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Kopfhörer

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Der Momentum Over Ear bekommt ein Update, und was für eines. Während sich beim Design kaum etwas geändert hat, wurden dem Kopfhörer die meisten technischen Neuerungen in einer sehr hohen Qualität hinzugefügt. Nicht nur verfügt der Momentum nun über Bluetooth sondern hat auch ein sehr gutes ANC an Board, das Sennheiser selbst Noise Guard nennt.

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Testübersicht

Zuerst gesehen habe ich den neuen Sennheiser Momentum auf der IFA 2015. Nun liegt er also auch auf meinem Schreibtisch und ich bin gespannt wie er sich gegenüber dem Vorgänger verbessert hat.

Noch immer ist das erwachsene, robuste und minimalistische Design geblieben. Die Kombination aus Leder, Metall und ein bisschen Plastik steht jedem Kopf. Die Materialien sind fein gearbeitet und fühlen sich sehr hochwertig an. Der Bügel ist leider wieder ohne Polster ausgeführt und drückt daher nach einiger Zeit etwas in den Kopf. Allerdings ist das verwendete Leder dafür sehr anschmiegsam und mit der sichtbaren Naht ein Hingucker. Die größenverstellbaren Metallbügelenden sind mit sichtbaren Schrauben am Metallscharnier gearbeitet. Die Ohrmuscheln haben ein zwar hartes Polster, allerdings passt sich das weiche Leder der Ohrform gut an und umschließt das Ohr vollständig. Der Tragekomfort ist dadurch sehr gut gewährleistet.

Die Bedienelemente wurden ebenfalls recht dezent versteckt. Lediglich ein kleiner Schalter, eine Lautstärkenwippe und die Anschlüsse für microUSB (zum Laden) und den oprionalen 3,5mm Klinkenanschluss, sind auf der Rückseite sichtbar.

Der Lieferumfang ist mit der gewohnten großen Stofftasche, einem 3,5mm Klinkenkabel, einem Micro USB Kabel sowie einem Flugzeugadapter, vollständig.

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Technische Komponenten

Technisch bietet der Momentum Wireless einiges, aber nicht alles. Und das ist wohl bewusst so gewählt. Es gibt keine Touch-Steuerung am Kopfhörer selbst, was ich persönlich gut finde. Diese Steuerungen sind einfach noch nicht ausgereift genug und funktionieren häufig nicht gut genug. Dafür gibt es allerdings die Möglichkeit der Lautstärkenregelung über die kleine Lautstärkenwippe. Die funktioniert wirklich hervorragend. Zudem wird man sich zu Beginn fragen, wo der Schalter für das ANC hin ist. Den gibt es nämlich schlichtweg nicht. Sennheiser hat das Noise Guard genannte ANC nämlich so gestaltet, dass quasi dauerhaft an ist. Jedoch ist es ein Hybrid, der sich nur merkbar einschaltet, wenn auch wirklich Außengeräusche zur Unterdrückung vorhanden sind. Bin ich in einem komplett stillen raum so nehme ich auch keine Geräuschunterdrückung war.
Ist es allerdings sehr laut draußen, so werden die Außengeräusche unterdrückt und man vernimmt auch das ganz leichte Rauschen der Geräuschunterdrückung. Dieses nur sehr sehr leicht hörbar und auch nur wenn man sich ganz genau darauf konzentriert. Beim Philips shb9850nc, der natürlich auch preislich in einer ganz anderen Liga spielt, ist das Rauschen beispielsweise wesentlich präsenter.

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Noise Guard bekommt hier definitiv einige Pluspunkte. Es funktioniert hervorragend, und könnte nicht einfacher zu nutzen sein, da der Kopfhörer die Intensität selbst auswählt. Wer angst hat, dass dies zu Lasten der Akkulaufzeit geht, dem sei gesagt, dass der Momentum um die 22 Stunden Spielzeit aushält. Das ist genug um auch den längsten Tag zu überstehen.

Bluetooth machte im Test ebenfalls keinerlei Probleme. Das verwendete aptX Protokoll macht sich dazu noch gut für hochqualitative Audioübertragung.

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Klang – Die Mischung macht’s

Sennheiser hat den Momentum dieses Mal noch ein wenig offener abgestimmt, als er das zuvor schon war. Er klingt tatsächlich weniger nach einem geschlossenen Kopfhörer, der gerade in den Tiefen einiges an Druck aufbaut, sondern erinnert an einen offen gebauten Hörer. Dadurch ist das gesamte Hörerlebnis auch wenig aufdringlich. Das Gleiche gilt übrigens für höhen und Mitten, die ebenfalls sehr offen und wenig gedrungen klingen.

Insgesamt gehört der Momentum allerdings trotzdem zu den Vertretern eines geschönten Hi-Fi Klangs. Das möchte ich in der am wenigsten möglichen abwertenden Form sagen. Es liegt einfach eine Betonung auf den Mitten, die sich in Richtung der oberen Mitten zieht. Diese lässt die Stimmen etwas präsenter und den Klang wärmer und eindringlicher wirken, nimmt allerdings auch ein wenig der hohen Brillanz heraus.

Die Höhen sind wir gewohnt sehr klar und brillant. Auch feine Klänge kommen noch mit großem Detailvolumen beim Hörer an. Nicht ganz so klar wie es bei Studio Kopfhörern der Fall wäre, aber in einem sehr guten maß. Wie bei Sennheiser Kopfhörern typisch, sind die Höhen auch durchaus präsent. Das mag einigen Leuten auch schon etwas zu aufdringlich sein, jedoch findet man das am besten selbstständig heraus.

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Die Mitten sind wie schon gesagt etwas betont und dem entsprechend nicht ganz neutral. Trotzdem ist das Detaillevel hoch. Auch Nuancen werden gut abgebildet. Jedoch finde ich, dass gerade Stimmen noch etwas natürlicher wirken könnten. Das ist wohl der, wie schon oben erwähnt, etwas weniger glasklaren und super brillanten Abstimmung geschuldet. Dadurch klingt´s eben etwas weicher.

Die Tiefen ordnen sich sehr gut in dieses stimmige Klangbild ein. Der Momentum Wireless Over Ear ist kein Bassmonster. Der erzeugte Bassdruck gleicht mehr einem offenen Kopfhörer. Das heißt die Tiefen sind etwas zurückhaltender abgestimmt, haben aber trotzdem noch den vollen klanglichen Umfang und sehr gutes Detaillevel. Auch hier fällt wieder die etwas weichere Abstimmung auf, die sich durch da Klangbild zieht.
Zusammenfassend passt die klangliche Performance sehr gut zum Gesamtkonzept. Den Momentum Wireless ziehe ich auf, wenn ich im lauten Umfeld meine Ruhe haben, und trotzdem meine Musik genießen möchte. Dass diese dann nicht mit 1000Watt Vollgas aus dem Kopfhörer dröhnen sollte, ist wohl klar. Deswegen passt diese Mischung aus offen klingendem Kopfhörer ohne messerscharfe Darstellung der Details für mich sehr gut zusammen.

