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Mikrofon

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Auf der Suche nach dem optimalen USB Mikrofon für einen kleinen Preis? Hier ist ein weiterer Kandidat: Das Samson C01UPRO USB Kondensatormikrofon. Es ist schon für unter 100€ zu haben und beinhaltet ein Audiointerface sowie Kopfhöreranschluss. Damit ist es leicht zu nutzen und zu installieren. Aber klingt es auch wie ein PRO oder doch eher wie eine Blechtrommel?

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Das Samson C01UPRO ist zuerst einmal ein sehr schlichtes Mikrofon. Es kommt in einem Metallgehäuse daher und hat die üblichen Stativgewinde und Membranschützenden Elemente, die wir von hochwertigen Mikrofonen kennen. Die Membran wird von einem Netz sowie einem Schaumstoffschutz umhüllt. Daher kann das Mikrofon auch ohne Poppschutz verwendet werden. Dann kommt es aber zu den unangenehmen laufen Luftgeräuschen.

An der Vorderseite ist das Mikrofon ebenfalls wenig aufwändig mit einem einfachen 3,5mm Kopfhöreranschluss und einer LED ausgestattet. Die LED zeigt dabei den Betrieb in grünem Licht und das Clipping in rotem Licht an. Sollte die LED rot leuchten ist es jedoch schon zu spät und das Mikrofon übersteuert.

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Die Lautstärkenregelung funktioniert alleine über Software und nicht direkt am Mikrofon. Abgesehen vom USB Anschluss auf der Unterseite gibt es auch sonst nichts anzumerken. Bleibt also noch festzustellen, dass das C01UPRO zwar äußerlich ein wenig langweilig ist, dafür aber sehr robust verarbeitet ist. Mit einem billigen Plastikmikrofon hat das hier nicht viel gemein und das ist eine gute Sache. Es sollte also locker auch mal ein paar Stöße überleben und muss nicht mit Samthandschuhen angefasst werden.

Die Einrichtung des Mikrofon könnte am Mac wirklich nicht einfacher sein. Das Mikrofon wird einfach per USB angeschlossen und über den ASIO Treiber sofort erkannt. Das eingebaute Audio Interface gibt ebenfalls den Ton des Mikrofons sofort über den 3,5mm Klinkenanschluss wieder und kann auch als Hauptausgabe des Computers ausgewählt werden.

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Das eingebaute Audio Interface ist übrigens in der Minimalkonfigruation von 16Bit 48kHz ausgelegt. Reicht aus, ist aber wirklich kein Hit.

Mitgeliefert wird ein kleiner, ausklappbarer Standfuß, der allerdings am besten sofort wieder in der Schublade verschwinden, und durch einen ordentlichen Standfuß oder Mikrofon-Stativ ersetzt werden sollte. Ist das Mikrofon nämlich nicht entweder stark angewinkelt oder eines der Beine direkt unter dem Mikrofon platziert, so fällt das Mikrofon beim der kleinsten Berührung bereits um. Das ist schon etwas gefährlich und sollte wirklich nur mit Bedacht verwendet werden. Ein USB Kabel ist außerdem auch dabei.

Die Klangqualität des C01UPRO kann als mittelmäßig gut beschrieben werden. Es ist ein günstiges Einsteiger-Mikrofon und kann natürlich nicht direkt mit wesentlich teureren Mikrofonen wie dem Blue Yeti Pro verglichen werden.

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Der Klang ist durchweg recht gut, hat ausreichendes Detail und wird recht warm aufgenommen. Die Abstimmung hat allerdings einen hörbaren Hang dazu, nasal zu klingen. Das bedeutet die oberen Mitten wurden hier recht stark eingemischt und dominieren das Klangbild. Dies ist gerade in Nahbesprechung der Fall. Bei dieser fällt auch auf, dass die Details in den Höhen und in den Tiefen nicht ganz so differenziert sind, wie das bei den Mitten der Fall ist. Dafür hat es ein sehr gutes Rauschverhalten. Das Rauschen tritt selbst bei höherem Gain erst sehr spät auf und wird fast nicht wahrnehmbar. Das ist bei Mikrofonen dieser Preisklasse alles Andere als Typisch.


