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Aufnahme

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In diesem Test zeige ich euch die AVerMedia ExtremeCap U3 CV710 – Eine externe Aufnahmebox / Aufnahmekarte für HDMI Signale mit USB 3.0. Anders als die beliebten Game Capture Modelle fokussiert die ExtremeCap U3 ganz klar professionelle Anwender, Kamera Enthusiasten oder Gamer mit sehr hohem Qualitätsanspruch. Die Aufnahmekapazität ist nämlich mit 1080p und 60fps maximal höher als gewöhnlich. 

 

Überblick

Äußerlich ist die AVerMedia ExtremeCap U3 schlicht und eher unscheinbar aber elegant. Die plastikbox hat ein Gesamtgewicht von 182 Gramm und ist klein und Flach. Als Anschlüsse stehen USB 3.0 für Datenübertragung, HDMI Input sowie AV in für das es einen Adapter auf die üblichen Chinch Kabel (Component Video und Audio) gibt. So können auch noch ältere Konsolen angeschlossen werden.

Einen HDMI Out gibt es jedoch nicht. Die ExtremeCap U3 ist also ein Stand-Alone Aufnahme Gerät ohne nahezu latenzloses Pass-Through. Wer dieses braucht benötigt einen separaten HDMI Splitter oder sollte sich bei den anderen Aufnhamelösungen von AVerMedia mit 30 fps umsehen.

Neben dem Adapter für AV Signale liegt außerdem ein Micro-USB 3.0 auf USB 3.0 Kabel bei. Ein HDMI Kabel vermissen wir zwar, jedoch hat dies der eher professionelle Anwender womöglich eh in mehrfacher Ausführung bereits zuhause.

 

Einrichten & Software

Da das übertragene Datenvolumen der ExtremeCap U3 relativ hoch ist muss der USB 3.0 Port zuvor getestet werden. Nur wenn die Ports diesen Test bestehen kann die ExtremeCap U3 genutzt werden. Übliche USB 3.0 Ports auf einem aktuellen Rechner sollten diesem Test standhalten.

Zum Aufnehmen wird das bereits bekannte und bewährte RECentral verwendet. Wer bereits eine AVerMedia Karte sein Eigen nennt wird sich hier direkt zuhause fühlen. Alle Anderen wird RECentral recht schnell und intuitiv geläufig werden. Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten stehen im Advanced Modus zur Verfügung. Dies geht bis zur Kalibrierung des HDMI Signals in Helligkeit, Kontrast, Sättigung usw. Eine einfache 1-Click Direktaufnahme für ungeduldige und unerfahrene steht ebenfalls zur Verfügung.

Ebenfalls sehr hilfreich für Kommentatoren ist die Möglichkeit ein Mikrofonsignal direkt parallel mit aufzunehmen. Dazu wird lediglich die Soundkarte ausgewählt über die ein Mikrofon angeschlossen ist.

Die einzige Möglichkeit mit der ExtremeCap U3 aufzunehmen ist der MP4 H.264+AAC Audio Standard. Time Shift mit dem TS-Standard wie er bei einigen Game Capture Modellen eingesetzt wird ist hier nicht möglich. Auflösung und Framerate lassen sich von 1920×1080 bei 60fps maximal auch auf kleinere Werte verändern. Interessanterweise lässt die maximale Bitrate nun nur noch 30mbit/s zu. Zuvor war es 60mbit/s. Eventuell wurde hier die Bitrate aufgrund der Framerate etwas gezügelt. Dies steht etwas gegen den sonst eher auf professionelle Nutzung ausgelegen Grundsatz. Da am Ende des Tages komprimiert wird, sollte man grundsätzlich die Bitrate so hoch wie möglich halten um die beste Qualität erzielen zu können. Wie sich die „nur“ 30mbit/s in der Qualität niederschlagen bespreche ich im folgenden noch.