Sennheiser Momentum 2.0 Around Ear Wireless Headset schwarz

Price: EUR 369,00

4.1 von 5 Sternen (126 customer reviews)

6 used & new available from EUR 310,99

 

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Während ich den Testbericht zum Jabra Vega schreibe, sitze ich im Cafe und höre Tupac bei einem Muffin und einem Flat White. Ich weiß, es ist Berlin, es sollte ein Chai Latte mit Bio Soja Milch sein. Plus Glutenfreier Cookie. Aber das ist ein anders Thema. Ich hab heute einen langen Tag in meinem Büro hinter mir und muss mal raus. Also ab ins Cafe und noch ein paar Stunden arbeiten. Das Problem an diesen Orten ist nicht der teure Kaffee und die Muffins, die eigentlich so gar nicht in meinen Speiseplan passen. Es ist die durchgehende Lautstärkenbelastung, die es schwierig macht sich zu konzentrieren. Perfektes Testterrain für den Jabra Vega. Der hat nämlich aktive Geräuschunterdrückung an Board. Sonst gibt es allerdings zum Preis von knapp 150€ keine weiteren Extras wie Bluetooth oder Gestensteuerung. Dafür aber eine oberklasse Verarbeitung. Hier ist also mein Erfahrungsbericht.

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Äußerlichkeiten

Der Jabra Vega verdient die Würdigung „hochwertig“. Der Kopfhörer ist aus wertigen Materialien gebaut. Bügel aus Aluminium, weiches Gummipolster am Kopfband, sehr große, aber nicht allzu dicke, ohrumschließende Ohrpolster. Zwar ist der Vega kaum klappbar (nur die Ohrmuscheln drehen sich ein), jedoch ist er dadurch nochmal stabiler, als es die Metallkonstruktion eh schon hergibt. Da wackelt nix.

Das Design des Vega gefällt mir sehr gut! Er ist groß, allerdings wohlgeformt. Die Kombination aus Schwarz und Grau ist nicht besonders auffällig, dafür ist es das rote stoffummantelte Kabel aber umso mehr. Der kleine Farbklecks, der mehr Style aus dem Kopfhörer raus holt. Sportlich schick fasst es wohl zusammen.
Trotz der etwas härteren Ohrpolster sitzt der Vega sehr angenehm auf dem Kopf und hat mir zu keiner Zeit Druckschmerz bereitet. Nach ein paar Minuten auf dem Kopf werden die Polster auch etwas weicher, auch wenn der Anpressdruck schon ein bisschen höher ist als bei weich sitzenden Kopfhörern. Auch nicht bei längeren Hörsessions. Das liegt einerseits an den sehr gut verarbeiteten Gelenken des Bügels, aber auch an dem geringen Gewicht.

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Das ANC

Um nutzbar zu sein, muss die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) für mich zwei wichtige Punkte erfüllen: Erstens, sie darf nicht durch fipsen oder Brummen auffallen. Zweitens, sie muss genug Abschirmung bieten, dass ich das Gefühl habe in meinem Tunnel von Ruhe zu sein, auch wenn es um mich herum laut ist.
Katze aus dem Sack: Das ANC vom Vega gehört klar zu den besseren und spielt auf Bose Niveau.

Die passive Geräuschisolierung des Kopfhörers ist zwar nur ganz okay, da kommt schon noch einiges durch. Das macht aber das ANC sehr gut wett. Schaltet man das ANC über den kleinen Schalter an der Außenseite des Kopfhörers ein, so filtert die Technik einen großen Teil der dauerhaften Geräusche heraus. Das gilt erstaunlicherweise auch für tiefere Töne. Fahren in Bus und Bahn, und das Sitzen im Geräuschbelasteten Cafe wird dadurch deutlich ruhiger! Zudem arbeitet das ANC sehr sauber. Selbst ohne aktive Musik ist kein Fipsen oder Brummen zu hören, wie das bei günstigeren Modellen öfters der Fall ist. Sehr gut!

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Aber Jabra: Wieso habt ihr denn ein Batteriefach, statt eines Akku in den Vega eingebaut? Ja genau, eine AAA Batterie versorgt den Vega mit Strom. Ausgetauscht wird die unter einer Klappe an der rechten Ohrmuschel. Das war in 2010 noch okay, ist aber heute wirklich nicht mehr Stand der Dinge. Die Batterie hält 30-35 Stunden Spielzeit durch. Das ist nicht die Welt. Wer den Vega will, sollte also über einen AAA Akku und Ladegerät verfügen. Sonst wird das mit den Batterien teuer. Ein Vorteil an der Konstruktion ist natürlich die Wechselbarkeit des Akku bzw. der Batterie. Nach zwei Jahren haben Akkus meist 50% ihrer Kapazität verloren. In gewöhnlichen Kopfhörern lassen sie sich fast nie austauschen. Also hat das so sein Für und Wieder.

Klang

Klanglich ist der Vega nur bei eingeschaltetem ANC ernst zu nehmen. Ist das ANC ausgeschalten, verliert er einen sehr großen Teil der Tiefen. Man sollte also sicher stellen, dass die Batterie voll ist, bevor man ihn mitnimmt.
Bei aktiviertem ANC gefällt mir der Klang dann aber ect gut! Das Klangbild ist vor Allem sehr ausgewogen. Die Tiefen sind satt, aber zu keiner Zeit übertrieben. Die Höhen sind zwar im leisen Raum ein bisschen hell, in Lärmbelasteten Umgebungen merkt man das aber nicht mehr. Stattdessen wird der Klang ein bisschen klarer und die Höhen verlieren nicht an Definition. Passt also zur Auslegung des Kopfhörers. Die Mitten sind neutral abgestimmt, klatschen einem also nicht so stark ins Gesicht, wie das bei anderen „modern“ abgestimmten Kopfhörern und Hi-Fi Lautsprechern gern mal der Fall ist.

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Wie gesagt, ein ausgewogenes, freundliches, warmes und wenig aufdringliches Klangbild.
Das Detailniveau der Wiedergabe und die Natürlichkeit in den Mitten könnte noch eine Spur höher sein. Beide sind absolut gut, kommt aber eben nicht ganz an die Brillanz und Feinheit anderer Kopfhörer ohne ANC in dieser Preisklasse heran. Gerade Enthusiasten klassischer Musik werden den Vega eventuell etwas flach finden, und zu ihrem Beyerdynamics auf dem Sofa zurücksehen. Kleiner Scherz.

Im direkten Vergleich mit „Dem unaussprechbaren“: Philips SHB9850NC (Link zum Test):
Der Philips ist vollgepackter mit Features, hat Bluetooth, Akku und Gestensteuerung an Board. Dafür ist der Jabra Vega viel, viel besser verarbeitet und sitzt angenehmer auf dem Kopf. Zudem hat er das bessere Design und das bessere ANC. Preislich liegen beide etwa gleich, was hier nur euch zugute kommt. Ihr könnt entscheiden worauf ihr mehr wert legt und entsprechend euch einen dieser beiden echt guten Kopfhörer holen.
So der Kaffee ist alle, der Muffin im Bauch. Zeit für ein Fazit und ein paar Sterne.

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RHA stellt außergewöhnliche In-Ear Kopfhörer her. Nicht umsonst hat die Firma damit großen Erfolg. Die Hörer sind qualitative sehr hochwertig verarbeitet, mit ziemlich uminium

lem ausgestattet, was man sich wünschen könnte und klingen richtig gut. Umso gespannter bin ich, euch hier jetzt den neuen RHA T20i bzw. T20 (der sich nur durch die Fernbedienung für iOS unterscheidet) im Test vorstellen zu dürfen. Soviel sei verraten: Sie haben enorm viel zu bieten!