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Der Sweet Spot des Mikrofons ist recht fokussiert. Das heißt man sollte schon recht genau auf das Mikrofon aufsprechen und kann nicht seht weit von der Mitte abweichen, ohne klangliche Einbußen zu verzeichnen. Dafür leidet die Aufnahmequalität kaum wenn man weiter entfernt bespricht. Raumgeräusche sind zwar wahrnehmbar, jedoch nicht übermäßig präsent durch die recht fokussierte Abstimmung.

Abschließend möchte ich betonen, dass die Klangqualität deutlich besser ist als bei einem 50-100€ Headset. Wer Podcasts aufnehmen möchte, bessere Aufnahme für Let´s Play oder Voiceover braucht, der wird mit diesem Mikrofon seine Klangqualität schon deutlich verbessern. Das C01UPRO klingt schon recht gut und wird für die meisten Ansprüche, z.B. YouTube, ausreichen. Allerdings ist es ein Einsteigermikrofon und wird somit für professionellere oder aufwendigere Aufnahmen nicht mehr ausreichen. Da lässt es doch zu viele der feinen Details liegen.

Beispielaufnahme des Samson C01UPRO

Aktueller Preis und mehr Infos zum Samson C01UPRO

Wer mehr Qualität will kann sich mal das überragende Blue Yeti Pro ansehen.

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Auna Mic-900B / Mic-900S USB Kondensatormikrofon im Test – Geeignet für Lets Play´s?

Das Auna Mic-900B, oder das baugleiche Mic-900S (was sich nur farblich unterscheidet) sind gerade sehr gefragte Kondensatormikrofone für alle die Lets Play´s aufnehmen, oder noch damit starten wollen. Warum? Das Mikrofon hat eine wesentlich bessere Sprachqualität als fast alle Headsets und einen USB Anschluss. Dadurch kann man eine Audioqualität wie die ganz großen YouTuber erreichen. Und das ohne sich durch den Jungle an Studio Mikrofonen, Aufnahmeprogrammen, Kabeln und Mischpulten zu wühlen. Wie das geht haben wir übrigens Hier erklärt, aber das ist ein anderes Thema.

Außerdem ist es mit knapp 80€ aktuell sehr günstig und darum auch für Einsteiger geeignet.

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Überblick Auna Mic-900B

Das Mic-900 ist ein USB Kondensatormikrofon. Als solches hat es eine sehr große Membran welche eine Nierencharakteristik besitzt. Das heißt es nimmt Schall am lautesten auf, wenn man frontal darauf spricht.

Durch die Großmembran hat man außerdem einen weiteren Vorteil.  Wenn man sehr nah ans Mikrofon heran geht (5-10cm Abstand), dann wirkt die Stimme wesentlich voller und voluminöser, da die Tiefen Töne natürlich leicht geboosted werden. Das klingt dann direkt viel professioneller.

Ebenfalls muss man sich durch das eingebaute USB Interface keine Gedanken mehr um Mischpult, externe Soundkarte oder Anschluss an den PC machen. USB Kabel rein, an den PC oder Laptop anschließen, fertig. Einfacher kann es nicht sein. Dass diese Lösung aber auch ihre Nachteile hat werden wir im Abschnitt zum Klang noch besprechen. Super easy ist es in jedem Fall.

Das Mikrofon wird von Macs und PCs ohne zusätzliche Installation von Software direkt als Mikrofon erkannt. Direkt loslegen garantiert.

 

Was ist dabei?

Das Mikrofon kommt in einer Schutztasche, dessen Funktion man nicht unterschätzen sollte. Großmembranmikrofone haben eine sehrm, sehr dünne Membran, die ebenfalls sehr groß ist. Das macht sie anfällig für alle Arten von Stößen, zu starken Luftbewegungen ect. Im Klartext: Sie kann schneller reißen als einem das lieb ist. So ganz so schlimm, dass man das Mikrofon nur mit Samthandschuhen anfassen müsste, ist es dann allerdings auch nicht. Man kann schon ganz normal damit umgehen, muss nur eben etwas vorsichtig sein.