In Einsatz

Die AverMedia ExtremeCap U3 richtet sich an High-End User, welche die High-End Features der Aufnahmebox von 60fps bei 1080p zu schätzen und nutzen wissen. Alle die Youtube nutzen beispielsweise sind grundsätzlich schon raus, da dort alle Videos ohnehin nur in 25p abgespielt werden. Übrigen Möglichkeiten sind also High-Quality Streaming und High Quality Aufnahme von unzähligen Quellen in 60p.
Eignet sich vor allem für Leute, welche die 60 fps brauchen. Ebenfalls wieder an Board ist die Streaming Möglichkeit, ebenfalls mit 60fps. Dazu benötigt man zuerst den geeigneten Rechner und eine ordentliche Leitung. Jedoch werden wohl viele Leute die ExtremeCap U3 gerade wegen dieses Features kaufen wollen.

RECentral stellt die aufgenommene Szene im Live-Bild direkt auf dem Computer dar mit dem aufgenommen wird. Erstaunlicherweise ist der Imput-Lag deutlich niedriger geworden als es das bei der LiveGamer Portable noch der Fall war. Dort war es nicht gut möglich Spiele zu spielen da die Latenz zu groß war. Mit der ExtremeCap U3 lässt sich ein Computer oder Konsolenspiel durchaus durch RECentral spielen. Shooter mit Maus eventuell weniger aber Rennspiele mit Gamepad beispielsweise sind durchaus drin. Hier wurde spürbar nachgebessert. Trotzdem bleibt ein Splitter für Games die bessere Wahl.

Videoqualität

Die Insgesamt ist die Videoqualität gut. Blocking lässt sich nur bei näherem Hinsehen erkennen, ist jedoch nicht auffällig. Die 60fps sind klasse für schnelle Bewegungen. Das Bild wirkt um ein vielfaches flüssiger als auf 30fps.

Zugegeben die 30mbit/s maximal machen sich in der Qualität bei genauem Hinsehen in grauen und dunklen Bereichen des Bildes bemerkbar. Hier sind einige Mico Blocks der Kompression erkennbar und die Details waschen sich aus. Im direkten Vergleich können die LiveGamer und LiveGamer Portable welche auf 60mbit/s aufnehmen in diesen Bereichen des Bildes deutlich bessere Ergebnisse mit mehr Details erzielen.

 

Fazit

Die AVerMedia ExtremeCap U3 ist ganz klar auf Nurtzer ausgerichtet worden, welche nicht auf die 60fps Framerate verzichten wollen oder diese speziell brauchen. Keine Frage, auf 60fps aufzunehmen macht einen großen Sprung in der Flüssigkeit von schnellen Bewegungen und lässt im Nachbearbeiten viel mehr Möglichkeiten für Timelapse offen. Streaming auf 60fps wird ebenfalls seine großen Anhänger finden, obwohl hier eine sehr hohe Bandbreite verfügbar sein muss.
Die 60fps werden jedoch gegen 30mbit/s Bitrate statt 60mbit/s getauscht. Ein Handel, der nicht für alle Sinn macht und die Qualität in Schatten merkbar beeinflusst. Trotzdem bleiben die 60fps das schlagende Argument in einer ausgereiften Aufnahmebox.

Wer mit 30fps leben kann sollte sich definitiv die LiveGamer Portable kaufen. Die bringt 60mbit/s und einen Pass-Through.

Aktueller Preis und mehr Infos:

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Let’s Plays sind mittlerweile aus vielen Abo-Listen auf YouTube gar nicht mehr wegzudenken. Minecraft, Bioshock Infinite, Sim City usw. Nicht zuletzt die „Stars“ der Szene wie Gronkh und Sarazar oder Pietsmiet & Co. bewegen mehr Leute, selbst LPs aufzunehmen. Eine der großen Startschwierigkeiten ist immer die Frage nach dem Wie. Was braucht man zum Aufnehmen seiner Spiele, wie viel Geld muss man locker machen und was ist das beste Equipment?