 

Der RHA T20i in der Übersicht

Es gibt so über diese In-Ear Kopfhörer zu sagen, das ich kaum weiß wo ich anfangen soll. Äußerlich erinnern die Over-Ear geführten Ohrstöpsel an In-Ear Monitore. Das Gehäuse ist sehr aufwändig aus Rostfreiem Stahl gefertigt und hat spürbares Eigengewicht. Robust, edel und definitive ganz anders als gewöhnliche In-Ear Kopfhörer Modelle. Die über das Ohr geführten Kabel sind mit einer Metallspirale versehen und können so genickt werden, dass sie sich so ziemlich jeder Form des Ohres anpassen.

Die Kabel des T20i sind sehr dick geraten. Das gilt vor allem für das absteigende Kabel. Ebenfalls das Verbindungselement aus Rostfreiem Stahl  ist recht dick und die Kabellänge recht lang. Der 3.5mm Klinkenstecker ist da keine Ausnahme. Klar, auch hier Rostfreier Stahl, was sich sehr hochwertig anfühlt und es auch ist. Jedoch steht zusätzlich noch eine Feder ab, die den Stecker noch größer macht. Ich habe aber auch von meinem Kontakt bei RHA gehört, dass die Kunden genau dieses haptische Gefühl von „Was in der Hand“ lieben. Ist wohl Ansichtssache. Ich kann beide Standpunkte nachvollziehen.

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Am rechten Ohrstöpsel baumelt die, im Vergleich zum T10i, wesentlich unauffälligere Fernbedienung mit Mikrofon. Die Taten wurden stark verbessert und fühlen sich jetzt wesentlich wertiger an. Der Druckpunkt ist allerdings schwächer geworden, was mir nicht negativ auffällt. Die Fernbedienung wirkt wie aus einem Guss und ist etwas schlanker geworden.

Als sei das noch nicht genug, so sind auch wie beim T10 beim T20 wieder Audio Filter im Lieferumfang enthalten. Diese können auf den Ohrstöpsel Körper aufgeschraubt werden. Drei Paare sind dabei. Ein neutrales, eines das die Höhen etwas anhebt und eines für die Erhöhung der Tiefen. Die Anhebungen sind allerdings sehr sachte. Dadurch lässt sich der Klangcharakter tatsächlich noch leicht anpassen, was sehr hilfreich ist! Klangeindrücke sind nun mal Geschmacksache und kleine Änderungen können schon große Auswirkungen haben.

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Die Filter passen übrigens perfekt in das sonstige Design-Konzept. Auch sie sind aus Rostfreiem Stahl mit feinen Design Finessen auf der Oberseite. Selbst ein Dichtungsring ist dabei. Da passt einfach alles.

Um den Lieferumfang zu komplettieren ist eine Tasche, sowie ein Clip zur Befestigung n der Kleidung enthalten. Das Repertoire an Aufsätzen zählt ganze 10! Paare. 6x Silikon in verschiedensten Größen und doppelter Ausführung, 2x Doppel Silikon für tiefere Versenkung im Gehörkanal und 2x Memory Foam Aufsätze für maximalen Abschluss vor Außengeräuschen.

Hab ich nichts vergessen? Ach ja, drei Jahre Garantie gibt es oben drauf. Ich glaube das war es jetzt aber. Ja der erste Eindruck stimmt – Diese In-Ear Headphones haben EINIGES zu bieten!

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Tragekomfort und Einsatz

Die T20i tragen sich wirklich gut. Die Ohrstecker sitzen von alleine schon sehr gut im Ohr und stehen auch kaum aus diesem heraus. Ich würde sogar sagen, dass sie sehr gut aussehen. Man sieht sofort, dass der Träger es mit seiner Musik etwas ernster nimmt. Die Kabelführung über das Ohr ist zudem sehr bequem, da sie das Gewicht des Kabels auf das Ohr verteilt, statt den Stecker punktuell heraus zu ziehen.

Positiv anzumerken sind auch die niedrigen Kabelgeräusche. Reibung des Kabels an der Kleidung wird kaum hörbar übertragen. Das ist ein Schwachpunkt vieler anderer Modelle und stört den Hörgenuss.

Die Abschirmung vor Außengeräuschen ist durchschnittlich gut. Etwas Dämpfung ist da, super dicht machen die T20i aber auch nicht.

Insgesamt sind diese In-Ears super zum Reisen, Pendeln, Bus Bahn usw. geeignet. Joggen gehen wäre wohl auch noch drin, das ist aber eher nicht ihr Einsatzgebiet. Außerdem wäre das ein klarer Fall von „Perlen vor die Säue“.

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Klangeindruck: Wie klingt der T20i?

Ich muss zugeben, dass ich mich beim Schreiben dieses Artikels ganz schön von den T20i habe ablenken lassen. Das beschreibt auch den Klangcharakter dieser In-Ear Kopfhörer ganz treffend. Sie schaffen es den Zuhörer einfach in die Musik eintauchen zu lassen und ihn voll in den Bann der Klänge zu ziehen. Das hört sich jetzt gedichtet an, ist aber wirklich eine gute Art den Klang zu beschreiben.

Nicht ganz unverantwortlich dafür ist das Dual Coil Driver Design der Treiber RHA T20i. Auf einer Membran sind dabei zwei Spulen angebracht, die verschiedene Frequenzen ansprechen. Dadurch entsteht eine sehr hohe Klarheit und Trennung zwischen den einzelnen Frequenzen. Das hört sich extrem gut an.

Die Höhen sind etwas weniger präsent als der Rest der Frequenzen und sind auch etwas weniger brillant. Das Detail Level würde ich ebenfalls als mittel einstufen. Bei komprimierten Crash-Becken fangen die Höhen auch schon mal an zu schwimmen und matschen etwas. Das heißt aber nicht, dass sie schlecht klingen. Dieser Charakter passt sehr gut in das sonstige Klangbild der In-Ears. Ich will nur klarstellen, dass es sich hier nicht um Analytiker Kopfhörer handelt. Nur mit komprimiertem Rock tun sie sich etwas schwer. Dafür stellen sie andere Musikrichtungen extrem genial dar.

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Die Mitten sind wirklich sehr gut geraten. Sie haben leichte Betonung auf den oberen Mitten und wirken dadurch sehr offen und klar. Zudem ist das Detaillevel sehr hoch. Sie ziehen einen einfach in den Bann und Stimmen stehen wirklich sehr schön im Klangbild. Auch elektronische Gitarren haben einen dermaßen fetten und differenzierten Sound, dass sich schon mal die Haare aufstellen. Ich finde jedoch, dass sich die Mitten auf mittlerer Lautstärke am besten anhören. Auf hohen Lautstärken werden Zischlaute manchmal etwas stark betont. Das ist aber abhängig vom Musikstück.

Die Tiefen sind eine Wucht! Der Tiefgang und die Breite des Bass ist sehr gut! Auch matschen die Tiefen keinenfalls zusammen sondern sind sehr schön separiert. Das liegt wohl wieder am Dual Coil Driver, der diese Schwingungen einzeln besser darstellen kann. Der Attack ist ebenfalls sehr flott. Ich habe hier wirklich nichts zu bemängeln. Selbst wenn man sehr fette Bässe mag, gibt es ja noch den Filter dafür.