Das gleiche gilt übrigens für das Besprechen. Wenn man zu nah ans Mikrofon heran geht, was man ja will um die Stimme schön voluminös zu machen, dann besteht die Gefahr, dass durch starke Luftstöße bei P-Lauten die Membran zu viel Druck abbekommt und ebenfalls reißt. Alternativ kann Spucke auf die Membran kommen, was ebenfalls nicht gut ist. Das lässt sich durch einen Poppschutz (die schwarzen runden Dinger vor dem Mikrofon) recht gut verhindern. Allerdings liefert Auna hier keinen mit und man muss sich extra einen kaufen. Kosten auch nicht die Welt, sollte man aber wissen.

Dabei ist eine Spinne. Die ist dafür da das Mikrofon freischwebend zu halten. Erreicht wird das durch eine Aufhängung des Mikrofons in Gummibändern. Bei der Spinne des Auna Mic-900 ist das auch ganz okay gelungen. Das Gummiband ist jedoch ein bisschen steif, jedoch reicht es aus um es freischwebend zu positionieren. Ein kleiner Konstruktionsfehler sind jedoch die Klammern, welche das Mikrofon einspannen. Die können durch ihre Ausführung auf dem Gestell aufliegen und somit das Mikro am freien Schweben hindern. So sollte man vor dem Loslegen immer mal prüfen ob die Klammern aufliegen. Das ist schon etwas nervig und hätte echt besser gelöst werden können.

Die Spinne ist an die Standard Ständerhalterungen anschraubbar. Ein Ständer ist allerdings ebenfalls nicht enthalten. Den braucht man jedoch unbedingt, da führt kein Weg dran vorbei. Man kann das Mikrofon zwar in der Hand halten, jedoch führ das auch nur zur Aufnahme von mehr Störgeräuschen.

 

Klang & Aufnahmequalität

Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht von der Klangperformance des Auna Mic-900B. Für ein USB Mikrofon unter 100€ erwarte ich eigentlich nur eine halbwegs rauschfreie, klare und gut verständliche Aufnahme. Und genau das liefert das Mikrofon auch.

Das Grundrauschen ist schon deutlich spürbar und liegt bei einem normalen Pegel, der für eine Stimmaufnahme ausreicht, bei etwa -30db. Hörbar, allerdings im richtigen Leben bei der Lets Play Aufnahme kaum wahrzunehmen weil der Spielesound ja noch immer wesentlich lauter ist.

Höhen und Mitten werden insgesamt gut aufgenommen und wirken klar und verständlich. Stimmen lassen sich dadurch ohne Probleme verstehen und auch ohne Nachbearbeiten der Audiospuren direkt nutzen.

Die Tiefen der Stimme werden schön angehoben sobald man näher an das Mikrofon kommt. Dadurch entsteht ein samtig weicher Klang, der sich professionell anhört.

Verglichen mit teureren Mikrofonen würde ich es logischerweise nicht für hochqualitative Stimmaufnahmen nutzen. Dafür ist die Sample Rate des Interfaces mit 16bit/48kHz schon etwas knapp. Auch die Höhen und Mitten verlieren im Direkten vergleich mit besserem Equipment hörbar an Detail und Klarheit. Dabei sprechen wir dann allerdings auch von einer Combo aus Interface und Mikrofon im Preisbereich um 300-400€. Eine ganz andere Liga also.

Für Lets Plays oder Podcasts eignet sich das Mikrofon vollkommen und bietet eine, dem preis angemessene, sehr gute Sprachqualität.

 

Fazit

Das Auna Mic-900B oder Mic-900B ist ein sehr gutes Mikrofon für Aufnahmen von Sprache bei Lets Play oder Podcast. Gerade für Einsteiger vereint es einen sehr günstigen Preis von knapp 80€ mit einer guten Aufnahmequalität und der Einfachheit eines USB Mikrofons. Ständer und Poppschutz muss man sich jedoch zwingend dazu kaufen. Dann allerdings ist es eines der günstigsten Lösungen für Anfänger und Fortgeschrittene für guten Klang auf schmalem Budget.

