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Sennheiser

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Der Momentum Over Ear bekommt ein Update, und was für eines. Während sich beim Design kaum etwas geändert hat, wurden dem Kopfhörer die meisten technischen Neuerungen in einer sehr hohen Qualität hinzugefügt. Nicht nur verfügt der Momentum nun über Bluetooth sondern hat auch ein sehr gutes ANC an Board, das Sennheiser selbst Noise Guard nennt.

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Testübersicht

Zuerst gesehen habe ich den neuen Sennheiser Momentum auf der IFA 2015. Nun liegt er also auch auf meinem Schreibtisch und ich bin gespannt wie er sich gegenüber dem Vorgänger verbessert hat.

Noch immer ist das erwachsene, robuste und minimalistische Design geblieben. Die Kombination aus Leder, Metall und ein bisschen Plastik steht jedem Kopf. Die Materialien sind fein gearbeitet und fühlen sich sehr hochwertig an. Der Bügel ist leider wieder ohne Polster ausgeführt und drückt daher nach einiger Zeit etwas in den Kopf. Allerdings ist das verwendete Leder dafür sehr anschmiegsam und mit der sichtbaren Naht ein Hingucker. Die größenverstellbaren Metallbügelenden sind mit sichtbaren Schrauben am Metallscharnier gearbeitet. Die Ohrmuscheln haben ein zwar hartes Polster, allerdings passt sich das weiche Leder der Ohrform gut an und umschließt das Ohr vollständig. Der Tragekomfort ist dadurch sehr gut gewährleistet.

Die Bedienelemente wurden ebenfalls recht dezent versteckt. Lediglich ein kleiner Schalter, eine Lautstärkenwippe und die Anschlüsse für microUSB (zum Laden) und den oprionalen 3,5mm Klinkenanschluss, sind auf der Rückseite sichtbar.

Der Lieferumfang ist mit der gewohnten großen Stofftasche, einem 3,5mm Klinkenkabel, einem Micro USB Kabel sowie einem Flugzeugadapter, vollständig.

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Technische Komponenten

Technisch bietet der Momentum Wireless einiges, aber nicht alles. Und das ist wohl bewusst so gewählt. Es gibt keine Touch-Steuerung am Kopfhörer selbst, was ich persönlich gut finde. Diese Steuerungen sind einfach noch nicht ausgereift genug und funktionieren häufig nicht gut genug. Dafür gibt es allerdings die Möglichkeit der Lautstärkenregelung über die kleine Lautstärkenwippe. Die funktioniert wirklich hervorragend. Zudem wird man sich zu Beginn fragen, wo der Schalter für das ANC hin ist. Den gibt es nämlich schlichtweg nicht. Sennheiser hat das Noise Guard genannte ANC nämlich so gestaltet, dass quasi dauerhaft an ist. Jedoch ist es ein Hybrid, der sich nur merkbar einschaltet, wenn auch wirklich Außengeräusche zur Unterdrückung vorhanden sind. Bin ich in einem komplett stillen raum so nehme ich auch keine Geräuschunterdrückung war.
Ist es allerdings sehr laut draußen, so werden die Außengeräusche unterdrückt und man vernimmt auch das ganz leichte Rauschen der Geräuschunterdrückung. Dieses nur sehr sehr leicht hörbar und auch nur wenn man sich ganz genau darauf konzentriert. Beim Philips shb9850nc, der natürlich auch preislich in einer ganz anderen Liga spielt, ist das Rauschen beispielsweise wesentlich präsenter.

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Noise Guard bekommt hier definitiv einige Pluspunkte. Es funktioniert hervorragend, und könnte nicht einfacher zu nutzen sein, da der Kopfhörer die Intensität selbst auswählt. Wer angst hat, dass dies zu Lasten der Akkulaufzeit geht, dem sei gesagt, dass der Momentum um die 22 Stunden Spielzeit aushält. Das ist genug um auch den längsten Tag zu überstehen.

Bluetooth machte im Test ebenfalls keinerlei Probleme. Das verwendete aptX Protokoll macht sich dazu noch gut für hochqualitative Audioübertragung.

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Klang – Die Mischung macht’s

Sennheiser hat den Momentum dieses Mal noch ein wenig offener abgestimmt, als er das zuvor schon war. Er klingt tatsächlich weniger nach einem geschlossenen Kopfhörer, der gerade in den Tiefen einiges an Druck aufbaut, sondern erinnert an einen offen gebauten Hörer. Dadurch ist das gesamte Hörerlebnis auch wenig aufdringlich. Das Gleiche gilt übrigens für höhen und Mitten, die ebenfalls sehr offen und wenig gedrungen klingen.

Insgesamt gehört der Momentum allerdings trotzdem zu den Vertretern eines geschönten Hi-Fi Klangs. Das möchte ich in der am wenigsten möglichen abwertenden Form sagen. Es liegt einfach eine Betonung auf den Mitten, die sich in Richtung der oberen Mitten zieht. Diese lässt die Stimmen etwas präsenter und den Klang wärmer und eindringlicher wirken, nimmt allerdings auch ein wenig der hohen Brillanz heraus.

Die Höhen sind wir gewohnt sehr klar und brillant. Auch feine Klänge kommen noch mit großem Detailvolumen beim Hörer an. Nicht ganz so klar wie es bei Studio Kopfhörern der Fall wäre, aber in einem sehr guten maß. Wie bei Sennheiser Kopfhörern typisch, sind die Höhen auch durchaus präsent. Das mag einigen Leuten auch schon etwas zu aufdringlich sein, jedoch findet man das am besten selbstständig heraus.

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Die Mitten sind wie schon gesagt etwas betont und dem entsprechend nicht ganz neutral. Trotzdem ist das Detaillevel hoch. Auch Nuancen werden gut abgebildet. Jedoch finde ich, dass gerade Stimmen noch etwas natürlicher wirken könnten. Das ist wohl der, wie schon oben erwähnt, etwas weniger glasklaren und super brillanten Abstimmung geschuldet. Dadurch klingt´s eben etwas weicher.

Die Tiefen ordnen sich sehr gut in dieses stimmige Klangbild ein. Der Momentum Wireless Over Ear ist kein Bassmonster. Der erzeugte Bassdruck gleicht mehr einem offenen Kopfhörer. Das heißt die Tiefen sind etwas zurückhaltender abgestimmt, haben aber trotzdem noch den vollen klanglichen Umfang und sehr gutes Detaillevel. Auch hier fällt wieder die etwas weichere Abstimmung auf, die sich durch da Klangbild zieht.
Zusammenfassend passt die klangliche Performance sehr gut zum Gesamtkonzept. Den Momentum Wireless ziehe ich auf, wenn ich im lauten Umfeld meine Ruhe haben, und trotzdem meine Musik genießen möchte. Dass diese dann nicht mit 1000Watt Vollgas aus dem Kopfhörer dröhnen sollte, ist wohl klar. Deswegen passt diese Mischung aus offen klingendem Kopfhörer ohne messerscharfe Darstellung der Details für mich sehr gut zusammen.

