Monkey Banana Turbo 8 im Test – Aktiver Nahfeld Studio Monitor

Monkey Banana Turbo 8 im Test – Aktiver Nahfeld Studio Monitor

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Einige Monate hatten wir die aktiven Studio Monitore Monkey Banana Turbo 8 nun zu Gast. Kürzlich hatten sich auch die Turbo 4 vom deutschen Hersteller vorgestellt und eine gute Wertung kassiert. Ein deutlicher Klangcharakter hin zu weichen Tönen war feststellbar. Wie sich nun die Top-Version mit 8 Zoll Tief-Mitteltöner in der sehr breiten Studio Monitor Mittelklasse macht, das finden wir im Test heraus.

 

Überblick

Der Monkey Banana Turbo 8 ist ein aktiver Studio Monitor fürs Nahfeld. Ein 1 Zoll Seidenhochtöner wird mit einer 8 Zoll Polypropylen / Keramikmembran gepaart. Das Duo sorgt damit für einen Full-Range Frequenzgang von 45Hz bis 30kHz (Herstellerangaben). Die zwei Endstufen schieben den Tief-Mitteltöner mit 80Watt und den Hochtöner mit 30Watt an, was noch ausreichend Leistungsreserven verspricht.  Pro Monitor wollen 12.2kg auf dem Lautsprecherständer platz nehmen. Ein dicker Affe mag man meinen, jedoch ist das ein durchschnittlicher Wert bei Monitoren dieser Größe. Verfügbar sind die außergewöhnlich aussehenden Studio Monitore in den Farben Schwarz und Rot.

Wie auch schon die Turbo 4, machen die Turbo 8 optisch und qualitativ einen sehr guten Eindruck. Empfehlen würde ich optisch die rote Variante, wobei auch der schwarze Monitor durchgestylt und kräftig zugleich wirkt.

 

Rückseite

Auf der Rückseite finden wir alle Einstellungsmöglichkeiten sowie Eingänge. Das Layout ist beinahe identisch durch alle Turbo Modelle hindurch. Unten rechts sitzt der Power Schalter und wie immer werde ich auch hier nicht müde zu erwähnen, dass der eigentlich vorn hin gehört. Ganz oben ragt das Bassreflex Austrittsrohr hervor. Der Rückseitige Bassreflex ist grundsätzlich Standard. Wer große Probleme mit seiner Raumakustik hat, sollte sich auch mal mit Studio Monitoren auseinandersetzen, die frontseitigen Bassreflex haben. Grundsätzlich ist gegen ein rückseitiges Rohr allerdings nichts auszusetzen

 

Eingänge und Einstellungsmöglichkeiten

Die Anschlüsse sind gut zugänglich. Es gibt eine XLR/Klinken Kombi-Buchse für symmetrische Übertragung sowie einen Chinch Anschluss für unsymmetrische Musikübertragung. Direkt daneben befinden sich Chinch-In und -Out zum Durchschleifen für die digitale S/PDIF Schnittstelle. Alle Monkey Banana Turbo Modelle besitzen diese Schnittstelle und sind damit ein Einhorn im Studio Monitor Markt. Wer die S/PDIF Schnittstelle ohnehin nutzt oder auf die Qualitäten der digitalen Kette bzw. Übertragung wert legt, wird sich darüber besonders freuen.

Angepasst werden kann der Lautsprecher klanglich mit zwei stufenlosen Reglern für -6dB bis +6dB in Höhen und Tiefen bei 10kHz bzw. 100Hz. Ein Lautstärkenregler gibt zusätzlich Kontrolle über den Pegel des Monitors. Die Rasterung bei +0db sorgt für gleichmäßiges Pegeln auch ohne Profi-Equipment. Die übrigen zwei Schalter bestimmen über den Eingang (Digital bzw. Analog) und bei digitalem Signal über rechtes bzw. linkes Signal.

 

Klang

Klanglich fällt der sanftere aber sehr gut abgestimmte Charakter der Turbo 8 auf.  Sie sind weniger hart abgestimmt was gerade den Höhen erst einmal positiv zu Angesicht steht. Wer häufig länger abhört wird es den Turbo 8 danken, dass sie nicht so hart zustechen, wie andere Kandidaten in dieser Preisklasse. Trotzdem lassen sich in den Höhen die Feinheiten gut erkennen und analysieren.

Die Mitten wirken gerade im mittleren und untern Bereich etwas präsent. Das bin ich von anderen Monitoren zurückhaltender gewohnt. Dies spitzt sich speziell zu, wenn die Tiefenanhebung um ein paar dB erhöht wird, da diese noch in den Mitten Bereich rüber ragt. Im Spiegel des Klangbildes gesehen sind die Mitten allerdings trotzdem an den weicheren Charakter angepasst. Matschig oder gar ungenau wirken sie hinzu nicht sondern lassen auch das Analysieren gut zu. Eine Frage des Geschmacks und der Einhörzeit.

Mit dem Tiefenbereich bin ich vollauf zufrieden. Die Bässe haben Präzision und sind eher unaufdringlich. Besonders im direkten Vergleich zu den nur 250€ teuren Yamaha HS80M fällt die bessere und präzisere Tiefenstafflung auf, auch wenn die HS80M etwas voluminöser klingen. Vergleichbar mit knapp doppelt so teuren Monitoren muss sich auch der Turbo 8 geschlagen geben. Der Gewinn gegenüber Einsteiger-Monitoren ist in Kombination mit der höheren Preisklasse wirklich gut gelungen.

Trotz der nicht überragend hohen Leistung von 110 Watt absolut, kann der Turbo 8 auch bei hohen Lautstärken im Nahfeld ein sauberes Klangbild ohne Einwände abliefern.

 

Fazit
Die Monkey Banana Turbo 8 bringen einen frischen Wind in die Preisklasse um 400€. In Sachen Präzision und Ausstattung können die Turbo 8 günstigere Konkurrenz um 300€ hinter sich lassen. Man sollte sich jedoch vor dem Kauf einmal genau die Klangcharakteristik anhören und entscheiden ob dieser unaufdringliche Charakter ins Ohr passt. Insgesamt ist der Monkey Banana Turbo 8 mit der Kombination aus tollem Design, Eingängen und Klangprofil ein sehr guter und besonderer Studio Monitor.

Aktueller Preis und mehr Infos:

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