Das Auna Mic-900B Bei ElectronicStar:

Das Mic-900B im Bundle mit Stativ und Poppschutz unter 100€

Aktueller Preis und mehr Infos:

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In diesem Artikel geht es um das beste Mikrofon zum Let’s Play aufnehmen. Wie lässt sich eine sehr Audioqualität und eine schöne stimme erreichen ohne extrem viel Geld auf den Tisch zu legen?

Let’s Plays aufnehmen wie Gronkh, Unge, Dner & Co. ist gar nicht so kompliziert wie es die Meisten denken. Extrem teuer ist es ebenfalls nicht, jedenfalls nicht wenn man Einnahmen mit dem eigenen YouTube Kanal generiert oder Let’s Play einfach das größte Hobby sind. Manche geben halt 300€ für eine Eisenbahn aus, die die ganze Zeit nur im Kreis fährt. Andere bauen eine Community auf und leben ihr Hobby in Lets Plays.

Ich selbst bin großer Fan, speziell von Minecraft Let’s Play und feiere die Stimmqualität mancher YouTuber. Wie die das hinbekommen? So gehts:

 

Das beste Mikrofon für Let’s Play

Alles startet mit einem guten Großmembranmikrofon. Ich empfehle hier das Rode NT-1A.

Warum Großmembranmikrofon? Wie der Name schon sagt haben diese Mikrofone eine sehr große Membran welche die Lufstschwingungen eurer Stimme aufnimmt und in elektrische Signale umwandelt, die wiederrum euer Computer am Ende lesen kann. Diese große Membran hat einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber den kleineren Membranen: Den Nahbesprechungseffekt:

Was ist der Nahbesprechungseffekt? Wenn man nah an das Mikrofon heran geht, das heißt so im Abstand von 5-10cm, werden die tiefen Töne in der Stimme wesentlich lauter aufgenommen als das normal der fall ist. Dadurch klingt die Stimme sehr satt und voluminös. Habt Ihr euch mal gefragt wie Gronkh es schafft manchmal so dunkel zu klingen wenn er leise irgendwas ins Mikrofon haucht? Er geht einfach ganz ganz nah an sein Großmembranmikrofon heran und erhöht damit den Nahbesprechungseffekt noch einmal. So kann das Großmembranmikrofon richtig geile Soundeffekte erzeugen, z.B. in Horrorspielen. Das ist mit einem normalen Headset oder Gesangsmikrofon nicht möglich.

Gibts auch nen Nachteil? Ja sogar gleich zwei. Zuerst sind Großmembranmikrofone recht empfindlich. Daher muss man sie mit einem Poppschutz zusammen benutzen wenn man nah davor spricht. Der Poppschutz ist ein Stoffnetz welches Spucke und zu schnelle Luftstöße aus dem Mund etwas abbremst. Denn die dürfen nicht auf die Membran kommen sonst reißt die recht schnell durch.

Außerdem braucht ein Großmembranmikrofon Phantomspeisung und hat einen XLR Anschluss. Phantomspeisung bedeutet einfach nur, dass das Mischpult oder die Soundkarte an die man das Mikrofon anschließt es ebenfalls mit Strom versorgt. Einfach beim Kauf von einem Mischpult mal drauf achten, das wird immer mit angegeben wenn es das hat. Der XLR Anschluss ist einfach ein Stecker wie jeder andere auch. Allerdings könnt ihr ihn nicht direkt an den Computer oder Laptop anschließen sondern braucht eben eine externe Soundkarte oder ein Mischpult dafür. Einen adapter zu verwenden funktioniert ebenfalls nicht. Dazu mehr im Artikel um das beste Mischpult und Soundkarte für Let’s Play.

 

Warum das Rode NT-1A?

Das Rode NT-1A ist das beste Mikrofon für Let’s Play im Preis-/Leistung Verhältnis. Es ist zuerst einmal ein Großmembranmikrofon und wird von vielen Profis sogar in Tonstudios eingesetzt. Ein bekannter Toningenieur von mir verwendet es zum Beispiel nicht nur für Sprachaufnahmen sondern auch um Akustikgitarren aufzunehmen.