Sennheiser Momentum 2.0 Around Ear Wireless Headset schwarz

Price: EUR 369,00

4.1 von 5 Sternen (126 customer reviews)

6 used & new available from EUR 310,99

 

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In diesem Testbericht schicken wir den Sennheiser HD6 MIX ins Rennen – Der HD6 Mix wurde anders als die HD7 und HD8 Modelle auf den Gebrauch im Studio ausgelegt. Dabei wurden äußerlich die meisten Elemente des HD8 übernommen, jedoch die Soundabstimmung etwas für den kreativen Studioeinsatz angepasst. Wie er sich als Alternative zu den linearen Studiokopfhörern macht, das finden wir im Test heraus.

 

Überblick:

Äußerlich und funktionell wurde der HD6 Mix gegenüber dem HD8 DJ auf das wesentliche reduziert. Ich werde mich hier auf die Unterschiede und den Klang konzentrieren. Wer mehr zum Tragekomfort und dem Design erfahren möchte sollte sich den Test zum HD8 DJ unbedingt durchlesen.

Weggefallen sind zuerst einmal die Scharniere, welche das Hochklappen der Ohrmuscheln beim HD8 und 7 DJ ermöglichen. Das ist für den geplanten Einsatz im Studio kein Verlust, da diese Form der Bewegung eigentlich nicht benötigt wird.  Das Design des Kopfhörers gefällt wieder einmal sehr gut. Blau mit Schwarz und Grau passt einfach sehr gut zusammen. Der Lieferumfang ist sehr üppig mit einer hochwertigen Tasche, Zwei Kabeln (eines mit Telefonschnur), die sich wahlweise an eine der beiden Ohrmuscheln einstecken lässt, und einem zweiten Paar Ohrmuscheln.

 

Tragekomfort:

Bei Passform und Materialauswahl wurden erfreulicherweise keine Abstriche gemacht. weiche Kunstlederpolster, flexibler Bügel, und genügend Beweglichkeit der Ohrmuscheln sind absolut gewährleistet. Zudem ist der gesamte Kopfhörer absolut für den Dauereinsatz und Langlebigkeit ausgelegt.  Robustheit wird hier sehr groß geschrieben vom den Metallscharnieren bis zum Kabel.

Ebenfalls bemerken muss man die gute Schallisolierung vor Außengeräuschen in den Tiefen, jedoch eher durchschnittliche in höheren Tönen. Die komplett abschließenden Ohrmuscheln können hier nicht ganz mit den isolierenden Eigenschaften eines Sennheiser HD-25 beispielsweise mithalten.

 

Klang:

Nun vorab sei gesagt, Sennheiser legt den HD6 Mix zwar als einen Studiokopfhörer aus, jedoch kommen in der Produktbeschreibung auch die Wörter „kreative Arbeit“ vor. Daher sollte man diesen Kopfhörer auch als das betrachten was er ist, ein Hybrid zwischen Studio und DJ in dem Sennheiser seinen DJ Kopfhörer eben noch etwas mehr auf Neutralität getrimmt hat.

Insgesamt finde ich den HD6 MIX klanglich ähnlich wie den HD8 irgendwie interessant allerdings auch mit einigen deutlichen Einschränkungen versehen. Insgesamt ist das Klangbild schon sehr stark, jedoch handelt es sich hier eben auch um einen 250€ Kopfhörer, also sind die Erwartungen entsprechend hoch.

In den Höhen Klingt der HD MIX ein wenig künstlich, jedoch dafür nicht so spitz wie wir das ab und an mal von Sennheiser gewohnt sind. Claps oder Becken beispielsweise klatschen nicht so saftig und präsent sondern stehen eher hinten im Klangbild. Sie verwaschen etwas und bleiben daher auch wenig analysierbar. Rauschen wie White Noise lässt sich ebenfalls in Aufnahmen nicht besonders raushören.

Die Mitten sind durchaus gut und betonen eher in Richtung untere Tiefen. Stimmen haben durchaus Detail, allerdings ist die Detailtiefe nicht atemberaubend. Ich finde dass gerade Instrumente wie Gitarren in den Mitten etwas zu kurz kommen und zu wenig brillant und detailliert rüberkommen.

Die Tiefen offenbaren genau wie beim HD8 DJ schon ein sehr haptisches Tiefenempfinden. Die großen Treiber bewegen hier so viel Luft, dass einem die Bässe bei höheren Lautstärken nur so um die Ohren Knallen. Insgesamt findet der Kopfhörer hier auch seinen klaren Mittelpunkt der Abstimmung. Die Tiefen sind deutlich betont und übertönen fast schon in den oberen Tiefen die Mitten. Trotzdem ist auch im Detailgrad eher Mittelklasse als Oberklasse zu attestieren.  Die Bässe kommen nicht ganz so knackig rüber und neigen dazu in den breiten und warmen Tiefen zu verschwimmen.

Insgesamt muss ich dem Sennheiser HD6 MIX daher ein eher mittelmäßiges Klangbild zuschreiben. Studioqualitäten wie neutralen und durchsichtigen Klang wurden dem HD6 MIX wirklich nur begrenzt mitgegeben und es gibt klanglich wesentlich bessere Kopfhörer zum Mischen und Aufnehmen. Einen hohen Spaßfaktor hat der HD6 MIX durch die haptischen Tiefen dennoch und kann daher tatsächlich für kreative Arbeit im Studio zum Einsatz kommen. Jedoch sollte dies wirklich nicht sein Haupteinsatzgebiet sein.

 

Fazit:

Überzeugen kann der HD6 MIX mit einer sehr guten Verarbeitung und sehr gutem Lieferumfang. Klanglich ist er allerdings nur im Mittelfeld anzusiedeln und bleibt daher etwas hinter den Erwartungen zurück. Die haptisch klingenden Tiefen machen durchaus Spaß und es lässt sich ganz angenehm damit hören. Für das Studio gibt es allerdings andere Kandidaten, die ernster zu nehmen sind.