Test zum RHA T10i – Mit Audiofiltern

RHA T20i High Fidelity geräuschisolierende DualCoil™ In-Ear-Kopfhörer mit Fernbedienung und Mikrofon

Price: EUR 239,95

4.2 von 5 Sternen (35 customer reviews)

1 used & new available from EUR 239,95

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Das ist eine Harte Nuss! Der JAM Transit City, heute hier im Test, nimmt den Mund ganz schön voll. Over-Ear Kopfhörer Design, Bluetooth UND aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Canceling ANC) zu einem Preis von unter 150€. Das ist Oberklasse Ausstattung, die ich in dieser Preisklasse noch nie angetroffen habe. Selbst Günstige Wireless Modelle wie der Teufel Airy oder der Urbanears Plattan ADV Wireless liegen um 150€, ohne ANC. Ist der JAM Transit City Wireless also ein Preisbrecher oder wurde hier eventuell an einigen Stellen zu viel gespart? Das finden wir in diesem Testbericht heraus.

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Test Übersicht

Der Kopfhörer sieht schwerer aus, als er das ist. Er ist sehr leicht, was an der Materialverwendung liegt. Hier ist alles aus Plastik und Gummi. Einzig die Scharniere sind Metallverstärkt. Alles fasst sich etwas wenig wertig an und wirkt einfach nicht ganz bis zum Ende ausgereift. Das glänzende Plastik auf der Außenseite ist noch ganz schick, wird aber sicher Kratzer anziehen.

Eher schlechter Geschmack sind die, in mattem Industrieplastik eingelassenen, Seitenteile inklusive des Bedienelementes an der Seite. Lautstärke und Track Auswahl lassen sich über die Knöpfe bedienen, deren Druckpunkt allerdings um einiges zu hart ist. Man drück sich den Kopfhörer schon ein ganzes Stück ans Ohr heran, um mal lauter zu machen. Gar nicht in den sonstigen Design-Stil passen die Knöpfe für Bluetooth Pairing und ANC. Denen fehlt zudem jegliche Beschriftung oder Kennzeichnung, die auf ihre Funktion schließen lässt. Immerhin leuchten sie in verschiedenen Farben auf. Darüber hinweg gesehen ist er aber von der puren Form her recht stimmig.

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Tragekomfort, ANC, Bluetooth

Der Bügel ist nur leicht gepolstert, erfüllt aber seine Funktion ganz okay. Ohrmuscheln können geklappt werden, sodass der Kopfhörer kleiner wird und in die mitgelieferte Tragetasche passt. Angeschlossen werden kann übrigens auch ein 3,5mm Klinkenkabel für direktes Hören. Der Akku im Gerät selbst soll 12 Stunden durhalten. Das würde ich mal unter Einsatz von Bluetooth und ANC auf ca. 6-8 Stunden herunterkorrigieren. Immer noch okay.

Die Ohrpolster sind zwar ausreichend weich und sitzen ganz angenehm, allerdings fehlt es ihnen etwas an Durchmesser. Dadurch drückt die unterliegende Plastikplatte ein bisschen gegen mein Ohr. Das stört nicht sofort, kann bei längeren Hörsessions jedoch auffällig werden.

Die passive Isolierung vor Außengeräuschen ist ausreichend, allerdings nicht besonders hoch.

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Die aktive Geräuschunterdrückung hat so ihre Macken. Zuerst einmal ändert sie den Klang des Kopfhörers kein bisschen, was selbst teurere Modelle oft nicht hin bekommen. Dafür ein Pluspunkt. Abzug gibt es aber für die deutlich hörbaren Fragmente bei der Audioübertragung (leises Pipsen) und das deutlich hörbare Rauschen in der Stille. Beides fällt nicht mehr auf sobald einmal Musik läuft. Es verrät aber, dass hier ein günstiges Modul zum Einsatz kommt. Die Leistung ist ebenfalls eher mittelmäßig. Einige Störgeräusche werden ganz gut herausgefiltert beispielsweise das laute Surren eines Laptop Lüfters. Sind die Geräusche jedoch lauter oder undifferenzierter, kommt der ANC Chip schnell an seine Grenzen. Meilen ist es ebenfalls entfernt von der überragenden Leistung des Philips Fidelio NC-1.

Bluetooth ist okay. Hier gibt es nichts zu bemängeln, jedoch auch nichts zu preisen. Die Verbindung ist stabil, der Empfänger jedoch nicht überempfindlich und sollte sich daher in Nähe des Smartphone befinden.

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Klangqualität

Hier setzt sich das mittelmäßige Bild fort. Ich weiß nicht wer diesen Kopfhörer abgestimmt hat, jedoch scheint die Person nicht viel von Musik verstanden zu haben. Oder er wurde absichtlich für Bassverrückte Kids abgestimmt.

In der Standardeinstellung sind die Tiefen deutlich überhöht, was natürlich zu knüppelnden Bässen führt und gerade bei Hip Hop erst mal Eindruck schindet. Allerdings ist der Detailgrad in den Tiefen eher niedriger. Gerade bei Rock fällt das stark auf. Fett aber nicht besonders detailreich.

Die Mitten stehen im Klangbild deutlich hörbar zurück. Ihnen fehlt ebenfalls etwas Detail und sie klingen nasal.

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Die Höhen stehen interessanterweise auch sehr betont im Klangbild, kommen aber durch die Fetten Tiefen noch recht ausgeglichen rüber. Ticks und Percussions sind schon deutlich hörbar, wirken aber nicht spitz.

Nicht so gut kommt der Kopfhörer mit hoch komprimierter Musik klar. Einfacher mit Electro und Hip Hop. Er neigt dazu die anspruchsvolle und komprimierte Musik zu verwischen, und gerade in den Tiefen alles in einem Matschigen Brummen untergehen zu lassen.

Hier mal der Screenshot meiner Equalizer Einstellung des Kopfhörers. Mit dieser recht simplen Kalibrierung konnte ich schon einiges mehr an Klangqualität heraus holen. Daher auch der Einwand zur Abstimmung am Anfang.

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Es scheint als sei die Auslegung aber eben bewusst auf die Bassintensiven Hörer zugeschnitten, die es mit den Details in der Musik nicht so ernst nehmen.

Zum Test des Plattan ADV Wireless (Hat mehr style, klingt etwas besser, kein ANC)

Zum Test des Teufel Airy (Kein Styler, aber klangstark, kein ANC)

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Phiatons Chord MS530 hat uns im Test ziemlich positive überrascht. Grund genug auch einen Blick auf den Designer Kopfhörer Phiaton Bridge MS 500 zu werfen. Der ist etwas günstiger, allerdings auch mit etwas weniger Features ausgestattet, als der große Bruder.

 

Übersicht

Der Phiaton Bridge MS 500 Kopfhörer hat nicht umsonst einen Design Award abgeräumt. Er fällt durch ein markantes, aber trotzdem stilvoll leichtes Design auf. Die bekannte Farbkombination von Schwarz, Rot und Silber wurde hier ebenso schön wie beim MS 530 umgesetzt. Auffällig genug, stilvoll genug, jung genug. Besonders gut gelungen ist der Bügel mit den dünnen, silbernen Stäben. Diese lassen sich über Raster ein- und ausfahren. Das habe ich so noch nicht gesehen, sehr schön.
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Allerdings hat der Kopfhörer einiges an Speck liegen lassen. Der MS 500 ist wesentlich leichter. Hier wurde mehr leichtes Plastik verbaut, das hochwertiger aussieht, als sich anfühlt. Vermeidliche Metallelemente sind dann doch aus Plastik, beispielsweise die Steckelemente der Kabel. Gewichtsvorteil oder Materialnachteil. Das ist wohl Auslegungssache. Worüber sich jedoch nicht diskutieren lässt ist die leicht wackelige Befestigung der Ohrmuscheln. Da bin ich mir nicht so sicher wie lange diese halten wird, zumal die ebenfalls aus Plastik ist.