Was er ebenfalls sagte und ich auch beim Testen bestätigen konnte ist, dass das Mikrofon Feinheiten in den Stimmen exzellent aufzeichnet. Zudem ist der Bass in der Nahbesprechung sehr gut ausgeprägt. Dadurch wirkt die Stimme sehr warum und weich zugleich. Klar gibt es besser klingende Mikrofone, jedoch ist das NT-1A für seinen Preis von knapp 169€ wirklich das beste Gesamtpaket was es gibt. Falls ihr wollt, dass ich ebenfalls günstiger Mikrofone vorstelle, schreibt es mir in die Kommentare.

Ein leichtes Manko des Mikrofones ist, dass es ebenfalls recht leise aufnimmt und somit ein entsprechend gutes Mischpult oder Soundkarte braucht, die einen ausreichend lauten Verstärker drin hat. Dazu zeige ich euch aber ebenfalls in weiteren Artikeln welche Mischpulte und Soundkarten hier gut geeignet sind.

 

Brauche ich Zubehör?

Das Mikrofon selbst kannst man nicht etwa in der Hand halten oder einfach auf den Tisch stellen. Es benötigt eine Halterung, Poppschutz und einen Mikrofonständer. Die passende Halterung nennt sich „Spinne“ und ist bereits im Bundle, das es für 20€ mehr gibt enthalten. In der Spinne hängt das Mikrofon freischwebend an Gummibändern und kann somit weniger Vibrationen von außen, beispielsweise vom Tisch aufnehmen auf dem es steht. Ebenfalls dabei ist der benötigte Poppschutz der vor das Mikrofon gebaut wird. So müsst ihr keine Angst mehr haben die empfindliche Membran zu zerstören und könnt schön voluminöse Aufnahmen machen.

Ebenfalls sollte man sich einen Mikrofonständer zulegen. Zu Beginn reicht dazu ein einfacher Mikrofonständer. Die gibt es bereits für 15€ und sie stehen anders als die Tischständer auf dem Boden statt auf eurem Schreibtisch. So wird das Mikrofon nicht von den Vibrationen auf dem Tisch beeinflusst sondern steht sicher auf dem Boden.

 

Fazit

Dies war der erste Artikel aus der Reihe über das Let’s Play Equipment. Hierzu folgen weitere Artikel in unterschiedlichen Preisklassen.

Das Rode NT-1A ist in jedem Fall das beste Mikrofon für Let’s Play im professionellen und Amateurbereich. Wer wirklich großartigen Klang haben will und sein Hobby oder Beruf Let’s Play wirklich liebt, der wird um das Rode NT-1A nicht herumkommen. Es ist preislich nicht ganz billig, hält jedoch ein Leben lang und ihr müsst euch nie wieder ein Mikrofon zulegen, egal ob ihr mal eure Gitarre aufnehmen wollt für die spätere Musikkarriere. Oder Twitch Streams, Podcasts usw. Das Rode NT-A1 ist eine sehr gute Investition. Darauf gibt es von Rode auch 10 Jahre Garantie.


Bildmaterial Copyright Rode

Bildcredit: Lego Photo mureut – minecraft lego 21115

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diesem Testbericht geht es um den FiiO E6 Fujiyama, einen Verstärker / Kopfhörerverstärker im Taschenformat. FiiO ist hierzulande wenigen ein Begriff. Die Firma stellt Verstärker mit kleinem Formfaktor her und wird in Deutschland von der NT Global Distribution GmbH vertrieben. Schwächen leiser Kopfhörer, leiser MP3-Player aber auch schwacher Vorverstärker in DSLRs kann abgeholfen und die Qualität enorm verbessert werden. So geht’s

 

Im Überblick

Der FiiO E6 hat fast den gleichen Formfaktor wie 6. Generation iPod Nano. Ihr wisst schon, der ohne Clickwheel aber mit kleinem Touchscreen. Ähnlich wie der Artverwandte von Apple hat der FiiO E6 einen optionalen Clip mit dem er an Kleidung oder Gürtel ect. befestigt werden kann.