Ich stelle hier einmal drei Möglichkeiten zum Aufnehmen von Let’s Play Videos vor, die drei unterschiedliche Budgets und Ansprüche an „Professionalität“ und Qualität der Videos wiederspiegeln. Videoschnittprogramm vorausgesetzt.

 

1. Low Budget Gamer und starker Computer

Der Platzhirsch für den Einstieg ins Let’s Play bleibt das Programm Fraps für 30€. Das wird einfach installiert und zeichnet auf was auf dem Bildschirm passiert. Am Ende erhält man eine Videodatei, die bei richtiger Einstellung auch gleich die Audiospur des Spielesounds enthält.

Um die eigene Stimme ebenfalls aufzunehmen bedarf es natürlich einem Mikrofon und einer Aufnahmesoftware. Fraps kann diese zweite Audiospur nicht gleichzeitig mit aufnehmen. Als Aufnahmesoftware kann das kostenlose Audacity dienen. Das verbraucht nicht viel Performance, ist kostenlos und erstellt eine Audiospur für den Kommentar.

Fraps und Audacity sind also eigentlich die einfachste Möglichkeit sofort mit dem Capturen anzufangen. Allerdings hat diese Kombination so ihr Tücken.

Die Qualität der aufgenommenen Videodatei hängt vor allem von der Leistung des PCs ab. Fraps zieht dem System sehr viel Performance ab, da es in Echtzeit neben dem Spiel laufend aufnehmen muss. Ist euer Rechner also mit dem Computerspiel schon ausgelastet, so wird er mit Fraps überfordert sein und muss die Grafikqualität und Auflösung heruntersetzen. Auch brauchen die Fraps Videos sehr viel Platz auf der Festplatte. Weiterhin kann es bei schwächeren Rechnern zu Ruckeln kommen, gerade bei ebenfalls hardwarehungrigen Spielen wie dem neuen Crysis 3. Ihr braucht also schon einen starken Rechner um mit Fraps ordentlich aufnehmen zu können. Zusätzlich muss das Video am Ende der Aufnahme geschnitten und der aufgenommene Kommentar an das Video und den Spiel Ton synchronisiert werden. Einiges an Nachbearbeitung also bis zum Upload auf YouTube.


Die Tonqualität hängt vom verwendeten Mikrofon und der Soundkarte ab. Da wir aber hier über den Low-Budget Bereich reden, sollte ein normales Gamer Headset ausreichen. Die Stimme wird sich damit natürlich nicht sonderlich laut, voluminös oder klar anhören.

Gesamtkosten: Günstig, nur 30€ für Fraps

Bildqualität: Hoch bis niedrig, je nach Power der Hardware

Tonqualität: Mittel bis niedrig, da einfaches Headset Mikrofon benutzt wird.

 

2. Middle Budget: Soundpaket für gute Hardware, Videopaket für schlechte Hardware

Hier müsst ihr euch zwischen Soundpaket und Videopaket entscheiden.

Soundpaket:

Ist euer PC leitsungstechnisch vorn dabei und kann Fraps und Spiele gleichzeitig berechnen, sollte man sich über eine bessere Sprachqualität Gedanken machen. Der aufgenommene Kommentar macht einen Großteil des Let’s Play aus und sollte voluminös, laut und klar klingen. Headset Mikrofone sind dafür meist ungeeignet. Anders sieht es mit Großmembran Mikrofonen aus. Diese gibt es mittlerweile schon günstig unter 100€ zu kaufen.

Großmembran Mikrofone haben den Vorteil, dass sie meist insgesamt besser klingen und vom Nahbesprechungseffekt profitieren. Ist man nah am Mikrofok, wird die Stimme automatisch viel voluminöser aufgenommen, da die tiefen Töne stärker betont werden als es bei kleinen Mikrofonen der Fall ist.