Der HD6 Mix ist bei Amazon grad nicht vergfügbar, daher hier Link zum HD8

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Bereits auf der Musikmesse 2014 hatte ich die Gelegenheit die neuen HD8 DJ, HD7 DJ und HD6 MIX Modelle von Sennheiser probe zu hören. Damals haben hatte ich klanglich noch ein paar Zweifel, allerdings ist es auf der Musikmesse auch immer so laut wie im Zirkus. Daher freue ich mich umso mehr nun den HD8 DJ, das Topmodell der neuen HD DJ Kopfhörer von Sennheiser im Test zu haben und mir ausführlich auf dem eigenen Equipment eine Meinung über den neuen Renner unter den DJ Kopfhörern im Testbericht machen zu können.

 

„Was bisher geschah“

Der Sennheiser HD8 DJ ist eigentlich der Nachfolger des bei DJs und Producern sehr beliebten und ewig lang auf dem markt präsenten Sennheiser HD 25-1 II, den ich selbst mein Eigen nenne.  Neben der sehr hohen Flexibilität, ausgelegt als Arbeitstier und den neutralen aber trotzdem bassstarken Klang hat der HD 25-1 II allerdings trotzdem seine Schwächen gehabt. Die Ohrpolster liegen direkt auf dem Ohr auf was bei langen Hörsessions stört und die Höhen sind sehr scharf und präsent abgestimmt was viele gestört hat. Sennheiser hat sich dieses Feedback sehr zu Herzen genommen und gerade an diesen Problemen gearbeitet. Heraus gekommen sind die neuen HD8 / 7 DJ.

Ein Paar Daten zum neuen HD8 DJ:

  • Ohrumschließend, geschlossenes Design
  • Uhrmuschel um 210° schwenkbar, in 3 Tragepositionen fixierbar
  • Impedanz 95 Ohm, Schalldruck 115 db
  • Frequenzbereich 8-30.000 Hz
  • Gewicht ohne Kabel 284 g

 

Überblick

Wesentlich salonfähiger sieht der HD8 DJ auf den aller ersten Blick aus. Weg sind die sichtbaren Kabel und die überstehenden Bügel. All das ist einem robusten aber flüssigen Design gewichen das in die aktuelle Zeit passt und mit der Kombination aus blauen und schwarzen Elementen durchaus Style hat.

Funktional ist der Kopfhörer als Arbeitstier und DJ Kopfhörer ausgelegt. Die Ohrmuscheln sind leicht Kippbar und können mit dem neuen Mechanismus ebenfalls nach vorn oder hinten geschoben werden. Das ermöglicht ziemlich interessante Hörpositionen als DJ, eine Seite auf dem Ohr, die andere hochgeklappt und ähnliches.  Das Gelenk ist für einfachere Handhabbarkeit gerastert und schnappt dadurch in typische Positionen die für beide Seiten gleich sind. Der Bügel ist hinzu super flexibel und lässt sich in der Größe durch die leichtgängigen Metallscharniere verstellen.

Flexibel ist auch die Kabelführung. Nicht nur ist das Kabel auswechselbar und einseitig geführt, es kann zudem auf beiden Seiten angebracht werden. Der Klinkenstecker ist vergoldet und hat einen passenden schraubbaren Adapter.

Der Lieferumfang ist vollständig mit einer Hardcover Tragetasche, einem gewöhnlichen Kabel und einem sehr langen Kabel mit Telefonschnur. Die Kabel sind Kevlar beschicktet und fühlen sich damit nicht nur sehr gut an sondern sind auch verdammt robust. Zudem gibt es austauschbare Ohrpads. Ein Paar mit Lederüberzug und ein Paar mit Stoff für den Heimgebrauch beispielsweise.

 

Tragekomfort

In seiner Ausgangsposition ist der HD8 DJ in einem Wort sehr bequem. Die leicht abgewinkelte Position der Ohrmuscheln zum Bügel ist beim ersten Tragen etwas ungewohnt und man meint der Kopfhörer säße etwas schief auf dem Kopf. Tatsächlich ist dies jedoch nur eine viel natürlichere Position, die den Druck der Ohrmuscheln viel gleichmäßiger auf dem Kopf verteilt und sich nach kurzer Gewöhnung sehr gut anfühlt.

Die Ohrpolster sind wie von Sennheiser gewohnt sehr weich gefertigt und schmiegen sich dem Kopf gut an. Ja richtig dem Kopf. Trotz dass Sennheiser die HD DJ Modelle On-Ear Kopfhörer nennt, sind es eher Over-Ear Kopfhörer geworden. Mein Ohr jedenfalls findet in der Ohrmuschel komplett und bequem platz. Der Anpressdruck ist zudem optimal austariert und drückt gerade genug um fest zu sitzen aber noch immer nicht zu stören. Das ist Meisterarbeit die sich bei langen Hörsessions bemerkbar macht.

 

Uuuund – Action!

Beim Einsatz als DJ Kopfhörer finde ich es besonders wichtig, dass ich eine gute Abschirmung vor Außengeräuschen der PA im Club auf der einen Seite habe und auf der anderen Seite schnell ein Ohr frei bekomme um den PA Sound beim Mixen zu hören. Die Isolierung vor Außengeräuschen ist etwa gleich mit der des HD 25-1 II und damit sehr gut. Klar kommt noch einiges durch aber der Unterschied ist deutlich und bringt einen erheblichen Vorteil, nicht nur im Club sondern auch in lärmbelasteter Umgebung.

Das Aufziehen, Abziehen und Ohr frei bekommen funktioniert jedoch nicht ganz 100% Optimal. Da ich vom sehr flexiblen HD 25-1 II komme, der sich sofort auf die Ohrposition anpasst sobald der aufgezogen ist, fällt mir beim HD8 DJ auf, dass dieser in den Scharnieren ein bisschen schwergängiger ist und schon mal ein bisschen Nachdruck braucht um nach dem Absetzen wieder sofort in die richtige Position auf dem Kopf zu rutschen. Es ist ein bisschen mehr Gefühl beim Handling gefragt. Trotz, dass der Kopfhörer mit seinen 300 Gramm noch immer nicht schwer ist, hat der HD 25-1 II im Vergleich ein deutlich niedrigeres Gewicht und lässt sich so auch etwas leichter umherwedeln.

Das Hochklappen einer Ohrmuschel per Scharnier funktioniert im Einsatz auch nur bedingt. Beim wieder Herunterklappen schappt schon mal das andere Scharnier aus wodurch dann der ganze Kopfhörer aus seiner Position gerät. Das ist im Eifer des Gefechts eher nicht gut weswegen ich hier keine großen Experimente eingehen würde sondern die Position einmal bestimmen und dann auch so belassen würde. Für Leute die gern einseitig hören ist das System mit den flexiblem Scharnieren also nur bedingt zu empfehlen, da man den Kopfhörer einfach zu häufig wieder „ausrichten“ muss. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen. Köpfe sind unterschiedlich.

