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Studio Monitor

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Studio Monitore haben bekanntlich eine sehr lange Lebensdauer auf dem Markt. Nicht wie bei Bluetooth Lautsprechern etwa, wo ein neues Modell alle drei Wochen auf den Markt kommt. Um so erfreulicher ist es, wenn ein Hersteller ein neues Modell auf den Markt bringt. So ist es nun kürzlich bei ESI geschehen. Der ESI uniK 05 und uniK 08 Studio Monitor wurde neu aufgelegt und heißt jetzt uniK 05 plus. Wir haben die 5 Zoll Variante hier getestet und ich will euch natürlich kein Wort davon vorenthalten.

Der Monitor ist in der Einsteigerklasse platziert, hat aber trotzdem den, sonst in günstigen Modellen durchaus seltenen, Bändchenhochtöner an Board. Preislich liegt der uniK 05 plus bei etwa 220€ pro Stück. Damit muss er sich schon den Vergleich mit dem ADAM F5 vergleichen lassen. Vorab muss ich sagen, dass ich den ADAM F5 nur auf einer Messe gehört habe, entsprechend keinen qualifizierten Vergleich abgeben kann. Stattdessen vergleiche ich den Monitor mit diesen ähnlichen Modellen aus der Einsteigerklasse: Tannoy Reveal 502 und Monkey Banana Turbo 5, die beide preislich etwas niedriger liegen.


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Überblick

Der ESI uniK 05 Plus ist ein aktiver Nahfeld Studio Monitor mit 5 Zoll Kevlar Tief-Mitteltöner und einem Bändchenhochtöner, dessen Größe hier nicht wirklich etwas zur Sache tut. In der Leistung bringt der Lautsprecher 60 Watt, gleichmäßig auf zwei getrennte Endstufen aufgeteilt.

Der Körper des Monitors ist nicht besonders groß und vor allem nicht besonders hoch. Auf der Vorderseite gibt es mattes Plastik mit abgeschrägten Ecken. Das Plastik fühlt sich durch eine Beschichtung sehr hochwertig und weich an. Leider lässt sich die Beschichtung oberflächlich sehr schnell verkratzen. Einmal mit einem spitzen Gegenstand vorbei gegangen und schon ist ein Kratzer drin. Naja immerhin kein Klavierlack. Der Hochtöner ist mit einem beleuchteten ESI Logo ausgestattet, das Standby oder Betrieb farblich signalisiert. Zusammen mit dem orangenen Kevlar Tief-Mitteltöner sieht das zugegeben sehr schick aus. Die Farbkombination stimmt. Der Hochtöner ist übrigens gleich zweifach, durch ein Gitter und ein sehr feines Netz, vor Dreck und Feuchtigkeit geschützt.

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Rückseite, Anschlüsse und Funktionen

Die Asstattung hat sich im Vergleich zum Vorgänger, dem unik 05, deutlich verbessert. Standen zuvor nahezu keine Anpassungsmöglichkeiten des Lautsprechers auf den Raum zur Verfügung, so gibt es jetzt gleich vier Stellschrauben und zwei Knöpfe.

Höhen und Tiefen können um +5 bis -5 angepasst werden. Der Gain lässt sich um +14 bis-14 einstellen. Zudem gibt es eine Character Stellschraube. Diese reguliert den Klangcharacter auf fünf Stufen von „Smooth“ bis „Bright“. Diese Einstellung hat eine Anhebung bzw. Abseknung der über das gesamte abgebildete Sprektrum ab ca. 50Hz, um bis zu +6 bzw. -6db, zur Folge.

Außerdem gibt es einen Ground Lift Schalter, der die Signal Masse von der Erde trennt und einen Standby Schalter. Mit Abtrennung von der Erde kann in manchen Fällen ein Brummstörgeräusch unterdrückt werden. Das wird allerdings wohl in den wenigsten Fällen vorkommen. Der Standby Schalter regelt dann noch die automatische Standby Schaltung der Monitore. Nach einigen Minuten ohne Signal schalten sich diese in den Ruhezustand.

Als Eingang steht XLR und TRS zur Verfügung. Das ist Standard und reicht aus. Unter der Sicherung des Power Schalter versteckt sich außerdem noch eine Ersatzsicherung, sollte die reguläre mal durchbrennen.

Die Bassreflex-Austrittsöffnung ist wie auch beim unik 05 Vorgänger wieder an der Oberseite platziert.

Hier hat sich ESI wohl die Kritik des Vorgängers zu Herzen genommen und einiges an Extras in den Monitor eingebaut. Ich weiß nicht wie sehr sich diese dann im Preis bemerkbar machen. Der Grund für diesen Einwand ist, dass ich glaube die meisten Leute werden nur etwa die Hälfte dieser Einstellungsmöglichkeiten jemals verwenden. Aber gut sie sind da. Schön.