Bei Großmembranmikrofonen mit USB-Anschluss wie dem ICON U1 oder dem Samson G-Track USB ist ein Audio-Interface direkt in das Mikrofon integriert und es wird nichts weiter zum Aufnehmen benötigt (Preise nach den Links). Dazu empfiehlt sich auch ein Pop Filter (Killer / Schutz). Der Filter wird einfach vor das Mikrofon gestellt und verhindert, dass P- und T-Laute das Mikrofon zum Übersteuern bringen. Einen Mikrofonständer gibt es ebenfalls bereits unter 20€, ein kleiner Ständer für den Anfang liegt aber meist schon dem Lieferumfang bei.


Gesamtkosten: Mittel bis günstig, 70-140€ für das Mikrofon, Pop Schutz, Ständer

Bildqualität: Hoch bis niedrig, je nach Power der Hardware

Tonqualität: Mittel bis hoch

 

 

Videopaket:

Sollte man mit dem Sound schon zufrieden sein oder der Rechner für Fraps zu schwach sein, kann eine externe Capture Box oder interne Aufnahmekarte den Job machen. AVerMedia war hier lange die erste Wahl für PC, Xbox und Playstation 3 Spieler. Die interne Aufnahmekarte Live Gamer HD war dabei die letzte Evolutionsstufe nach der externen Game Capture HD und der Game Broadcaster HD von AVerMedia. Alle Aufnahmekarten und Boxen hatten wir übrigens auch bei uns im Test.

Gerade frisch auf dem Markt ist nun die vielversprechende AVerMedia Live Gamer Portable. Durch diesen Rekorder kann ein HDMI-Signal durchgeschleift und dabei aufgenommen werden. Die gleiche Funktion hat übrigens die interne Live Gamer HD Capture Karte. Beide können außerdem direkt den Spielesound und den Audiokommentar mit aufzeichnen. Beide Files sind jedoch nicht gemischt sondern werden separat aufgenommen. Das Video neu rendern muss man also am Ende der Aufnahme trotzdem. Per Record-Button kann aber die Aufnahme sofort gestartet und gestoppt werden. Jede Folge lässt sich dadurch also immerhin direkt bei der Aufnahme in ihrer Länge definieren.

Alternativen zu AVerMedia Lösungen sind die Hauppauge HD PVR 2 Gaming Edition und die Elgato Game Capture HD, welche grundsätzlich die gleiche oder ähnliche Funktionen bieten.


Gesamtkosten: Mittel, 140-200€ für die Aufnahmekarte.

Bildqualität: Hoch und unabhängig von der Hardware

Tonqualität: Mittel bis niedrig, da einfaches Headset Mikrofon benutzt wird.

 

3. High-Budget, die Bequemste Lösung

Darf es noch etwas mehr sein? Wer wirklich höchste Qualität für seine Aufnahmen garantieren möchte sollte sich ein gutes Sound- und Videopaket zulegen. Kombiniert mit einem Audiomixer kann sogar ohne Videoschneiden und neu rendern am Ende der Aufnahme das fertige Video sofort auf Youtube hochgeladen werden.

Dazu benötigt man

Ich erkläre zuerst die Audiokette. Das Mikrofon wird per XLR-Kabel direkt an das Mischpult angeschlossen und dort verstärkt. Daher loht es sich durchaus auch ein ordentliches Mischpult mit guten Preamps gegenüber dem günstigen Behringer auszuwählen. Das Mikro kann per Mischpult ebenfalls eingepegelt werden. Der Spiele-Sound wird auf den zweiten Kanal des Mischpultes gelegt, eingepegelt und mit dem Mikrofon (Kommentar) im Mischpult zusammengemischt. Der Ausgang des Mischpultes geht dann direkt in die Aufnahmekarte oder Rekording Box.