Der Bügel lässt sich zum Verkleinern des Kopfhörers klappen. Der Bügel selbst ist zwar kaum gepolstert, wirkt durch das verwendete Kunstleder aber trotzdem sehr angenehm auf dem Kopf. Gleiches gilt für die recht weichen und angenehmen Ohrmuscheln. Ich würde den Kopfhörer als eine Mischung zwischen On-Ear und Over-Ear bezeichnen. Die dreieckige Ohrmuschel verteilt den Druck eher auf die Außenseite des Ohres. Außerdem ist die Auflagefläche groß und zieht sich weit nach unten. Auch bei längerem Hören stellte sich bei mir daher kaum Irritation am Ohr ein.

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Im Lieferumfang sind zwei rote, stoffummantelte Kabel und eine Transporttasche enthalten. Die Kabel können an beide Seiten des Kopfhörers mit Mico-Klinke angeschlossen werden. Der Stecker sitzt recht fest und wird wohl nur in seltenen Fällen raus fliegen. Der 3,5mm Klinkenstecker gefällt mir zugegebenermaßen nicht ganz so gut. Er passt zwar in das Designmuster, ist allerdings dadurch auch recht groß geraten. An einer der Fernbedienungen ist noch eine 1-Knopf Fernbedienung + Mikrofon verbaut. Universales Headset also. Lautstärke regeln ist aber nicht drin.

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Klang

Auch wenn das Design wichtig ist, so ist es vor allem der Klang, der uns bei Media-Mixture interessiert. Der Phiaton klingt, wie die Überschrift vermuten ließ, sehr weich und trotzdem voluminös. Er ist aber mit Sicherheit kein audiophiler Detailkönig. Das muss aber auch nicht unbedingt sein.

Seine Stärken liegen eben in angenehmem, sanftem Hören. Wenn ich hier im Folgenden also einige Einschränkungen aufzeige, so sollten diese immer im Kontext dieser Abstimmung gesehen werden. Wichtig ist, dass ihr herausfindet, ob ihr einen solchen Klang eher schätzt, oder eher ablehnt. So ein bisschen wie ein Partnerschaftstest. Lange Haare, Heavy Metal Fan und Nietengürtel kann einem gefallen, muss es aber nicht.

Die Höhen stehen im Klangbild ähnlich wie beim MS 530 etwas zurück. Nicht, dass sie nicht hörbar und detaillos wären. Jedoch stehen sie im Klangbild hörbar hinter den Mitten und Tiefen zurück. Ein Becken-Solo des Schlagzeugers lässt etwas an seiner Brillanz vermissen und klingt ebenfalls ein bisschen blechern. Manche werden diese klangliche Abstimmung allerdings begrüßen. Die Höhen stehen einem dadurch nicht scharf im Ohr, sondern seuseln sich so seicht in das Klangbild hinein.

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Die Mitten sind in Abwesenheit von intensiven Tiefen sauber und deutlich. Auch sie sind eher sanft und samtig gemischt. Detaillevel ist trotzdem gut vorhanden. Gerade harten E-Gitarren wird etwas die Härte genommen. Stimmen wirken jedoch für meinen Geschmack etwas flach und könnten etwas mehr Lebendigkeit vertragen. Auch wirken die Mitten etwas eng, was jedoch wieder zu dem eher sanften Klangbild passt.

Die Tiefen nehmen einen breiten Teil des Klangbildes ein. Sie sind ebenfalls eher sanft, das heißt sie haben keinen flotten Attack und sind etwas brummig in den Tiefen. Eine Bass Drum beispielsweise fegt einem nicht so sehr den Staub aus den Ohren, sondern sortiert sich eher in ihrer Intensität direkt neben der Bassgitarre ein. Auch schwingen die Tiefen eher langsam ab, was zum breiteren Bassfundament beiträgt.

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Was ist der Phitation MS-500 also? Ich würde sagen ein sanft klingender Designer. Er ist kein Detailkönig im Klang, jedoch lässt es sich sehr lange angenehm mit ihm hören. Abgeschirmt vor Außengeräuschen wird ebenfalls mittelmäßig. Ein klarer Reisekopfhörer ist er aber auch nicht.

Testbericht zum Phiaton Chord MS-530 hier:

Aktueller Preis und mehr Infos:

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TENTO Engineerings Porta DAC ist ein sehr ernstzunehmender DAC mit Kopfhörer Verstärker aus der gerade erst gegründeten Schmiede von Tento. Aus einigen Quellen weiß ich, dass die Jungs bei Tento allerdings schon eine ganze Weile am Porta DAC arbeiten, und dies nicht etwa die nächste aus China importierte Billigversion eines vermeidlich hochwertigen DAC ist. Anders als bei den sonstigen Tests gebe ich euch hier nur kurz einen Überblick über die Features und komme später darauf nochmal zurück. Denn hier geht es zuerst einmal um den Klang des Gerätes.

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Der Porta DAC ist ein mobiler Multiband-Digital-Analog-Wandler für Tonsignale. Eingänge in den Porta DAC sind Coax (digital) über einen Adapter sowie USB, Optisch und Bluetooth (mit aptX für 50€ Aufpreis). Ausgänge sind Line Out oder der 3,5mm Kopfhörerausgang an der Vorderseite. Dort lassen sich auch die Quellen umstellen, das Gerät ausschalten und die Lautstärke über einen weit vorstehenden Lautstärkenregler beeinflussen.

Eine große Besonderheit bei diesem DAC ist der eingebaute Li-Ion-Akku, der den Tento porta DAC über einige Stunden (abhängig von der Leistung) mit genug Energie versorgt um ohne Stom Anschluss ein optisches, Bluetooth oder Coax Signal zu wandeln und zu verstärken. Der Porta DAC ist also ausdrücklich für den mobilen Einsatz und für Nutzer mit sehr hohen Ansprüchen an Klangliche Exzellenz ausgelegt.

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Diese Ansprüche bedient er auch in vollem Umfang. Und das mit einigen sehr charakteristischen und interessanten klanglichen Finessen.

Vorab noch ein Wort zu dem AD1866 dual 16-bit DAC mit einem R2R Netzwerk. Das ist ein Chiparchitektur, die schon sehr lange auf dem Markt ist und wesentlich aufwändiger zu produzieren ist als die neueren Chipsets und auch klanglich einige interessante Eigenschaften hat. Bevor jetzt jemand rum schreit: Der DAC schließt an einen 24 Bit Receiver an, kann also auch volle 24 Bit unterstützen.

Ich habe den Porta per USB Verbindung abgehört. USB soll laut Tento etwas härter klingen als der Coax oder optische Eingang.

Der Porta DAC klingt ausgesprochen detailreich und liebt die dezente Wiedergabe von Finessen in Musikstücken. Er ist kein Analytiker und will das auch gar nicht sein. Er zeichnet die Klänge allerdings auch alles andere als weich und warm. Er ist irgendwo in der Mitte dieser beiden Extreme. Sein Terrain ist das mobile High-End Hören auf der Couch, vor dem eigenen Receiver oder am Computer. Anspruchsvoller Klang der nicht zu scharf im Ohr liegt.
Die Höhen offenbaren schon die erste interessante Charakteristik: Einen sehr scharfen Low-Cut. Die Höhen fallen bis zu ihrem Cutoff bei 20kHz recht steil ab, was zu einer etwas dezenteren Höhendarstellung führt. Die höhen sind weniger Aggressiv und kleben nicht so sehr im Ohr, sondern stehen deutlich genug im Raum, werden aber nicht hochbetont. Das beeinflusst aber keinesfalls die sehr klare und detailvolle Wiedergabe der Höhen. Selbst feinste Klänge werden noch sehr definiert abgebildet. Besonders gefällt mir hier die Textur der Höhen, die wirklich sehr scharf aber trotzdem eben nicht störend oder analytisch wirkt.