Der Lieferumfang enthält ein Mini-USB Kabel, gleich zwei 3.5mm Klinkenkabel (2x male, ein langes und ein kurzes Kabel) und zwei der besagten Clips.

Der E06 selbst hat ein Fliegengewicht (18g) und wirkt in der Verarbeitung ein bisschen billig. Sichtbare Ränder vom Plastikpressen, ein leicht wackliger Power-Schalter und günstiger Plastikwerkstoff sind kein Hit, gehen zum Preis von unter 30€ aber in Ordnung.

 

Bedienung und Funktionen

Genau zwei Bedienelemente gibt es. Ein Kippschalter zur Lautstärkenregelung und den Power-Schalter. Langes nach oben drücken schaltet den E06 ein und aus, kurzes Drücken schaltet durch die EQ-Programme. Nach unten drücken rastet den Schalter ein. Versehentliches Ein- und Ausschalten wird verhindert.

Eingehende Signale werden durchgeschleift und verstärkt. Unten rein, oben raus, ohne merkbare Verzögerung. Beim Test gab es lediglich Probleme mit Headsets mit integriertem Mikrofon. Zum Teil ist der FiiO E06 dort inkompatibel.

Die Stromversorgung erfolgt über den eingebauten Li-ion Akku. Der hält bis zu 8 Stunden durch und wird über Mini-USB recht fix geladen.

Integriert ist ein Equalizer mit drei Voreinstellungen. Bei Bedarf stehen die Programme Flat, Bass Boost 1 und Bass Boost 2 zur Verfügung. Eine kleine LED auf der Rückseite zeigt den aktuellen EQ farblich an. Alles sehr simpel und schnell verständlich.

 

Geeignet für DSLR!

Der generische Anwendungsbereich sind logischerweise Kopfhörer mit hoher Impedanz oder Smartphone mit schlappen Verstärkern. Beiden macht der FiiO E6 Beine, ergo lauter. Aber sind wir mal ehrlich, heutzutage sind zu leise Kopfhörer und Headsets oder leise MP3-Player doch passé.

Viel interessanter wir der FiiO E06 für DSLR Videoaufnahmen. Wer schon mal versucht hat bei Spiegelreflexkameras in der Preisklasse Einsteiger und Fortgeschritten mit einem externen Mikrofon die Audioqualität zu verbessern, wird es wissen. Die Aufnahmen rauschen fast immer. Canon und Nikon haben vor einigen Jahren zum noch nicht damit gerechnet, dass so viele Leute ihre Fotokameras auch zum filmen benutzen würden. Entsprechend schlechte Mikrofone und Vorverstärker sind in den Modellen von 2009-2012 verbaut. Beispiele sind die Canon 550D und 600D oder Nikon Modelle in der gleichen Preisklasse.

Die Folge sind rauschende Aufnahmen bei externen Mikrofonen. Hier kommt der F06 ins Spiel. Den Verstärker einfach zwischen Kama und Mikrofon gehängt und schon verstärkt der FiiO das Signal deutlich. Der interne Vorverstärker der Kamera wird entlastet und das Rauschen verringert sich. Entsprechend manuelle Einstellungen der Audiolevels vorausgesetzt. Für Canon Nutzer sei hier nur einmal das Stichwort Magic Lantern in den Raum geworfen.

 

Klang und Qualität

Die Qualität des Verstärkers überrascht. Der kleine Pimpf beeinträchtigt die Audioqualität kaum. Lediglich ein leichtes Grundbrummen ist auf voller Lautstärke feststellbar. Sonst verstärkt der FiiO E06 das eingeführte Signal aber rauschfrei und in hoher Qualität.

Insgesamt kann der Verstärker die Lautstärke um knappe 30 – 40% erhöhen. Das ist ein deutlicher Unterschied. Bei meiner Canon 550D konnte ich den Vorverstärker der Kamera von +32DB auf +10DB entlasten. Das Rauschen wurde dadurch fast eliminiert. Wer nicht Profi oder Semi-Profi ist wird den minimalen Qualitätsverlust durch den FiiO Verstärker gar nicht bemerken.