 

Klang

Beim Klang hat sich Sennheiser ganz besonders die Wünsche der Nutzer zu Herzen genommen. Der HD8 DJ klingt klar, neutral und hat trotzdem eine hohe Dynamik, hammer Bass der im Klangbild vorne steht und eine brachiale Impulstreue.

Legen wir mal bei den Höhen los. Die sind deutlich weniger spitz als die des HD 25-1 II und klingen noch ausgewogener und super sauber. Allerdings haben sie durch den Verlust in den Spitzen auch nicht mehr ganz so durchsichtig und Studio-like in den Höhen. Getaucht wird dies gegen einen deutlich besseren Langzeit Hörgenuss. Und wie gesagt wer sich vorher beschwert hat wird jetzt glücklich sein.

Die Mitten klingen durchweg ausgewogen, höchstens mit einer leichten Tendenz zum Nasalen irgendwo bei 2-4kHz. Sie werden ein wenig von den sehr präsenten Bässen überdeckt, wenn die Musik ordentlichen Bass enthält. Insgesamt aber sehr zufriedenstellend.

Die Tiefen sind sau straff abgestimmt und wie schon gesagt sehr impulstreu. Kicks blasen einem nur so gegen das Ohr. Das macht nicht nur beim Hören Spaß und lässt Anschläge besonders knackig rüberkommen sondern hilft auch im lärmbelasteten Club die Beats zu synchronisieren und das Gefühl für das Tempo besser zu transportieren. Ich finde allerdings dass dieser fast schon haptische Transport der Tiefen etwas die Definition und die Tiefenstaffelung raus nimmt. Die Tiefen übertönen wie gesagt teils schon den Mittenbereich der dadurch etwas dumpfer wird und können durch das Volumen die Definition etwas weniger gut transportieren.

Ich finde dass der HD-8 DJ im direkten Vergleich zum HD 25-1 II klanglich noch stärker auf den Einsatzbereich am DJ Pult ausgelegt wurde. Die weniger scharfen höhen und der krass impulstreue Bass der sehr viel Luft bewegt machen beim Abhören und Syncen im laufen Club einfach großen Sinn. Als Trade-Off nehmen sie dem Kopfhörer allerdings etwas die Brillanz. Schlecht ist das in keinem Fall, man sollte sich dessen jedoch bewusst sein.

 

Fazit

Viel Feedback wurde von der Kritik am HD 25-1 II umgesetzt. Der HD8 DJ ist ein reifer, gut aussehender und sehr flexibler Arbeitskopfhörer der mit super Verarbeitung für den harten DJ Alltag bestens gerüstet ist. Der Klang eignet sich besonders gut für lärmbelastete Clubs und lässt sich dort sehr gut abhören. Er ist einen Schritt weiter weg von seinem Studio-nahen Vorgänger hin zum dynamisch bassbetonten DJ Kopfhörer gegangen, der sicherlich bei vielen großen Anklang finden wird. Das neue schwenkbare Konzept der Ohrmuscheln geht für den Einsatz im Club nur bedingt auf und hat mich persönlich manchmal eher gestört als gefreut. Dafür ist der Tragekomfort sehr gut und das neue Over-Ear Design sehr angenehm.

Ein Perfekter Kopfhörer ist der Sennheiser HD8 DJ für meinen Geschmack damit nicht geworden, hat  aber durchaus seine großen Stärken über die sich viele DJs freuen werden. Gerade wer nicht auf Studio Klang steht wird hier sicher die Vorzüge des HD8 DJ zu schätzen wissen.

Aktueller Preis und mehr Infos:

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Sennheiser Momentum Over-Ear im Test

Den Sennheiser Momentum On-Ear hatten wir letztlich schon im Test. Heute folgt der große Bruder, der Sennheiser Momentum Over-Ear. Die Unterschiede zwischen beiden liegen in den Details, wirken sich jedoch stark aus.

 

Überblick

Der Sennheiser Momentum (Over-Ear) ist ein geschlossener Kopfhörer im Over-Ear Design. Das bedeutet die Ohren werden komplett von der Ohrmuschel umschlossen. Wie sich das auswirkt erkläre ich noch im Tragekomfort. Das Design des Kopfhörers ist sehr erwachsen und trotzdem frisch. Verfügbar sind zwei, wie ich finde, rattenscharf aussehende Farbkombinationen. Schwarz kombiniert mit roten Highlights und Bran kombiniert mit hellbraunen Highlights. Zusammen mit dem Kopfhörerbügel aus gebürstetem Aluminium und oberseitigem Lederüberzug, wirkt der Kopfhörer enorm hochwertig, modern und stilecht zugleich. Design 10 Punkte.

Gleiches gilt für die Verarbeitung. Die hochwertigen Materialien sind mit hoher Präzision zusammengesetzt worden. Trotz einiger Plastikelemente knarzt und quietscht am Kopfhörer nichts. Zudem sind in den Momentum so viele feine Details wie Nieten, spiegelnde Sennheiser Logos und Buttons eingebaut, dass er einiges fürs Auge bietet.

 

 

Lieferumfang

Der Lieferumfang lässt sich nicht lumpen. Ein mit Stoff überzogenes Hardcase gewährt dem verpackten Kopfhörer Schutz. Von den austauschbaren Kabeln liegen gleich zwei Stück bei. Eines mit Fernbedienung und Mikrofon sowie ein zweites ohne Fernbedienung. Einen Adapter von kleiner auf große Klinke gibt’s ebenfalls dazu. Vollständig also.

 

Tragekomfort

Durch das Over-Ear Design liegen die Ohrmuscheln auf dem Kopf statt auf dem Ohr auf. So landet der Anpressdruck nicht auf dem Ohr selbst, was ein bequemeres Tragen ermöglicht als bei On-Ear Kopfhörern. Bei vielen Over-Ear Kopfhörern ist der Anpressdruck jedoch zu hoch und die Ohrmuscheln drücken bei langem Tragen auf die Kiefermuskulatur. Nicht so beim Momentum. Ich bin wirklich sehr angetan vom Tragekomfort. Nicht nur sind die Ohrpolster aus Leder wirklich sehr weich und bequem, der Anpressdruck des Kopfhörers ist nur sehr leicht wodurch langes Hören ohne jegliche Schmerzen machbar wird.

Trotzdem sitzt der Kopfhörer sehr fest auf dem Kopf. Ermöglicht wird dies durch das sehr niedrige Gewicht des Momentum von 190g. Hier hat Sennheiser wirklich eine sehr gute Arbeit gemacht und ermöglicht so den sehr hohen Tragekomfort.