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Die Mitten sind ebenfalls sehr durchsichtig und detailverliebt, stehen allerdings eher neutral im Klangbild. Übermäßige Betonung der Mitten sind hier nicht zu finden. Stimmen stehen dadurch nicht so präsent im Klangbild wie wir das Von Hi-Fi Ausgelegten Geräten eher gewohnt sind. Außerdem sind die Mitten eher weit weg von samtweich, eher sind hier auch feine Ungereimtheiten in der Aufnahme und verschiedene Mikrofoncharakteristiken gut heraushörbar. Die Textur ist sehr fein.

Die Tiefen haben mich sehr überrascht. Meine Güte was für ein Attack und Detailreichtum. Die Tiefen bieten zwar kein allzu fettes Bass-Fundament allerdings ist das auch gar nicht die Auslegung des Tento. Stattdessen sind sie aber sehr satt und enorm definiert. Es lassen sich mal wieder Schwinggeräusche und Differenzierungen in den Oszillationen heraushören, die bei so vielen anderen DACs (auch den teureren) in einen brummigen Matsch vermischen und dann den Bass ausmachen. Stattdessen ist der Attack eben blitzschnell und bläst einem die wohldefinierten Anschläge nur so um die Ohren. Ist schon ein enormer Spaß damit zu hören! Zugegeben hätte ich mir einfach noch ein bisschen mehr Breite gewünscht. Die Tiefen klingen eben etwas enger und nicht so schön breit raumfüllend. Das mag allerdings ein Kompromiss zwischen möglicher Breite der Tiefen und dem Detailreichtum sein. In diesem Fall ist der Detailreichtum natürlich interessanter.

Also klanglich zählt der Tento Porta DAC in jedem Fall zu einem der besten, die ich bisher so gehört habe. Er hat schon seine Charakteristiken, diese machen aber enormen Spaß und bilden insgesamt einfach ein sehr detailreiches und interessantes Klangbild ab mit dem ich sehr gerne gehört habe. In sofern wird er hier sicherlich noch diverse Male zum Einsatz kommen und sicherlich als Referenz für Kopfhörer und weitere DACs gelten.

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Nun noch ein paar Worte zum Porta DAC selbst. Das Gerät ist trotz eingebautem Akku und der aufwändigeren Technik noch portabel und mit unter 200g Gewicht sehr leicht. In die Tasche passt er noch so grade, wenn es denn muss. Das Alumiumgehäuse wirkt außerdem sehr robust, auch wenn es aussieht wie ein Plastikgehäuse. Alles versprüht einen selbst gebastelten Charme mit den deutlich sichtbaren schrauben, dem großen Lautstärkenregler, dem kleinen Nippel Schalter zum Einschalten und den deutlich vorstehenden LEDs. So ein bisschen wie die alten selbst gebauten Verstärker meines Vaters in der Garage. Puristisch eben. Rein Äußerlich würde jedoch wohl niemand das Preisschild von 599€ auf diesen Verstärker kleben.

Im Lieferumfang enthalten sind übrigens die eventuell benötigten Adapterkabel für Coax und Line-Out sowie USB Kabel.
Dieser DAC / Kopfhörerverstärker wird durch seine sehr einzigartige Ausstattung mit so vielen Inputs bestimmt seine sehr spezielle Kundengruppe finden. Ich denke allerdings, dass die Integration von Bluetooth in das Gerät eher ein „Nice to Have“ ist, da über Bluetooth zwar möglicherweise die volle Bandbreite zur Verfügung steht, jedoch Sender dieser Signale häufig quäkige Smartphones sind. Wer allerdings auf mehr als einen der Inputs dieses DACs wert legt und oft auch unterwegs mal einen digitalen Eingang braucht, für den ist der DAC sicherlich erstklassig! Ich weiß allerdings nicht ob ich persönlich die Eingänge als den schlagenden Punkt an diesem DAC sehe. Ich denke eher der Porta überzeugt durch seine Klangqualität und den einzigartigen Sound. Ich sehe mich persönlich die mobilen Möglichkeiten nicht wirklich ausloten und kenne auch nur wenige Leute, die das wirklich werden. Für diese stellt sich dann immer die Frage, ob die nicht genutzten Extra Features den Mehrpreis dann wert sind. Aber das ist nur so ein gesankenanstoß hier.

Über den Porta DAC bei Tento:

Aktueller Preis und mehr Infos zum Porta DAC:

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Hallo Leute!

In diesem Test nehme ich den Blue Mo-Fi Kopfhörer mit euch auseinander. Die Firma Blue Microphones werdet Ihr unter Umständen schon von den Mikrofonen kennen. Jetzt haben sie aber ebenfalls einen Kopfhörer raus gebracht. Treu der eigenen Linie bleibt auch der Mo-Fi Kopfhörer nicht ein weiterer Standard Kopfhörer sonder hat einen innovativen Bügel, eine sehr außergewöhnliche Passform und einen eingebauten Verstärker mit Klangregelung.

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Er ist also mit so einigen Features vollgestopft. Allerdings sieht er auf dem Kopf etwa ähnlich elegant aus wie ein Gehörschutz von Bauarbeitern und drückt nach einiger Zeit Tragen auf den Kopf. Jedenfalls ist das bei mir der Fall und einige weitere Tester haben das ebenfalls bemängelt.

Eine komplette Übersicht zum Kopfhörer erhaltet ihr hier im Video Test:

Klang:

Den wichtigsten Punkt zum Kopfhörer möchte ich aber hier auch noch mal auformulieren: Der Kopfhörer klingt leider meiner Meinung nach etwas zu schwach für ein Modell über 300€. In den Tiefen überzeugt der Kopfhörer vor allem bei eingeschaltenem Verstärker mit ordentlichem Tiefgang. Die Mitten sind allerdings etwas sehr präsent ausgeführt und stimmen wirken dadurch schon teils nasal. Die Höhen haben mich am meisten enttäuscht. Dort ist einfach viel zu wenig Detail vorhanden und höhe Töne werden einfach nicht ausreichend aufgelöst.

Man muss zwar dazu sagen, dass ich gern mit Kopfhörern höre, die einen studioähnlichen Klang haben und entsprechend viel Wert auf neutralen und klaren Klang lege. Das beeinflusst meine Meinung zum nur durchwachsenen Klangbild des Mo-Fi jedoch nur wenig. Er hat beim Klang einfach nicht ganz genug zu bieten.

Aktueller Preis und mehr Infos:

Eine gute Alternative: Der B&W P5

Bilder Copyright: Blue

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Phiaton Chord MS 530 Test –  Upper Class aber trotzdem irgendwie Beats.

Im Test heute der Phiaton Chord MS 530, ein paar Bluetooth Headphones mit ANC. Direkt zu Beginn fällt auf, dass Phiaton hier nicht kleckert sondern eher klotzt. Ob  das Preisschild von knapp 300€ auch gerechtfertigt ist, werden wir im Test sehen.