 

Fazit

Der FiiO Fujiyama E06 ist ein Schnäppchen und löst das Problem rauschender Vorverstärker von Spiegelreflexkameras für Einsteiger und Fortgeschrittene. Wer antike Kopfhörer boosten möchte kann ebenfalls bedenkenlos zugreifen. Das Signal wird fast ohne Qualitätsverlust sauber verstärkt.

Der E06 ist sehr klein, sehr leicht und alle Kabel zum Loslegen liegen bei. Die Außenhaut und die Schalter wirken lediglich etwas billig. Eine Akkulaufzeit von 8 Stunden reicht völlig aus und bringt durch den Tag.

Zum Hammer Preis von unter 30€ eine ganz klare Kaufempfehlung zum externen Mikrofon für Einsteiger DSLRs.

Aktueller Preis und mehr Infos:

FiiO E06 auf Hifi-Passion.de

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Hähnel stellt eine große Palette an Zubehör für DSLR Kameras her. Hier schaue ich das Hähnel Mk200 Shotgun Mikrofon für Video und Digitalkameras im Test näher an und vergleiche es gegen den bekannten Platzhirsch, das Rode VideoMic. Beide Mikrofone haben die Richticharakteristik Superniere, sind also Richtmikrofone.

 

Ausgepackt:

Das Hähnel Mk-200 ist ein sehr kleines Richtmikrofon. Es wird auf den Blitzschuh der Kamera oder auf ein ¼ Zoll Stativgewinde geschnaubt und dort fest arretiert. Im Lieferumfang enthalten sind ein Poppschutz, ein Deadcat Windschutz für Aufnahmen im Freien und 2x AAA Batterien. Mit den Batterien wird der eingebaute Verstärker betrieben.

Das Mikrofonrohr ist aus Metall gefertigt, der Rest des Mikros aus Plastik. Wirkt alles recht stabil, belastbar und sollte auch eine Regenschauer mal überstehen.

Ein Stereo 3.5mm Klinkenkabel überträgt Audiosignale zur Kamera. Für DSLRs und die meisten Camcorder sollte das Kabel mit 25 cm lang genug sein.

 

Funktionen:

Zuerst, ist das Hähnel Mk200 ein sogenanntes Dual Mono Mikrofon. Bedeutet es sendet ein Stereosignal aus, auf beiden Seiten liegt aber das gleiche Signal der einen vorhandenen Kapsel an.

Praktischerweise liegen alle Bedienelemente direkt auf dem Rücken des Mikrofones. Es gibt nichts schlimmeres als erst im Nachhinein zu merken, dass man eine falsche Einstellung drin hatte und die Aufnahme hin ist.

Ein großes Rad schaltet das Mikrofon ein und kann wahlweise einen Low-Cut zuschalten. Über den darunter angebrachten Schieberegler kann die Empfindlichkeit variiert werden. -10db , +0db und +10db stehen zur Auswahl. Der Regler ist etwas zu klein und hat starke Raster wodurch es praktisch unmöglich ist die +0db Einstellung mit einer Hand und in einem Versuch zu treffen.

Die LED auf der Rückseite kombiniert die Power-On Statusanzeige und ein Clip-Meter. In der Theorie sollen so übersteuerte Pegel durch rotes aufleuchten angezeigt werden. In der Praxis ist die rote LED bei +10db praktisch durchgehend an sobald Pegel anliegen. Das hilft so nicht wirklich weiter und verwirrt lediglich.

 

Entkopplung:

Eine Entkopplung des Mikrofones von der Kamera ist nötig um Geräusche, die an oder in der Kamera erzeugt werden vom Mikrofon abzukoppeln. Das können Geräusche von zoomenden Objektiven oder von Schaltern sein. Das Mk200 ist dazu am Mikrofon selbst und am Blitzschuh in X- und Y-Achse per Gummi entkoppelt. Allerdings sind beide Gummierungen recht unflexibel und das Mikrofon kann kaum darin schwingen.

Das RODE VideoMic ist das genaue Gegenteil und wabbelt beinahe bei starker Bewegung. Klanglich ist das Resultat durch die flexible Aufhängung auf Gummibändern trotzdem besser und Kamerageräusche werden weniger stark mit aufgenommen.