Ist alles richtig eingepegelt, so wird zum Audiosignal der Kommentar im Mischpult automatisch hinzu gemischt. Die Aufnahmebox nimmt dann das gemischte Signal direkt auf und fügt es zum Video hinzu. Am Ende entsteht das fertige Video, das direkt auf YouTube hochgeladen werden kann. Das ist der bequemste Weg Let’s Plays aufzunehmen, allerdings auch der teuerste. Dafür bleibt die maximale Performance des Rechners erhalten (kein Fraps) und eine sehr hohe Audioqualität erreicht. Wie gesagt, das Mischpult ist in diesem Beispiel das schwächste Glied in der Kette und sollte auch hochwertig sein.

Gesamtkosten: Hoch, 180 + 100 + 150 + 20 = 450€

Bildqualität: Hoch und unabhängig von der Hardware

Tonqualität: Sehr hoch bei hochwertigem Mixer

Besonderheit: Videos sofort bereit für den Upload auf YouTube

 

Die hier dargestellten Kombinationen sind kein Dogma. Die Komponenten können ausgetauscht werden, je nachdem welche Anforderungen man an die Qualität und das Budget stellt.

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Im heutigen Test geht es sich um die AVerMedia Live Gamer HD. Diese Aufnahmekarte ist speziell für das Aufnehmen von Videosignalen von PC- oder Konsolenspielen gedacht. Per HDMI oder DVI können HD-Signale direkt in die, mit einem Hardwareencoder ausgerüstete Karte aufgenommen werden.

 

Ausgepackt:

Anders als bei einigen Vorgängern von AVerMedia ist die Live Gamer HD in ein richtiges Schmuckstück von Verpackung eingefasst. Die Kombi von Schwarz und Rot ist sehr passend. Als Erstes fällt einem der große Aufnahmeknopf in die Hand. Dieser sogenannte Hot Button startet auf Knopfdruck sofort die Aufnahme. Weiterhin liegen folgende Komponenten bei:

  • Anleitung
  • Installations CD
  • HDMI zu DVI Adapter,
  • DVI zu HDMI Adapter,
  • 3.5mm Klinkenkabel,
  • HDMI Kabel

Die Karte selbst ist recht klein gehalten und kommt auf den PCI-E Slot. Eine Metallplatte mit AVerMedia Logo ist außerdem auf die Karte geschraubt. Wird Casemodder sicherlich freuen.

Mit dem lahmsten System sollte man die AVerMedia Live Gamer HD jedoch nicht verwenden. Die Systemanforderungen erfordern schon einen aktuellen Rechner:

  • CPU : Intel® Core™2 Duo 2.4GHz oder AMD Athlon™ 64X2 Dual Core 2.8GHz
  • Grafikkarte mit Unterstützung für DirectX 9.0c oder höher
  • 512 MB RAM
  • PCI-E Slot
  • Sound Karte
  • Windows® 7/ Vista™SP2 (32/64-Bit)

 

Funktionsweise:

Einbau und Installation funktionieren ohne Probleme. Das richtige Anschließen ist auch einfach gemacht. Das HDMI Videosignal in die Live Gamer Karte rein und mit dem beiliegenden Kabel aus der LiveGamer HD raus an den Monitor. Gleiches passiert mit dem 3,5mm Klinkenkabel. Aus der Soundkarte in die Live Gamer HD und von dort aus an die Lautsprecher. Das Videosignal und Audiosignal wird also einfach nur durchgeschleift und in der Live Gamer HD per Hardwareencoder aufgenommen. Der große Vorteil dieser Funktionsweise ist das nahezu latenzfreie Aufnehmen sowie die kleinen Files, welche die Karte generiert. Da der H.264 Encoder sofort die Kompression der aufgezeichneten Signale übernimmt ist die Festplatte nicht so schnell voll wie es bei Aufnahmen mit Fraps der Fall ist. Zusätzlich ist die Live Gamer HD nicht besonders Hardware hungrig, wodurch ihr auch neue Spiele noch in Top-Qualität aufnehmen könnt.

