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M-Audio BX8 d2 | Test und Infos – Aktive Studio Monitore zum mini Preis!





Von: Tamay Jentjens  Tags: Lautsprecher,M-Audio,Studio  Am:  21 11, 2011  |  1 Comment


M-Audio BX8 d2 Studio Monitore im Test:

 

Aktive Studio Monitore für Einsteiger das war vor wenigen Jahren noch ein sehr kleiner Markt. Heute hat nahezu jeder Hersteller mindestens einen Kandidaten in diesem Niedrigpreis-Segment platziert. Die M-Audio BX8 d2 sind M-Audio´s Antwort auf die günstigen Studio Monitore von Mackie, KRK oder Yamaha, die bei Preisen von knapp 500€ für das Paar liegen. Die BX8D2 hingegen kosten als Paar gerade einmal 350€! Da wird der bekennende Studio-Liebhaber schon einmal skeptisch, ob dort nicht bei den Klangeigenschaften gespart wurde.

Wir haben die M-Audio BX 8 d2 zum Test auf unsere Studio-Ständer gestellt und geschaut ob es sich hier um billige Möchtegern-Monitore, oder um wirklich günstiges Studio-Equipment handelt. Hier der Testbericht:

 

First Look:


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Karton1


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Karton inside

Seltenerweise kommen die beiden Monitore von M-Audio in einem, statt in zwei separaten Kartons. Als Surround-Abhöre sind die BX8 d2 wohl nicht gedacht, sonst wären sie auch einzeln erhältlich. In der großen Box befinden sich die beiden gut gepolsterten und separat verpackten Monitore, Stromkabel und eine ausführliche Anleitung.

Gleich nach dem Auspacken fällt der etwas Plastikhafte Look der Monitore an der Frontseite auf. Gerade hier wirkt das Material zeitweise etwas wenig hochwertig verarbeitet als es bei den Konkurrenten in der höheren Preisklasse der Fall ist. An den anderen Seiten wirkt die Box mit ihren 12 kg jedoch hochwertig und professionell. Die gewohnte MDF Beschichtung findet sich ebenso wieder wie eine Metallplatte an der Rückseite. Auf dieser gibt es einen Lautstärkenregler für die eingebaute Endstufe, Eingänge  für XLR und Klinke (asymmetrisch oder Symmetrisch), sowie den Power Schalter und den Stromanschluss. Moment fehlt da nicht was? Ja genau, es gibt keinen Cinch Eingang. Eigentlich kein großes Problem, da im Studio ohnehin symmetrische Eingänge besser sind. Im Niedrigpreissegment haben jedoch viele Interfaces, Controller und Mixer schon mal nur Cinch Ausgänge. Ungünstig wenn dann wegen eines nicht vorhandenen Einganges die Kaufentscheidung gegen dieses Modell fallen muss.


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Box Frontal

Auch der Lautstärkenregler bekommt etwas Punktabzug. Der Poti rastet leider in keiner Stellung ein sondern ist komplett stufenlos drehbar. Dadurch kann man leider nur mit etwas Aufwand einen gleichen Pegel bei beiden Boxen realisieren. EQ-Schalter für die Anpassung der Lautsprecher an den Raum gibt es an der Box leider auch nicht.

 

Aufgestellt:

Designtechnisch setzen die BX 8 d2 keine Maßstäbe, machen aber auch nichts falsch. Schlichtes Schwarzes MDF und die Plastikfront sind rau und zeitlos. Das fast schon etwas protzige M-Audio Logo thront in metallic unter dem 8 zoll Tiefmitteltöner. Die Membran des Tiefmitteltöners ist aus Keflar gefertigt, die Sicke aus einem gummiähnlichen Material. Beides verspricht in jedem Falle Langlebigkeit und Stabilität. Gerade das gewobene Keflar ist immer wieder schön anzusehen und vermittelt ein Gefühl von Hochwertigkeit.

Über dem Tiefmitteltöner befindet sich der 1,25 zoll Tweeter aus Seide. Dieser ist in eine trichterförmige, abgerundete Vertiefung eingelassen. „Waveguide“ nennt M-Audio diese Konstruktion, die eine bessere Höhenwahrnehmung, auch abseits des direkten Sweet Spots ermöglichen soll. Tatsächlich werden die oberen Höhen durch diese Bauform des Hochtöners besser im Raum verteilt und sind nicht mehr so stark gerichtet. In einem kleinen Loch zwischen den beiden Membranen sitzt außerdem die blaue Power-On LED.

Erstaunlicherweise haben die, zusammen 130 Watt starken, Bi-Amps keine Kühlereinheit. Trotzdem heizen sich die Monitore während des Betriebes nicht übermäßig auf. Für den nötigen Tiefbass sorgt eine große Bassreflexöffnung auf der Rückseite.