Das Hähnel MK200 entkoppelt deutlich besser als Mikrofone mit starrer Aufhängung, Kamerageräusche sind jedoch trotzdem gut wahrnehmbar mit übertragen.

 

Klang:

Grundsätzlich ist das Hähnel Mk200 den meisten internen DSLR oder Camcorder Kameramikrofon klanglich überlegen. Es nimmt vor allem in den Mitten klarer und in den Tiefen satter auf und spart Außengeräusche von hinten und von der Seite besser aus als das bei den meist ungerichteten Stereo Mikrofonen der Kameras der Fall ist. Verglichen mit teureren Shotgun Richtmikrofonen klingt es in den Höhen aber dumpfer und dunkler.

Leider erzeugt das Hähnel Mk200 selbst auf +10db keinen hohen Ausganspegel, ist ergo einfach recht leise. Das Grundrauschen auf +0db und auf +10db ist sogar eher niedrig. Die Verstärkung auf einen hörbaren Pegel muss dann allerdings der Verstärker in der Kamera übernehmen. Dieser darf folglich selbst bei starker Verstärkung kein großes Rauschen erzeugen, sonst rauscht die Aufnahme. Das Mikrofon selbst rauscht gar nicht so sehr, es ist nur zu leise.

Leider haben die meisten DSLRs und Camcorder keine guten Vorverstärker eingebaut. Beispielsweise die häufig auch für Videos genutzten Canon 550D oder 600D fangen bereits ab einer Verstärkerleistung von +10db hörbar an zu rauschen. Das Hähnel muss dann meist mit maximaler Leistung verstärkt werden, die Preamps kommen an ihre Grenzen und die Aufnahme rauscht stark. Kameras mit sehr guten Vorverstärkern sind also geeignet, leider trifft das meist nur auf teure Kameras und externe Aufnahmegeräte zu.

Ein Wort noch zur Richtcharakteristik. Diese ist recht breit und bei einem Winkel von 45° im Pegel noch fast identisch zu 0°. Bei 90° außerhalb des Sweetspot ist erst die Richtcharakteristik klar wahrnehmbar.

 

 

Fazit:

Knappe 120€ kostet das Hähnel MK200 aktuell. Harter Konkurrent ist das RODE VideoMic für 100€. Das MK200 ist wesentlich kleiner, lauter und leichter. Dadurch ragt es auch bei Weitwinkel noch nicht ins Bild hinein. Es braucht nur 2 AAA Batterien statt der klobigen 9Volt Batterie und hat die passende Deadcat schon im Lieferumfang enthalten.

Die nur mittelmäßige Entkopplung und der noch immer niedrige Ausgangspegel führen allerdings bei den meisten Kameras zu stark rauschenden Aufnahmen und hörbar übertragenen Kamerageräuschen. Dadurch eignet sich das Mikrofon nur für wenige, eher fortgeschrittene Nutzer.

Wer gute Vorverstärker hat oder einen externen Audiorekorder wie den Sony PCM D50 benutzt, kann zum guten Preis ein sehr kleines Mikrofon ergattern. In seiner Größenklasse reicht dem Hähnel Preislich keiner das Wasser. Daher bekommt es von mir auch gerade noch ein Gut mit minus. Für 99€ wäre es ein Knaller geworden.

Wem die Qualität gerade in den Höhen mehr am Herzen liegt, der sollte sich entweder nach teureren Alternativen umsehen oder dem klobigen VideoMic eine Chance geben, auch wenn das noch mehr Verstärkung braucht.

Preis: Ca. 120€ (Stand 06/13)

Aktueller Preis und mehr Infos: 

 

Macht euch selbst ein Bild vom Klang mit dieser Testaufnahme in unterschiedlichen Einstellungen.

FRISCH UND HEISS

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Das Edifier R1800BT ist ein aktives Bluetooth Lautsprechersystem, bestehend aus zwei Bassreflexlautsprechern und einer Gesamtleistung von 70 Watt RMS. Für einen guten Klang sorgen...