 

Klang

Klanglich setzt der Momentum Over-Ear Akzente in der Klarheit und Auflösung. Er klingt vergleichsweise hell und spielt hohe Töne recht präsent. Dadurch mag er für manch Einen schon etwas spitz klingen. Lässt man sich auf diesen Klang allerdings erst einmal ein, ertönen die gewohnten Musikstücke in neuer Brillanz und Klarheit. Audiophile werden wissen wovon ich spreche. Höhenbetont bleibt die Abstimmung aber trotzdem.

Was die Mittenwiedergabe angeht spielt der Monentum neutral und natürlich auf. Stimmen beispielsweise wirken hoch aufgelöst und klingen sehr echt.

Die Tiefenwiedergabe ist in Detail und Genauigkeit ebenso erstklassig wie Mitten und Höhen. Anschläge und Punches haben kurze Abschwünge und kommen daher sehr definiert an. Trotzdem wirkt der Monentum noch nicht analytisch sondern eben einfach sehr klar und hochaufgelöst. Das Tiefenvolumen ist etwas zurückhaltend. Gerade Hip-Hop Songs werden teilweise nicht mit genügend Bassfundament untermauert. Die Bässe hauen einfach nicht so fett rein sondern bleiben im Klangbild eher auf gleichem Pegel wie die Mitten. Trotzdem, oder vielleicht auch deswegen, packt der Momentum auch noch sehr tiefe Töne und bringt diese mit hoher Definition zum Hörer. Hier ist es einfach Geschmacksfrage ob einem ein sattes Bassfundament lieber ist oder man die Klarheit und Neutralität in der Musik schätzt. Letzteren Kundenwunsch bedient der Sennheiser Momentum mit herausragender Bravour.

Die Klangliche Abstimmung macht mir besonders bei älteren Stücken von Dylan & Co. oder älteren Country Hymnen Spaß. Hier stellt die gelungene Abstimmung die Stimmen perfekt in die Mitte und lässt die Akustikgitarren bis ins kleinste Detail klar aufsummen.

 

Fazit

Der Momentum Over-Ear ist ein besonderer Kopfhörer. In Sachen Materialanmutung und Verarbeitung ist er bis ins kleinste Detail ein hochwertiges Meisterwerk. Von der kleinsten Schraube bis zum optimal ausgetüftelten Anpressdruck stimmt einfach alles. Langlebigkeit wird hier mit sehr hochwertigem Design gepaart.

Klanglich ist der Momentum auf Klarheit und eine sehr hohe Auflösung getrimmt. Manchen wird er zu hell klingen, anderen nicht satt genug im Bass. Alle die dazwischen liegen und den sehr hohen Detailgrad in ihrer Musik schätzen, denen gibt der Momentum genau dieses Klangbild, welches sich zudem nicht zu analytisch ist und sich damit angenehm hören lässt.

Ich bin vom Momentum Over-Ear absolut überzeugt. Der Preis von knapp 300€ ist absolut gerechtfertigt. Hier bekommt man ein Meisterstück mit erstklassigem Klang.

Aktueller Preis und mehr Infos:

 

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Sennheiser Momentum On-Ear im Test: Den Sennheiser Momentum gibt es schon eine Weile, noch relativ frisch ist jedoch die kleinere On-Ear Variante des Sennheiser Momentum, welche ich mir in diesem Test ansehe. Die liegt knapp 100€ unter dem Preis der Over-Ear Variante und ist kleiner.

 

Überblick

Der Sennheiser Momenum On-Ear Kopfhörer ist als geschlossener Kopfhörer gebaut. Das Design geht neue Wege mit einem wie ich finde sehr hochwertigen Look und überragend guter Verarbeitung. Der Bügel des Momentum besteht aus Leichtmetall und ist mit einem Alcantarastoff überzogen, der eher an raues Leder erinnert. Feine Details wie nieten im Bügel oder die sichtbaren Nähte des Alcantara-Überzuges runden das erstklassige Design ab.

Die Momentums gibt es in verschiedenen Farben, allesamt eher pastellähnliche Töne, die sich erstklassig mit dem industriellen Design des Kopfhörers vertragen. Besonders gefällt uns die Version mit schwarzem Grundton und Highlights in rot.

Zum Lieferumfang gehören:

  • Audio-Kopfhörer Kabel
  • Kopfhörerkabel mit Fernbedienung und Mikrofon für iOS
  • Erstklassige Tasche in hoher Qualität

 

Tragekomfort

Auf dem Kopf sitzt der Momentum super weich. Das ist vor allem den dicken und weichen Ohrpolstern zu verdanken, die zudem ebenfalls mit Alcantara überzogen sind. Das Material fühlt sich durch seine Struktur noch weicher an als Leder und die Haut schwitzt darunter nicht.

Die Isolierung vor Außengeräuschen ist jedoch nur mittel, da das Material nicht wie Leder abschließt. Für etwas Geräuschunterdrückung in Bus und Bahn reicht der On-Ear Momentum aus. Wer noch weniger Außengeräusche will, sollte sich die Over-Ear Variante des Momentum anschauen.

Die stufenlos verstellbaren Bügel lassen den Momentum auf jedem Kopf bequem platz finden. Zudem sind die Ohrmuscheln auf einem Gelenk aufgehängt und bewegen sich in alle Richtungen leicht mit. Der Anpressdruck ist nicht zu feste. Das geringe Gewicht des Kopfhörers trägt zudem zum Tragekomfort bei und verhindert das Abrutschen bei Kopfbewegungen.

 

Fernbedienung und Kabel

Wie schon erwähnt liegt ein Audiokabel ohne Fernbedienung sowie eines mit Fernbedienung und Headset bei. Beide Kabel verdrehen sich nicht, sind weich und nicht klebrig. Einstecken in die Hosentasche ist also kein Problem. Die Fernbedienung ist groß geraten und lässt sich sehr einfach bedienen.

Props auch noch an den Klinkenstecker. Der ist sehr klein, abgewinkelt und hat ebenfalls ein durchdachtes Design.

 

Klang

Klanglich geht der Sennheiser Momentum den Zeitgeist mit, verzichtet dabei aber nicht auf Sennheiser typische Klangelemente.

Die Tiefen sind satt ausgelegt und wummern mit ordentlichem Tiefgang. Von Sennheiser gab es in den Tiefen schon detailverliebter klingende Kopfhörer, jedoch ist die Performance noch besser als es bei so manchem anderen Kopfhörer dieser Preisklasse der fall ist. Das satte Bassfundament ist präsent, verbirgt aber andere Frequenzen noch nicht unter sich, wie das die Kollegen von Beats schon mal eher hinbekommen.