Zur Aufnahme von PC-Games benötigt es also keiner zusätzlichen Box oder einem weiteren PC sondern lediglich der einen Aufnahmekarte. Zur Aufzeichnung von Konsolenspielen benötigt man logischerweise den PC mit der Capture Karte und die Spielekonsole. Auch hier geht das Capturen sehr reibungslos von der Hand und die Aufnahme ist nahezu latenzfrei.

 

Software:

Das Menü der Live Gamer HD ist übersichtlich gestaltet. Zuerst hat man die Auswahl zwischen Aufnahme, Stream oder der Ansicht des Videoordners.

Bei der Aufnahme kann zwischen den Modi Amateur, Pro und Newbie ausgewählt werden, wobei die Software einem nur im Pro Modus die volle Bedienung ermöglicht. Die Einsteigermodi sind also nur für schnelles Loslegen wirklich brauchbar. Im Pro Modus gibt es die Möglichkeit die Auflösung, Bitrate und natürlich die Aufnahmequelle auszuwählen. Die maximale Auflösung liegt dabei bei 1080p full HD, also 1920×1080 bei 30fps. Die maximale Bitrate beträgt 15000 kbps was im H.264 Codec schon recht hoch ist und für Youtube Aufnahmen eine sehr gute Qualität ermöglicht. Außerdem können Hotkeys für das Starten der Aufnahme oder Screenshots definiert werden. Der Hot Button startet natürlich ebenfalls auf Knopfdruck die Aufnahme.

Ein besonderes Schmankerl für Let’s Play Spieler ist die Möglichkeit über die Live Gamer HD das Mikrofonsignal der Soundkarte parallel zum Spiel mit dem Spielsound aufzunehmen. Vor der Aufnahme muss man dabei im Pro Modus des REC Central die Aufnahme des Mikrofons auswählen und erhält dann am Ende der Aufnahme eine Mp3 Datei des gesprochenen Audiokommentars, den man dann einfach in sein Schnittprogramm integrieren kann. Eine Aufnahme über Audacity oder ähnliche Programme wird dadurch überflüssig.

Für die jeweils bevorzugten Einstellungen kann außerdem ein Profil angelegt werden, welches die Schnellauswahl der Einstellungen ermöglicht.

 

In der Praxis:

Bei einigen Testaufnahmen konnte die Karte durch ihre einfachen und trotzdem umfangreichen Funktionen überzeugen. Wir hatten keine Probleme bei den Aufnahmen und die Videoqualität war ebenfalls stets auf hohem Niveau. Aussetzer oder ähnliches hat die Karte nicht verzeichnet. Der Hot Button macht das Aufnahmen außerdem auch während des Gefechtes und ohne Verlassen des Spieles schnell möglich. Die gleichzeitige Aufnahme der Tonspur ist außerdem ein praktisches Feature für die Let’s Play Spieler.

Einige User haben allerdings Probleme bei der Verwendung ihrer Aufnahmen in Premiere Pro berichtet. Dabei scheint es ein Kompatibilitätsproblem mit einem der Codecs von Premiere zu geben, weswegen die Tonspur zur Aufnahme nach einiger Zeit asynchron läuft. Wir könnten in unseren Tests dieses Problem nicht feststellen, eventuell hat AVerMedia dort auch schon in der Software nachgebessert oder diese Probleme treten nur bei wenigen Nutzern auf. Es sei allerdings an dieser Stelle darauf hingewiesen.

 

Fazit:

Wir sind begeistert von der Einfachheit und Preisgünstigkeit, mit der AVerMedia hier eine Aufnahmemöglichkeit für Spieler auf den Markt bringt. Mit Full HD 1080p kann aufgenommen und gestreamt werden und das nahezu Latenzfrei. Selbst FPS Shooter sollten sich damit also aufnehmen lassen ohne das Spielerlebnis zu beeinflussen. Etwas über 200€ muss man schon für diese Karte berappen. Jedoch ist dies verglichen mit der Konkurrenz auf dem markt für solche Aufnahmekarten immernoch ein sehr überzeugendes Angebot. Gerade im Hinblick darauf, das eine Menge dieser Karten und Aufnahmeboxen nur in 720p oder 1080i aufnehmen können.