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Klang

Die Erwartungen stehen hoch. Der ESI unik 05 hat durchweg ziemlich gute Reviews erhalten und wurde wegen seines Hochtöners und der Mitten gefeiert. Die Tiefen waren jedoch ein Manko.

Mich persönlich hat der uniK 05 plus klanglich als Studio Monitor nicht vollständig zufrieden gestellt. Dem zugrunde liegt vor allem die noch immer etwas wenig straffe Tiefenwiedergabe, sowie ein Hang zur leicht nasalen Wiedergabe, und einem hörbaren Klangcharakter in manchen Frequenzen. Das nehme ich jetzt jedoch noch mal genauer auseinander. Trotzdem ist der uniK 05 plus ein guter Monitor, mit dem ich sehr gern gehört habe. Allerdings schätze ich an Monitoren eben auch die messerscharfe Darstellung, was manch Anderer wiederum gar nicht gut findet.

Immer dabei gesagt sei, dass ich mich hier auf meinen geschulten, aber immer noch persönlichen Klangeindruck stütze. Der hat sich in der Vergangenheit schon sehr oft als objektiv herausgestellt, jedoch gibt es immer Hörer, die einen anderen Klangeindruck vom gleichen Gerät haben.

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Fangen wir bei den Höhen an. Generell hat der uniK 05 plus, wenig überraschend, die typische Höhencharakteristik eines Bändchenhochtöners. Die Höhen sind scharf und haben einen sehr schnellen Attack. Das führt, auch beim unik05 plus zu einer schnelleren Ermüdung des Gehörs, jedoch auch zu einer generell sehr differenzierten Wiedergabe. Auch wenn es ESI geschafft hat den Höchtönern ein bisschen die Härte zu nehmen, ist das etwas auf Kosten der Details gegangen. Feine Anschläge auf Becken beispielsweise werden zwar schon deutlich differenziert dargestellt, jedoch könnte die Auflösung und das Detail noch einen Tick besser sein. Es scheint einfach als läge ein leichter Schleier über diesen Frequenzen, der sie ein bisschen in den Hintergrund fallen lässt. Die Höhen stellen einfach nicht so knallhart Fehler und kleine Feinheiten dar, was für mich eigentlich den Reiz an einem Bändchenhöchtöner ausmacht. Zudem klingt auch der Tweeter der Tannoy Reveal 502 für mich noch durchsichtiger als der des uniK 05 plus, auch wenn er etwas weniger Schärfe hat.

Das ist zum Teil schon Präferenz, würde mich aber beim abhören einfach ein bisschen beeinträchtigen, da ich womöglich versuchen würde mehr Klarheit in den Mix zu bringen.

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Die Mitten sind auf manchen Frequenzen sehr gut, können gerade bei tieferen Stimmen und elektronischer Musik von Synthies überzeugen. Jedoch finden sie ihre Grenzen in Klängen vom Klavier und von Soul Stimmen. Hört man sich einen Alicia Keys Track in voller Pracht an, fällt einem schnell auf, dass die teils zarten Anschläge des Flügels irgendwie nicht so differenziert und klar rüber kommen wie das der Fall sein sollte. Hier fehlt einfach ein bisschen Detail. Die Soul Stimmen und das Klavier hören sich einfach ein bisschen nasal an. Das liegt an der Unterbetonung der höheren Mitten und aber auch an der einfach etwas weniger differenzierten Darstellung. Claps und Snare Drum klatschen einem ebenfalls nicht so trocken ins Gesicht wie ich das bevorzuge sondern stehen etwas zurück und wirken etwas platt. Ebenfalls schafft die uniK 05 plus Box es nicht so gut Rauschen und Fehler in der Aufnahme zu entlarven. Mein Test Track hierzu ist immer „Incubus – Blood on The Ground“. Zu Beginn der Aufnahme ist die Stimme des Sängers extrem trocken gemischt und das Mikrofon rauscht deutlich hörbar in der Aufnahme. Gute Monitore werfen einem diese Schwachstelle direkt ins Gesicht. Hi-Fi Lautsprecher hingegen verschlucken sie wohlwollend. Die unik 05 plus tun ebenfalls eher letzteres und stellen die Schwachstelle wenig hörbar dar. Ähnliches galt für die Monkey Banana Gibbon 5, die allerdings klanglich viel mehr in den Hi-Fi Bereich gehen, als die uniK 05 plus.

E-Gitarren hingegen gefallen mir wieder etwas besser, auch wenn sie ab einem gewissen Kompressionsgrad anfangen zu verschwimmen. Das würde ich aber eher auf die Preisklasse schieben.