In den Höhen klingt der Momentum wesentlich weniger hell bzw. scharf als ich das von Sennheiser Kopfhörern gewohnt bin. Auch wenn mir dieser Charakter immer gut gefallen hat, so lässt es sich mit dem Momentum länger und angenehmer hören. Trotz dieser etwas anderen Abstimmung verzichten die Höhen nicht auf Details und bleiben recht klar.

In den Mitten ist der Momentum in den tieferen Mitten am präsentesten. Grundsätzlich gibt das Stimmen und verzerrten Gitarren einen etwas dunkleren Klang. Trotzdem bleiben die Mitten recht durchsichtig. Der Momentum ist also nicht etwa neutral abgestimmt sondern hat schon ein Klangbild, das in die Tiefen zieht und auf diesen einen Schwerpunkt setzt. Erfreulicherweise jedoch nicht so stark, dass das allgemeine Detailniveau zu sehr leidet.

Nur bei stark komprimiertem Rock gefällt mir diese klangliche Abstimmung nicht so gut, da sich die Musik dann zu sehr in den Tiefen und unteren Mitten abspielt. Generell passt die Abstimmung aber zu den meisten Musikrichtungen und wie schon gesagt zum aktuellen Zeitgeist.

 

Fazit

Der Sennheiser Momentum On-Ear sieht erstklassig aus, ist hervorragend verarbeitet und hat einen ebenso guten Lieferumfang. Der Sitz ist sehr gut, die Einstellungsmöglichkeiten hervorragend und auch der Tragekomfort auf hohem Niveau. Klanglich geht der Sennheiser Momentum den Zeitgeist mit und legt ein sattes Tiefenfundament in den Vordergrund. Erfreulich ist allerdings, dass darunter die Höhen und Mitten nicht zu sehr leiden und noch mit guter Detailwiedergabe glänzen können. Ein etwas ausgewogenerer Klang hätte es jedoch für mich schon sein können weswegen ein kleines Minus vor dem „Sehr Gut“ sein muss.

Der Preis ist für diesen erstklassigen Kopfhörer absolut angemessen. Ich bin mal gespannt wie sich der große Bruder im Over-Ear Design schlägt und ob die 100€ Aufpreis dort gerechtfertigt sind.

 

Aktueller Preis und Infos zum Momentum

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Test: Sennheiser CX 880 Ohrkanal Köpfhörer

Ohrkanalhörer gibt´s umsonst beim MP3 Player dabei, bis hin zum diamantenbesetzten Edelstück. Unser Testobjekt, der Sennheiser CX 880 platziert sich, mit einem aktuellen Verkaufspreis von knapp 60€, preislich im soliden Mittelfeld. Wie es um Klang, Verarbeitung und Funktionen steht, das wird dieser Testbericht ausführlich darstellen. Eine Leiche hat der CX 880 nämlich klanglich im Keller.


 

Auf den ersten Blick:

Schwarz und Grau sind die beiden Farbtöne des CX 880. Trotzt der Tatsache, dass ausschließlich Kunststoff verwendet wurde, sehen diese Ohrkankalhörer sehr edel und schlicht zugleich aus mit einem Design zwischen geschwungen und eckig.

Schon beim ersten Kontakt fühlen sich die Aufsätze besonders weich und flexibel an. Das Kabel ist rau gummiert und mit 1,2m lang genug.

Auffälligstes Merkmal am Kabel ist der Lautstärkenregler, der einen Wiederstand enthält und mit einem Ring, statt einem Rad oder Knöpfen ausgestattet ist. An sich finde ich das gut, ist mal was anderes. Allerdings muss man zur Pegelung immer zwei Hände an den kleinen Stift legen. Mit einer Hand lässt sich der Stift nicht festhalten und der Ring gleichzeitig drehen. Nicht ganz bis zum Ende mitgedacht. Der Klinkenstecker ist abgewinkelt, schmal und vergoldet.

 

Tragekomfort und Aussehen:

Selten haben Ohrkanalhörer bei mir auf Anhieb so gut gepasst und saßen so bequem im Ohr wie die Sennheiser CX 880. Die weichen und flexiblen Aufsätze passen sich sehr gut dem Ohrkanal an. Begünstigt wird dieser hervorragende Sitz außerdem dadurch, dass die Stöpsel nicht so tief im Ohrkanal stecken, sondern eher im vorderen Teil des Kanals Halt finden. Dadurch wird der, häufig als unangenehm empfundene, Druck auf den Ohren minimiert.

Im Ohr steckend sehen die Hörer sehr gut aus. Wenn man nicht weiß, dass es sich um einen Ohrkanalhörer handelt, wird man annehmen es seien gewöhnliche Ohrhörer. Das dürfte vor allem denjenigen entgegenkommen, die auf Understatement bei ihren Ohrhörern setzen und nicht besonders auffallen wollen. Genau an diese Zielgruppe richten sich die CX 880.

Klangeindruck:

Die Sennheiser CX 880 sind ein zweischneidiges Schwert. Abhängig von der Lautstärke mit der gehört wird, zeichnet sich ein anderes Klangbild ab.

Im ersten Fall hört man auf gemütlicher Lautstärke seinen Lieblingstiteln zu. Mit einer hohen passiven Dämpfung der Außengeräusche lädt der CX 880 zugegeben auch zu diesem angenehmen hören ein. Sehr gut reproduzieren die Treiber auf dieser Lautstärke das komplette Klangbild. Satte aber präzise Tiefen paaren sich mit neutralen Mitten und einem angenehm brillanten Hochtonbereich, der höchstens bei High-Hats etwas an seiner Genauigkeit verliert und ein wenig nach Blechbüchse klingt. Kritik, jedoch auf hohem Niveau. Gemessen am Preis ein hervorragendes Ergebnis.

Leider gibt es aber auch noch das zweite Gesicht des Kopfhörers. Gibt man etwas mehr Pegel auf die CX 880, so dass Musik hören richtig Spaß macht, so übertönen die Zisch- und S-Laute leider deutlich. Da kann es schon im Ohr schmerzen, wenn eine sonst schöne Stimme ihren Gesang zum Besten gibt. Die anderen Frequenzen verhalten sich vorbildlich und gerade die Tiefen beeindrucken mit enormem Detail auf diesen Lautstärken. Zu schade nur, dass die Schwäche in den Höhen die großen Pegel kaum zulässt.

Ergo überzeugt der Sennheiser auf niedriger Lautstärke, verliert aber auf hoher.

 

Im Lieferumfang enthalten:

Sind außerdem eine Ledertasche, ein Tool für das Auswechseln des Schaumstoffes im Gehäuse der Ohrhörer und neuer Schaumstoff, ein Clip für die Befestigung des Kabels an der Kleidung, sowie ein größeres und ein kleineres Parr von Aufsätzen.

