteren Höhen klar auf, wirkt allerdings ein wenig zurückhaltend. Gerade in den oberen Höhen ist deutlich ein niedriges Detaillevel zu erkennen. Beispielsweise im Vergleich mit den überklaren Tannoy Reveal 502 fehlt bei Aufnahmen von Becken oder Hi-Hats ganz klar eine großer Anteil im Mix. Die Monkey Banana Gibbon 5 klingen dadurch wie gesagt etwas gefälliger und wenig aufdringlich. Ich habe allerdings bei den Höhen immer +1 gegeben da sie mir sonst ein wenig zu schwach sind. Das Detaillevel lässt sich damit leider nicht anheben.

Die Mitten gefallen sehr gut mit sehr viel Raum, offener Klangdarstellung und Wärme. Stimmen hören sich voluminös an, ein räumlicher Eindruck ist gut gegeben. Tiefenstafflung ist sehr räumlich und aufgeräumt.

Große Pluspunkte sammeln die Tiefen. Nicht unbedingt im Detaillevel, auch wenn dieses durchaus gut und besser als bei den Höhen ausgeprägt ist. Nein der schlagende Punkt ist das Volumen und der Tiefgang. Richtigen Tiefbass schaffen die Gibbon 5 zwar nicht aber bis 45Hz kommen sie schon runter und machen dort richtig heftig Alarm. Selten saß ich vor solch kleinen 5Zoll Studio Monitoren und bin schier vom Bass umgehauen worden. Es passiert auch bei full-range Bass Lines nicht dass man den deutlichen Pegelabfall in den tieferen Tönen klar hört wie häufig bei diesen kleinen Lautsprechern der Fall. Stattdessen stellen die Monkey Babnana Gibbon 5 hier immer noch sehr impulstreu und sauber dar. Wer also auf der suche nach einem 5 Zoll Studio Monitor ist, der sehr nah an einen 6 oder 8 Zoll Lautsprecher in den Tiefen kommt, der sollte sich die Gibbon 5 auf jeden Fall mal anhören! Ein Kompromiss in den Tiefen ist jedoch ein kleines Pegelloch irgendwo bei 50-55 Hz. Hier wurde scheinbar zugunsten der 45Hz ein bisschen die Linearität vernachlässigt. Finde ich persönlich okay und unterstreicht eben wieder eher den Charakter der Gibbon 5. Er ist ein Allrounder und Hybrid zwischen Studio Monitor und Hi-Fi Lautpsrecher mit sehr viel Tiefenstafflung, Voulmen und Wärme.

Wer stark komprimierte Rock Musik hört bringt die Gibbon 5 ebenfalls an ihre Grenzen. Ihre Stärken haben die Gibbon 5 eher im Electro, Hip-Hop und Pop Bereich usw. Auch Akustik geht sehr gut klar.

 

Fazit

Der Monkey Banana Gibbon 5 ist ein guter Allrounder zwischen einem neutralen Hi-Fi Lautsprecher und einem Studio Monitor. Er hat die Klarheit eins Studio Monitors in den Tiefen und Mitten, hat sehr gute Räumlichkeit und Tiefenstaffelung. Trotzdem zeichnet er etwas weich, hat ein krasses Bass Volumen für die Größe des Lautsprechers, ist nicht so analytisch und hat in den höhen ein niedrigeres Detaillevel als vergleichbare Modelle.

Wer einen Studio Monitor für Komponieren, eine etwas gefällig klingende Abhöre oder einen einfach guten Hi-Fi Lautsprecher will, der sollte die Monkey Banana Gibbon 5 auf jeden fall mal Probehören. Gerade wer eher elektronisch und weniger akustisch unterwegs ist wird eine Menge Spaß mit diesen kleinen Brüllern haben! Die Gesamtnote beziehe ich hier auf die oben genannten Eigenschaften und weniger auf die reinen Studio Monitor Qualitäten zum Mischen und Abhören.

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Aktueller Preis und mehr Infos:

 

1 Kommentar

  1. In rot sind die Dinger wirklich lecker. Könnte mir vorstellen, dass die mein altes Teufel-Set ablösen könnten und der Schrott somit endlich verschwindet. Zudem sind sie auch preislich erschwinglich!

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