 

© Bildmaterial AVerMedia Technologies Europe B.V.

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AVerMedia räumt gerade den Markt Spieleaufnahmen auf. Mit der Game Capture HD haben wir bereits eine Stand-Alone Variante für die Aufzeichnung über Component in 1080i vorgestellt. Jetzt bringt AVer Media den nächsten großen Streich mit der Game Broadcaster HD PCIe x1 Karte. Die kann in einen Computer eingebaut werden und streamt oder zeichnet Games und andere Videosignale von Compnent, VGA oder HDMI in 1080p Full HD auf! Gerade einmal 150€ will AVerMedia für diese Karte haben. Ein sehr günstiges Angebot für alle Let’s Play Spieler auf Youtube. Wie schlägt sich die neue Game Broadcaster HD Karte? Testbericht:

 

So funktionierts:

Die Karte hat einen HDMI und einen VGA Eingang, der mit dem Adapter auch zum Component-Eingang wird. Grundsätzlich lässt sich damit jedes Videosignal, dessen Input auf einen der Ports passt, aufzeichnen. Explizit nennt AVerMedia die Xbox 360, Playstation 3 (PS3), das iPad 2 (mit einem extra HDMI-Adapter) und normale PCs als kompatible Geräte.

In einen Computer wird die Game Broadcaster HD eingebaut. Dieser wird damit zum dedizierten Aufnahmecomputer und in die Signalkette zwischen einen anderen, leistungsstarken Gaming-Computer oder eine Konsole und den Fernseher / Monitor gehängt.

Das Videosignal kommt über HDMI oder VGA in die Game Broadcaster HD Karte herein, ein Audiosignal wird über die Soundkarte des Aufnahmecomputers aufgenommen. Beides zusammen wird dann mit der AVerMedia Software aufgezeichnet und über die Grafikkarte des Aufnahmerechners an ein Display ausgegeben, auf dem man selbst das Spiel sieht.

Durch Zwischenschalten des Aufnahmerechners entsteht allerdings ein spürbarer Delay. Das Videosignal muss vor der Ausgabe aus dem Aufnahmecomputer erst verarbeitet werden. Umgehen kann man dieses Problem mit einem HDMI-Spiltter. Solche Verteiler gibt es bei Amazon schon für knapp 25€ zu kaufen. Das Gerät dupliziert das eingehende HDMI Signal aus der Konsole oder dem Game-PC. Das erste HDMI Signal kann so ohne Verzögerung direkt zum Monitor oder Fernseher gelangen und das zweite Signal wird vom Aufnahmecomputer aufgezeichnet. Der, gerade bei FPS Shootern störende Imput-Lag lässt sich damit umgehen.

 

Details: Lieferumfang und Systemanforderungen

Dem Lieferumfang der AVerMedia Game Broadcaster HD liegt, außer eines HDMI Kabels alles für den direkten Start bei:

  • AverMedia Game Broadcaster HD PCIe x1 Karte
  • Installations CD
  • Adapter 3,5mm Klinke Stereo (männlich) zu Chinch Stereo (Weiblich)
  • 3,5mm Klinke (männlich beidseitig) Stereo Audio Kabel
  • Component zu VGA Kabel
  • Anleitung

Für den Aufnahmecomputer wird ein recht aktuelles System empfohlen:

  • Intel Core i5 750 oder AMD äquivalent
  • Grafikkarte mit Unterstützung für DirectX 9.0c oder höher
  • 2GB Arbeitsspeicher
  • PCI-E Slot
  • Sound Karte
  • Windows 7 / Vista / XP Betriebssystem