Die Ledertasche bedarf vor ihrer korrekten Benutzung allerdings eines genauen Studiums der Bedienungsanleitung. Kann auch an mir liegen aber das Prinzip erschloss sich mir nicht direkt. Einmal richtig aufgerollt schützt die Tasche allerdings in innovativer Art und Weise den Kopfhörer. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Stofftasche nimmt sie allerdings auch deutlich mehr Platz ein.

 

Fazit:

Es fällt etwas schwer ein eindeutiges Fazit zu fällen. Alles gefällt uns gut und ist stimmig auf die Zielgruppe des Sennheiser CX 880 abgestimmt. Unterstellt man dieser Zielgruppe außerdem noch, dass sie nur auf niedrigen Lautstärken hört, so ist dies wohl einer der sehr guten Kopfhörer im mittleren Preissegment. Auf hohen Lautstärken sind die übertönten Zisch- und S-Laute jedoch nicht verzeihbar.

Insgesamt also noch ein Gut mit dem Hinweis nur zuzugreifen, wenn man nicht unbedingt auf hohen Lautstärken hören möchte, was mit der hohen passiven Lärmdämpfung durchaus gut möglich ist. Daher besser Probehören vor einem Kauf.

Plus:

  • Design mit Understatement
  • hochwertig
  • hervorragender Sitz im Ohr
  • hohe passive Dämpfung von Außengeräuschen
  • Ledertasche

 

Minus:

  • überhöhte Zisch- und S-Laute auf höheren Lautstärken
  • Lautstärkenregler nur mit zwei Händen bedienbar


Preis: ca. 60€  (stand 12/2011)

Preis und Infos bei Amazon.de

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Test: Sennheiser HD 238i – Offener Kopfhörer / Headset

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Als bekennender Fan des Sounds von Sennheiser, sei es im Bereich Mikrofon oder Kopfhörer, habe ich mich besonders auf den HD 238i gefreut. So steht die deutsche Audio-Schmiede doch für hochwertigen und professionellen Sound. Die Erwartungen sind also hoch und, soviel darf ich schon einmal vorwegnehmen, wurden auch erfüllt.

Ausgelegt ist der HD 238i, mit einem offenen Design, für den entspannten Heimgebrauch oder für unterwegs und ist klanglich an dieses Einsatzgebiet abgestimmt, dazu aber später mehr. Als besonderes Feature hat der Kopfhörer ein eingebautes Headset für die gängigen Smartphones an Board.

Ein gutes Paket also. Schauen wir den Sennheiser also mal etwas genauer an. Hier unser Testbericht:

Außen:

Schwarzes, mattes Plastik. Stilvoll und gewöhnlich wie eh und je. Einen silbernen Akzent setzen äußerlich nur die Ohrmuscheln mit dem Logo und einem Ring um die, nach außen offen gehaltene, Membran. Durchaus schick. Der Bügel ist recht dünn gehalten und leicht an die Kopfform anpassbar.

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Am ebenso dünnen, aber stabilen, einseitig geführten und 1,2 Meter langen Kabel, baumelt die Fernbedienung samt eingebautem Mikrofon. Regelbar sind Lautstärke sowie Start und Stop / accept Call. Der mittlere Knopf drückt sich etwas schwieriger als die beiden äußeren, insgesamt funktionieren die Fernbedienung und das Mikrofon aber sehr gut.

Zum Transport lassen sich die Ohrmuscheln seitlich klappen. Verstaut werden kann das gute Stück dann in der mitgelieferten, einfachen Tasche.

 

Sitz:

Beim ersten aufziehen schon fällt auf: Hier haben wir es mit einem Federleichtgewicht zu tun. 105 Gramm bringt der Sennheiser HD 238i auf die Waage, wenn die solch ein Gewicht überhaupt schon bemerkt. Oftmals habe ich beim Hören vergessen, dass ich einen Kopfhörer auf den Ohren habe, so leicht ist dieses Exemplar. Auch bei starken Kopfbewegungen rutscht der HD 238i kein Stück. Das hängt einerseits mit dem Gewicht, andererseits mit der wirklich optimalen Passform zusammen.

Die dicken Ohroplster liegen sehr weich auf dem Ohr, rutschen aber trotzdem kein Stück. Dafür sorgt ein dünner Kunstlederüberzug auf dem Ohrpolster. Auch das Polster auf dem Bügel ist mit Kunstleder überzogen und besonders weich. Der Kopfhörer sitzt also wirklich hervorragend auf dem Kopf. Warme Ohren gibt es ebenso wenig. Durch die offene Bauform kann die Luft frei um das Ohr strömen. Volle Punktzahl hier!

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Klanglich:

Wie eingangs bereits erwähnt, handelt es sich hier um ein Modell aus der Kategorie „Heim und unterwegs“. Entsprechend gestaltet sich auch das Klangbild. Der klang ist druckvoll im Bass, detailreich aber nicht scharf in den Höhen und warm in den Mitten. Musik hören wird hier wieder mal zum richtigen Spaß. Der HD 238i ist weniger aufdringlich sondern eben wärmer und ausgeglichener als so mancher Rivale in diesem Feld. Optimal würde ich ihn wirklich für einen entspannten Abend auf der Couch mit einem Glas Wein empfehlen. Ebenso kann man ihn für unterwegs empfehlen. Durch die offene Bauform werden jedoch vergleichsweise wenige Außengeräusche abgeschirmt, weswegen er erst in ruhigeren Umgebungen sein volles Potential entfalten kann.

[singlepic id=374 w=500 h=440 float=center]Überrascht hat mich vor allem der tief reichende und druckvolle Bass. Für einen offenen Kopfhörer ist es immer schwieriger Druck im Bass aufzubauen als für geschlossene. Der HD 238i kann sich hier absolut mit seinen geschlossenen Kollegen messen.

Zusammenfassend bin ich vollauf überzeugt vom Klangbild. Der Sennheiser ist genau das was ich von ihm erwartet habe. Detailreich aber nicht aufdringlich – zum entspannten aber anspruchsvollen Hören durch alle Musikrichtungen. Klassisches, Popmusik, sogar Electro lässt sich hervorragend hören.

 

Gibt’s denn gar nichts zu meckern?

Nicht ganz. Durch die recht hohe Impedanz des Kopfhörers ist die maximale Lautstärke bei iPhone und co. schnell erreicht. Nur sehr selten wollte ich wirklich mal lauter hören als mein iPhone es zugelassen hätte, dennoch wäre etwas mehr Reserve gut gewesen. Gerade in der Bahn oder Bus kommt der Kopfhörer dann mal an seine Grenzen.