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Rueckseite gross

Klang:

Exzellente Auflösung, außerordentliches Detail und überragende Genauigkeit mit straffem Bass, das attestiert M-Audio seinen Monitoren selbstbewusst mit einem roten Aufkleber.

Natürlich sollte man im Hinterkopf behalten, dass es sich hier um wirklich günstige Monitore handelt. Daher hätte die Marketingabteilung ruhig etwas tiefer stapeln können.

Ganz so außergewöhnlich präsentieren sich die BX8 d2 nämlich schon bei den ersten Höreindrücken nicht. Aber legen wir einmal positiv los.


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test  8zoll Bassmembran

Sofort fällt auf, dass die 8 zoll Membran des Tiefmitteltöners wirklich die angegebenen Frequenzen von 38Hz packt und kräftig darstellt. Auffallend gerade bei Hip-Hop oder elektronischen Klängen von Kalkbrenner und co. In diesen Musikrichtungen macht auch der übrige Tiefenbereich eine recht gute Figur und die Monitore haben ordentlich Dampf. Gibt man jedoch akustische oder rockige Klänge auf die BX8 d2, so ändert sich dieser Eindruck. Gerade Bassgitarren sind wenig hoch aufgelöst und verschwimmen etwas zu einem Wummern. Die einzelnen Töne lassen sich nur mit etwas Anstrengung klar heraushören.

Die Mitten stellen sich im oberen Spektrum ein wenig überbetont, im mittleren Spektrum sehr klar und differenziert, und im tiefen Spektrum etwas zu wenig präsent dar. Einhörzeit gehörte hier in jedem Fall dazu, um mich auf diesen Charakter der Box einzustellen. Gerade die Lebendigkeit im oberen und mittleren Spektrum hat aber überzeugt. Hier ist eine gute Differenzierung schon möglich.

Die Höhen sind insgesamt sehr überzeugend. High Hats beispielsweise klingen bis in die feinen Details hörbar durch. Auch Zischlaute und hohe Stimmen lösen nach oben hin recht fein auf. Das habe ich bei Monitoren aus höheren Preisklassen teilweise auch nicht besser erlebt. Hier kann die BX8 d2 punkten.

Zu erwähnen ist noch das Grundrauschen bzw. -Brummen. Unabhängig von der Lautstärke brummen die Monitore durchgängig. Man muss jedoch schon etwas genauer hinhören. Kein Kriegsentscheidendes Kriterium also.

 

Fazit:

Zusammenfassend möchte ich noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass Klangeindrücke subjektiv sind. Jeder hört anders und empfindet Sound auf seine eigene Art und Weise. Daher sei auch hier geraten: Selbst einen Eindruck verschaffen.

Meiner Meinung nach sind die M-Audio BX8 d2 für ihren Preis ein gutes Angebot. Sie müssen zwar gerade in Sachen Tiefenstaffelung und Detail im Vergleich mit KRK RP8, Yamaha HS80M oder Mackie MR8 mk2 Abstriche machen, kosten aber auch knapp 150€ weniger! Schlecht sind sie deswegen keinesfalls! Linearer, neutraler Sound mit Bums und guter Stereo-Ortung, sowie vielen Leistungsreserven können überzeugen.

Es muss klar sein, dass wirklich professionelle Studio Monitore nicht für 350€ erhältlich sind. Wer allerdings zum Einstieg eine sehr günstige Variante sucht und nicht höchsten Wert auf ganz genaue Tiefenstaffelung und höchste Genauigkeit in allen Frequenzen legt, für den bietet M-Audio mit seinen BX8 d2 wirklich gute Monitore an.


testmarke_m-audiobx8_d2

Plus:

  • Preis
  • Tiefbass
  • Höhen klar
  • gute Stereoortung

Minus:

  • Tiefenstafflung etwas schwach
  • Plastikhafte Front
  • Kein Cinch Eingang
  • Lautstärken Poti rastet nicht ein
  • Keine EQ-Regler

Preis: ca. 350€ (stand 11/2011)

BX8 D2 Preis und Infos bei Amazon.de


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Karton1


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Karton2front


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Karton inside


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Monitor Plastik


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test  8zoll Bassmembran


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Rueckseite gross


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test rueckseite Bassreflex


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Box seitlich


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Tweeter


M-Audio BX8 d2 Studio Monitor Test Box Frontal

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1 Comment

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[...] ermüdenden Bändchenkollegen. Verglichen mit den Fostex PM-2 mkII, den Mackie MR8 mk2 oder M-Audio BX8 d2, die wir ebenfalls schon in der Einsteigerklasse getestet haben, bieten die HS80M in jedem Fall das [...]

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