 

In der Praxis: Hohe Qualität, einfache Bedienung

Die Karte wird sofort vom System erkannt und das Aufnehmen funktionierte stets ohne Probleme. Die Software ist sehr intuitiv zu bedienen und bietet nur die Essentiellen Einstellungsmöglichkeiten. Das ist einerseits praktisch, da nach wenigen Mausklicks bereits die Aufnahme gestartet werden kann, andererseits können Profis komplexe Kalibrierungen an Bitrate oder Details nicht vornehmen um ein Maximum an Qualität raus zu holen.

Videos können in den Formaten MPEG-2, AVI, WMA, WMV, H.264, sowie iPad, iPod, iPhone und Apple TV aufgenommen werden. Damit deckt der Game Broadcaster HD alle gängigen Formate ab, die der Rechner in Echtzeit kodieren kann. Unkomprimiertes Aufnehmen ist nicht möglich. Für direktes Hochladen zu Youtube oder Vimeo empfiehlt sich der H.264 Codec. Soll das Material weiter verarbeitet werden ist MPEG-2 die richtige Wahl. Bei Testaufnahmen hatten Videos im MPEG-2 Codek mehr Details als die H.264 Videos, benötigten aber auch mehr Speicherplatz. Die Auflösung lässt sich ebenfalls in einigen Stufen von 640×480 bis hoch zu 1920×1080 kalibrieren. Auch kann zwischen interlaced oder progressive Scan gewählt werden. 720p ist in 60 fps, 1080p in 30fps verfügbar.

Das interessanteste Feature dieser Karte ist mit Abstand die Aufnahme in 1080p full HD. Keine andere Karte auf dem Markt kann bisher zu einem so günstigen Preis diese Auflösung realisieren. Enorme Vorteile bringt Auch die Trennung von Gaming- und Aufnahmerechner. Hardwarelastige Spiele wie Battlefield 3 lassen sich mit Fraps oder ähnlichen Programmen zwar auf nur einem Rechner aufzeichnen, benötigen allerdings sehr viel Performance, was zu Ruckeln bei hohen Auflösungen führt. Mit dem Game Broadcaster HD übernimmt der Aufnahmecomputer diese Aufgabe und gibt Ressourcen für das Spiel frei.

Live Streaming funktioniert ebenso reibungslos und in hoher Qualität. Mit dem Adobe Flash Media Live Encoder lässt sich kinderleicht ein Stream für die gängigen Portale wie Justin.tv oder twitch.tv einrichten, Breitband-Internetzugang natürlich vorausgesetzt.

Insgesamt ist die Qualität der Aufnahmen auf einem sehr hohem Niveau und die Bedienung kinderleicht. Die Beispielvideos unten im Artikel geben einen Überblick über die Qualität in 1080p 30fps, sowie 720p 60fps.

 

Fazit:

Die AVerMedia Game Broadcaster HD ermöglicht Aufnahmen von Konsolen oder dem PC in 1080p HD in einer sehr guten Qualität. Das schafft aktuell sonst keine andere Box oder Karte auf dem Markt. Die einfache Bedienung, eine simpel gehaltene Software und der unschlagbare Preis machen die Game Broadcaster HD zur optimalen Lösung für Recording und Live-Streaming von Videospielen oder für Let’s play auf Youtube. Sehr empfehlenswert!

Plus:

  • Preis
  • Aufnahmen bis 1080p HD 30fps möglich!
  • hohe Qualität bei MPEG-2
  • viele Formate und Auflösungen wählbar
  • sehr einfache Bedienung der Software

Minus:

  • kein Profi-Modus für komplexe Einstellungen
  • ohne HDMI-Splitter leichte Verzögerung des Signals

Preis und weitere Infos:

 

 

Beispielvideo: 1080p 30fps

 

Beispielvideo 720p 60fps

FRISCH UND HEISS

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