 

Fazit:

Was er sein will ist er: Ein hervorragender Kopfhörer für den Heimgebrauch oder für unterwegs. Unaufdringlicher, warmer, detailreicher Sound mit besonders druckvollem aber ausgewogenem Bass, machen den Sennheiser HD238i zu einem wohlklingenden Alleskönner für so ziemlich jede Musikrichtung. Der hervorragende Tragekomfort rundet das Paket ab. Zu einem Straßenpreis von aktuell knapp 90€ finden wir ihn außerdem fair bepreist.

Wer also solch einen Kopfhörer mit iPhone Remote sucht, der kann ohne Bedenken zugreifen!

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Plus:

  • unaufdringlicher aber detailreicher Sound
  • satter, tiefer Bass
  • hervorragender Tragekomfort
  • gutes Design
  • iPhone Remote

Minus:

  • Impedanz etwas hoch

 

Preis: ca. 90€ (Stand: 11/2011)

 

Sennheiser HD 238i Produktseite:

HD 238i Preis und Infos bei Amazon.de

 

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Sennheiser bietet eine große Palette an verschiedensten Kopfhörern und In-Ears an. Auch im professionellen Segment ist die deutsche Firma sehr aktiv. Aus diesem Segment kommt der Sennheiser HD 25-1 II auf den Markt. Kann er mit anderen Studio-Kopfhörern im oberen Preissegment, wie dem Beyerdynamic DT 990 Pro mithalten? Wir haben den HD 25 für euch getestet.

 

Außen:

In schlichtem und zeitlosem Schwarz kommt er daher. Vorab schon einmal: Einen Design Preis bekommt der Sennheiser sicher nicht. Ein offener Kabelverlauf und Abstehende Ohrmuscheln findet nicht jeder schön und können beim Einsatz als DJ Kopfhörer durchaus ein paar Groopies verschrecken. Dafür hat der Sennheiser andere Qualitäten. Und die liegen vor allem in den inneren Werten. Das Stahlkabel des HD 25 ist mit glattem Gummi ummantelt und 1,5m lang was für den Standartgebrauch durchaus ausreicht.[singlepic id=11 w=320 h=240 float=right]
Der Stecker ist optional von 6,35mm Klinke auf 3,5mm Klinke abschraubbar, abgewinkelt und vergoldet für eine bessere Leitfähigkeit.Bei Kopfhörern in dieser Preisklasse gehört das allerdings auch schon zum Standard. Die einseitige Kabelführung ist auch positiv zu bemerken. Der Kopfhörer ist weiterhin modular ausgeführt. Ist ein Einzelteil beschädigt so kann dieses bei Sennheiser nachbestellt und ausgetauscht werden. Bei vielen anderen Modellen muss hier direkt der ganze Kopfhörer ausgetauscht werden. Das Freut natürlich den Geldbeutel. Der spreizbare Bügel ist außerdem größenverstellbar und in der Mitte gespalten und passt sich so an eigentlich jedem Kopf gut an.


In der Praxis:[singlepic id=10 w=320 h=240 float=left]Der Sennheiser fühlt sich vor allem in Studioluft, auf oder vor der Bühne beim Abmischen und hinter Turntables als DJ-Kopfhörer heimisch. Hier kann er seine Stärken ausspielen. Außengeräusche werden durch die geschlossene Bauweise, vor allem im Hochtonbereich, bis zu -20db gedämpft. Der sehr lineare Frequenzgang, der durchaus Studio-Monitor-Qualität erreicht, hilft bei der Beurteilung von Aufnahmen und beim Mix. Die Bügel des HD 25 sind allerdings etwas straff ausgelegt so, dass die Pads stark auf das Ohr drücken. Dadurch kann bei Hörsessions von über zwei Stunden das Ohr schon einmal rot werden. Biegsamkeit ist er dennoch. Die Ohrpolster können seitlich abgewinkelt werden und begünstigen damit das einseitige Hören, was vor allem bei DJs sehr beliebt ist und schonmal die ein oder andere Kaufentscheidung beeinflussen kann. Der Sennheiser kann auch hier punkten.

 

Wie Klingt er denn nun?

Sennheiser selbst gibt den Frequenzbereich mit 16 – 22.000 Hz durchaus realistisch an. Die Höhen sind stark und klar und mögen damit für manch einen vielleicht schon stechend wirken. Der Mittenbereich ist gut differenzierbar. Gerade die Bässe haben uns besonders überzeugt. Die schlagen unerwartet knackig ein und lassen sich selbst bei geringen Lautstärken noch bis in den Tiefbassbereich gut beurteilen. Im Gesamten wird nichts besonders überhöht, sondern Linear ins Stereofeld gelegt. Diese Linearität bedeutet allerdings gleichzeitig, dass der Hörspaß bei schlechte MP3 Aufnahmen leiden kann. Der HD25 zeigt eben als Studio Kopfhörer alle Schwächen der Aufnahme gnadenlos auf. Sucht man also einen Kopfhörer für unterwegs oder das heimischen Sofa ist der Sennheiser wohl nicht die erste Wahl.

Was er können soll, das kann er aber hervorragend!

 

Fazit:

[singlepic id=12 w=320 h=240 float=left]Der Sennheiser HD 25 ist ein Klangwunder. Er Überzeugt durch druckvollen und tiefen Bass,  knackige Höhen und einen klar differenzierten Mittenbereich. Durch die breiten Lederohrpolster und die geschlossene Bauweise werden Umgebungsgeräusche abgedämpft was ein klares Hören auch in geräuschbelasteter Umgebung ermöglicht.

Die sehr klaren Höhen können geschmacksabhängig allerdings etwas zu scharf klingen und auf Dauer das gehör ermüden. Auch drückten die Ohrpolster, durch den strammen Bügel, bei langem Tragen mehr als normal auf das Ohr. Es lohnt sich also den Kopfhörer vorher einmal beim lokalen Händler probe zu hören und zu tragen.

Bei einem Preis von aktuell etwa 160€ ist der Sennheiser kein Schnäppchen, kann aber durch seine Qualität und die hochwertigen Komponenten seinen Preis absolut rechtfertigen.

Von diesen kleinen Schwächen abgesehen kann der HD 25 voll überzeugen und ist besonders für alle Liebhaber von linearem Klang besonders zu empfehlen![singlepic id=120 w=320 h=240 float=right]Plus:

  • druckvoller und linearer Sound mit Studio Monitor Qualitäten!
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Einseitiges hören möglich
  • Einseitige Kabelführung
  • Modulare Bauweise

Minus:

  • Design ist Geschmackssache.
  • Ohrpolster können bei langem Hören auf die Ohren drücken.

Infos und Preis zum HD 25-1 II bei Amazon

Preis: ca. 160 €
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FRISCH UND HEISS

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