 

Überblick

Der Phiaton Chord MS 530 sieht auf den ersten Blick etwas aus wie eine Kreuzung aus Beats und Sennheiser. Sehr puristisches Design mit wenigen Elementen trifft auf den etwas schrilleren Farbkontrast aus Rot, Silber und Schwarz. Das wird den echten Puristen altmodischer AKG Kopfhörer wohl nicht mehr gefallen, könnte aber eine jüngere Zielgruppe genau treffen.

An Board ist neben Bluetooth 4.0 ebenfalls ein ANC, das nicht ganz auf dem Niveau der Oberklasse von Bose ist, soviel schon einmal vorweg. Angeschlossen werden kann jedoch auch ein ganz normales Audiokabel für höchste Soundqualität.

An der Seite der einen Ohrmuschel befindet sich etwas seitlich versteckt das übliche Bedienelement aus Anruf Annahmeknopf, Lautstärkenregler und ANC Schalter. Die Knöpfe sind in den silbernen Außenring eingelassen, was den eigentlich sehr technischen Elementen ein bisschen die Nerdhaftigkeit nimmt, falls das ein Wort ist.

Der Kopfhörer kommt, entsprechend seines Preises, recht gut ausgestattet. Eine Tasche, Flugzeugadapter, ein rotes Kabel mit Fernbedienung und ein Micro-USB Kabel zum Laden des Akkus. Soweit vollständig, jedoch wäre ein Ladegerät bei dem hohen Preis doch schon noch zu rechtfertigen gewesen.

 

Komfort & Einsatz

Die Ohrmuscheln sind zwar so groß gerten, dass sie an sich das ganze Ohr umschließen, tatsächlich ist der Chord MS 530 allerdings als On-Ear Kopfhörer ausgelegt. Da sich der Druck der Ohrmuscheln allerdings sehr weitläufig verteilt, kann man ihn auch hier als eine Art Crossover zwischen den beiden Extremen sehen. Persönlich gefallen mir diese ganz Ohraufliegenden Muscheln recht gut. Manche Leute bekommen jedoch bei längerem Tragen Schmerzen davon, jedoch finde ich es persönlich sehr angenehm.

Was bei langem Tragen etwas negativ auffällt ist das Bügel Polster. Das kann bei sehr langen Hörsessions schon etwas anfangen zu drücken, da es nicht ganz so weich ist wie man das eventuell gern hätte.

Der eingebaute Akku versorgt den Kopfhörer mit genug Strom für bis zu 18 Stunden Hörspaß bei eingeschaltetem ANC und bis zu 30 Stunden bei ANC aus. Das reicht auch für den längsten Flug aus. Und selbst wen nicht, dann kann ja noch zum Kabel gewechselt werden.

Wie oben bereits kurz erwähnt ist das ANC beim MS 530 nicht gerade so der Knaller. Es macht einen soliden Job im Flugzeug oder in der Bahn, wo die Außengeräusche schon stark vorhanden sind. In leiserer Umgebung jedoch, beispielsweise dem Büro, sind die Nebengeräusche, welche durch die Rauschreduktion erzeugt werden, doch schon recht offensichtlich hörbar.  Hier sollte man lieber die Geräuschreduzierung ausschalten und sich auf die gute passive Isolierung verlassen.

 

Klang

Wo die CHORD MS 530 jedoch zu glänzen wissen ist beim Klang. Der Kopfhörer bildet insgesamt ein sehr stimmiges, sauberes und brillantes Klangbild ab. Dabei hebt er jedoch den Bass spürbar etwas an und stellt diesen in den Vordergrund. Allerdings haben die Ingenieure bei Phiaton die Abstimmung so gewählt, dass dadurch die anderen Frequenzen nicht spürbar in den Hintergrund gedrückt werden. Dieses Phänomen zeigen die Beats Kopfhörer häufiger mal. Darum muss man sich hier also keine Sorgen machen, jedoch sollte man es wissen. Wer auf absolut linearen Klang steht wird beim Phiaton den Tiefenbereich eventuell überbewerten. Wer hingegen etwas mehr Spiel in den Tiefen mag wird sich sehr freuen können.

Insgesamt gefällt mir der Klang abgesehen von dieser kleinern „besonderheit“ sehr gut. Es macht eine Menge Spaß mit dem MS 530 zu hören. Auch Audio Enthusiasten kommen absolut auf ihre Kosten. Der Phiaton liefert ordentlichen Klang ab, und dafür bezahlt man auch den Großteil des Gelds.

 

Fazit

Ja er hat nicht das beste ANC und auch die Ausstattung könnte ein bisschen mehr Wumms Vertragen bei einem 300€ teuren Kopfhörer. Jedoch macht der Phiaton Cord MS 530 einiges an Boden beim Klang gut und wird so zu einem richtig guten Gesamtpaket. Er klingt erstklassig, hat allerding einen sehr gut abgestimmten Hang zu den Tiefen. Ob das gut oder schlecht ist muss jeder selbst entscheiden. Gleiches gilt für den Style, der mit persönlich gut gefällt.

Zu Phiaton:

Aktueller Preis und mehr Infos:

Bilder Copyright Phiaton

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Der V-Moda XS On-Ear Kopfhörer ist zu Gast im Test. Die kleinere Version des überragenden V-Moda M-100 (link zum Test) liegt preislich einen ganzen Hunderter unter dem großen Bruder und vereint super robustes Design mit hoher Sound Qualität. Wie er sich im Detail schlägt, das erfahrt ihr hier im Testbericht.

 

Überblick

Der V-Moda XS ist zuerst einmal im On-Ear Design ausgeführt. das bedeutet die Ohrmuscheln umschließen das Ohr nicht komplett wie es beim V-Moda M-100 der Fall ist, sondern liegen direkt auf dem Ohr auf. Zudem ist er ein ganzes Stück kleiner, allerdings keineswegs ein Kopfhörer für Kinder.

Dafür spricht auch das sehr robuste und industriell anmutende Design. Überwiegend Metallelemente wurden für die Konstruktion der abknickbaren Ohrmuscheln und Bügel verwendet. Sichtbare Schrauben und eine metallene Feder am Scharnier sind klare Akzente des Kopfhörers. Zudem ist V-Moda sehr stolz auf den extrem flexiblem Bügel der sich in der Mitte ohne Probleme um 360* verdrehen lässt und so auch höhen Belastungen standhält.

Der Käufer kann zwischen schwarzem und weißem Kopfhörer wählen wobei beide Versionen sehr gut gefallen. Besonders ins Auge fällt ebenfalls die sechseckige Form der Ohrmuscheln, sowie die großen Aluminiumplatten auf den Ohrmuscheln. Durch diesen Look fällt der V-Moda nicht nur auf sondern stellt auch eines klar: er ist kein typischer Beats Klon.

Ansonsten findet sich Ausstattung der Oberklasse beim V-Moda XS. Eine große Hardcase Tasche im passenden Design in dem der klappbare Kopfhörer gut Platz findet.

Das Kabel verdient ebenfalls Erwähnung denn es hat nicht nur eine 1-Knopf Fernbedienung dran sondern ebenfalls das SpeakEasy Mic welches für bessere Sprachqualität in lärmbelasteter Umgebung sorgen soll. Außerdem ist das mit Stoff ummantelte Kabel mit Kevlar verstärkt. Das spricht für sehr hohe Langlebigkeit.

Anschließen lässt sich das Kabel frei an eine der beiden Ohrmuscheln.

 

Tragekomfort und Einsatz unterwegs

Die verwendeten Ohrpads des V-Moda XS sind ebenso erstklassig wie die des M-100. Der Memory Schaumstoff passt sich sehr weich der Oberfläche des Ohres an und der Anpressdruck ist durch den sehr flexiblen Bügel nicht zu hoch. Es gibt allerdings auch Kandidaten, die weniger stark auf die Ohren Drücken.

Trotzdem gibt es in Sachen Tragekomfort von mir nichts zu bemängeln. Die XS machen sich gut auf langen Fahrten und zuhause beim Gaming oder Film schauen und sind dabei jederzeit bequem.

Eine schlechte Figur machen sie jedoch bei der Isolierung vor Außengeräuschen. Ebenso wie der Sennheiser Momentum On-Ear (Link zum Test) verfügen die V-Moda XS nur über eine niedrige passive Isolierungen vor Außengeräuschen. Sitzt man beispielsweise im Zug oder Bus gewinnt am Ende meist der Lautstärkenregler. Man dreht auf, da zu viele Außengeräusche rein kommen. Das belastet zusätzlich das Gehör und führt insgesamt nicht zu einem besseren Klangergebnis. Schon ein spürbares Manko.

 

Klang

Klanglich macht der V-Moda XS einiges an Punkten gut. Zwar ist er nicht ganz auf dem Level des M-100, der klanglich wirklich überragend gut war, macht jedoch bei allen Musikrichtungen eine sehr gute Figur. Kurzum: Er liefert das, wofür man zahlt.

Die Tiefen stehen im Vordergrund des Klangbildes, übertönen die sauberen Mitten nicht zu stark, sodass insgesamt ein sehr ausgewogenes Klangbild entsteht. Bässe werden überwiegend differenziert, warm und voluminös wiedergegeben. Die Mitten sind sehr klar, dynamisch und haben einiges an Detail zu bieten. Klarheit in den Höhen ist ebenfalls gut, jedoch nicht überragend. Während ich beim M-100 noch gesagt habe, dass ich ihn sogar als Backup zum Abmischen im Studio verwenden würde, hat der XS diese Einstufung nicht mehr verdient. Trotzdem ist die Höhenperformance richtig gut mit viel Detail und Klarheit. Der XS findet eben seine Limits in den teureren Konkurrenten und so soll es auch sein.

 

Fazit

Insgesamt ist der V-Moda XS ein sehr gut gelungener Kopfhörer. Das Design ist erstklassig, die Ausstattung Top und der Klang gemessen am Preis und der Ausstattung ebenfalls Oberklasse. Einizg die die geringe Isolierung vor Außengeräuschen ist zu bemängeln. Wem das nicht so wichtig ist, der sollte den V-Moda XS unbedingt in Betracht ziehen.
Wer sich farblich etwas mehr differenzieren will kann sich die Alternative von Sennheiser, den Momentum On-Ear anschauen. Der hat allerdings die gleichen Einschränkungen in Sachen Isolierung vor Außengeräuschen und ein überwiegend gutes Klangbild.

Am besten direkt beim deutschen Distributor Higoto kaufen:

Aktueller Preis und mehr Infos:

Copyright Bilder: V-Moda

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Testbericht RHA T10 i – In-Ear Kopfhörer

Der RHA T 10 i

Der schottische Hersteller RHA hat mit seinem Modell RHA T 10 i ein neues Spitzengerät herausgebracht. Der Kopfhörer verfügt über einen guten, individuell angepassten Klang. Er ist farbig markiert, wobei die Farbe Rot für rechts und Blau für links steht. Dabei versteht sich der RHA T 10 als reiner In-Ear-Kopfhörer, der allerdings noch über eine Reihe von Besonderheiten verfügt. So liefert der Hersteller zusätzlich noch ein ganzes Sortiment an In-Ear-Buds mit.

Der Kopfhörer ist sehr solide gefertigt, beginnend beim Edelstahlgehäuse über dicke Kabel bis zum Stecker. Die ebenfalls vorhandene Fernbedienung ist mit allen Applegeräten kompatibel.

Tragekomfort
Der T 10 lässt sich sehr angenehm tragen, wobei das Einsetzen aber etwas mehr Geduld fordert, als bei anderen In-Ear Kopfhörern. Ist er jedoch einmal eingesetzt, ist er wirklich bequem und die kühlen Metallteile haben sich schon nach wenigen Sekunden an die Körpertemperatur des Trägers angepasst. Geräusche, die durch Reibung des Kabels an Kleidern oder Körper entstehen können, können auch hier nicht ganz ausgeschaltet werden. Das Kabel zwischen dem Klinkenstecker und dem Verteiler ist dick genug, sodass es nicht verheddert. Zahlreiche In-Ear-Buds tragen dazu bei, dass für jedes Ohr der richtige Aufsatz vorhanden ist.
Klang
Der Kopfhörer bietet einen ausgeglichen Klang, ohne dass der Bass vernachlässigt wird. Durch den T10 i wird schon ein breites Frequenzspektrum von 16 Hz bis 22 KHz abgegolten. Er verfügt daher über einen sehr markanten Bass bei dennoch hohen Frequenzen. Filter sind bereits vorinstalliert und zusätzlich werden zwei Filterpaare zum Wechseln mitgeliefert. Die bereits fertig eingebauten Referenz-Filter gewährleisten einen sehr ausgewogenen Klang, bestehend aus satten Bässen, sauberen Höhen und einer klaren Mitte, sodass bei Musikstücken alle Bereiche gut zu hören sind.
Filter

Das mitgelieferte Filterpaar, welches in Kupferfarbe gehalten ist, sorgt für mehr Höhe und das Paar in Schwarz für mehr Tiefe. Das kupferfarbene Filterpaar eignet sich durch die Hervorhebung der höheren Frequenzen besonders für a cappella, Jazz oder akustische Musik. Das schwarze Filterpaar, das die Bässe hervorhebt, empfiehlt sich für Hip-Hop oder Heavy Metal.

Allerdings sind die Filter nicht dazu gemacht, ständig gewechselt zu werden. Der Nutzer sollte sich alle Filter anhören und dann eine Entscheidung für denjenigen treffen, der ihm am ehesten zusagt. Der Filter für die Höhen besteht aus einem Kupferröhrchen und der Filter für die Bässe enthält einen schaumartigen Einsatz.

Fazit
Der T 10 i ist einer der besten In-Ear-Kopfhörer, der derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Er besitzt einen klaren Sound, bei dem weder Bässe, noch die Höhen zu kurz kommen. Noch dazu ist er sehr angenehm zu tragen. Wer seinen akustischen Geschmack lieber auf Höhe oder Tiefe legen möchte, kann durch die mitgelieferten Filter seinen Frequenzbereich individuell einstellen. Hinzu kommen ein hoher Tragekomfort, ein ansprechendes Design sowie eine hochwertige Verarbeitung. Allerdings liegt die unverbindliche Preisempfehlung für den RHA T 10 i bei stolzen 179,00 Euro, wobei allerdings der Hersteller RHA aus Glasgow drei Jahre Garantie gewährt.

FRISCH UND HEISS

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Das Edifier R1800BT ist ein aktives Bluetooth Lautsprechersystem, bestehend aus zwei Bassreflexlautsprechern und einer Gesamtleistung von 70 Watt RMS. Für einen guten Klang sorgen...