Die Tiefen sind durchaus voluminös und bringen Bassgitarren und auch die Bass Drum noch bis zu einem ausreichenden Grad rüber. Wirkliche Tiefbass ist natürlich nicht drin, was auch nicht verwundert. Bei 65-70 Herz kommt der Lautsprecher auf Touren und sendet verwertbare Pegel aus. Allerdings kommen hörbare Senken irgendwo bei 120Hz und 170 Hz vor. Das lässt sich auch in der Wiedergabe etwas hören, da die Tiefen in den unteren Frequenzen etwas unbeständig sind. Das fällt in der Realität allerdings nicht so sehr auf. Schön auffälliger ist der etwas wenig knackige Bass. Die Tiefen kommen nicht mit besonders viel Druck raus sondern sind eher etwas sanft. Auch das hört sich ganz schön an, hilft mir aber im einschätzen der Bass Drum nicht besonders weiter. Klar ist das Kritik auf höherem Niveau, jedoch konnte der Reveal 502 hier noch differenziertere Tiefen darstellen. Allerdings war der Tiefgang etwas weniger breit und warm als bei dieser Box.

Die Stereo Ortung ist hervorragend. Ein Wirbel über ein Schlagzeug ist eine wahre Freude im Ohr. Hier wird jede Positionierung deutlich herausgestellt. Sehr gut! Das Grundrauschen der Lautsprecher ist unter zu bewerten. Wer sehr empfindlich ist wird bei totaler Stille das weiße Rauschen feststellen. Sobald man jedoch auf normaler Lautstärke abhört, wird es die Wiedergabe nicht beeinträchtigen. In der Lautstärke können die uniK 05 plus ebenfalls voll punkten. Selbst hohen Pegeln halten sie sehr gut stand und lautes Hören ist kein Problem. Allerdings sollte man sie auch immer mit mindestens mit einer mittelhohen Lautstärke betreiben. Auf niedrigen Lautstärken entfalten sie ihr volles Potential noch nicht.

Test zum Tannoy Reveal 502 Studio Monitor

Test zum Monkey Banana Gibbon 5 Studio Monitor

Aktueller Preis und mehr Infos zum ESI uniK 05 Plus:

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In diesem Test kommt die Katze mal direkt aus dem Sack. Es geht sich hier um den meiner Meinung nach besten Studio Monitor der 5 Zoll Klasse für Einsteiger. Tannoy Reveal 502 heißt der neue Lautsprecher aus dem neuen Reveal Lineup. Tannoy hat hier wirklich die Grenzen von dem was möglich ist erweitert und bringt für unter 150€ einen erstklassigen Studio Monitor auf den Markt. Warum meine ich das? Das Erkläre ich euch jetzt im Testbericht.

 

Überblick

Der Tannoy Reveal 502 ist ein aktiver Studio Monitor mit 75 Watt Leistung und Bi-Amp. 25 Watt treiben den 1 Zoll Seiden Hochtöner an während 50 Watt dem 5 Zoll Tief-Mitteltöner zugeteilt werden. Für einen 5 Zoll Studio Monitor ist der Reveal 502 nicht besonders groß sondern hat eher kompakte Maße.

Das Designt gefällt mir gut, ist schilicht, ein wenig plastikhaft aber absolut in ordnung. Auffällige Merkmale auf der Vorderseite sind der ungeschützte Hochtöner und die frontseitige Bassreflexöffnung. Man mag es Einbildung nennen aber in meinen Räumen haben Boxen mit frontseitigem Bassreflex bisher immer die besten Klangergebnisse in den Tiefen ergeben. Weniger Bass-Löcher und Überhöhungen. Außerdem sind wir mal ehrlich sieht’s viel geiler aus! Eine frontseitige Status LED oder gat ein Ein-/Ausschalter fehlt auf der Vorderseite, befindet sich aber auf der Rückseite.

Auf der Unterseite wurde noch ein Schaumstoffpad aufgeklebt was bessere Entkopplung auch ohne Monitorständer verspricht. Der Lieferumfang enthält das übliche Stromkabel und ein recht langes 3,5mm Klinkenkabel. Wozu das gut ist: im nächsten Abschnitt.

 

Rückseite und Anschlüsse

Fangen wir mal mit den Anschüssen an. XLR und TRS (Große Klinke) balanced sind die standard Anschlüsse. RCA (Chinch) gibt es nicht, kann aber per Adapter in den TRS Input gelangen. Zudem hat Tannoy in den Reveal 502 einen 3,5mm Klinken AUX Eingang und Ausgang eingebaut. Über den Eingang kann mit dem 3,5mm Klinkenkabel jede übliche Audioquelle wie ein MP3 Player oder Smartphone direkt an den Lautsprecher angeschlossen werden. Der Ausgang schleift dann das Signal zum zweiten Lautsprecher durch, sodass beide das Signal abbekommen. Ein Umschalter teilt das Signal noch zwischen links und rechts. Ich finde diese Implementierung des 3,5mm Anschlusses eine sehr gute Idee. Klar kann man argumentieren, dass der Sound von nem Smartphone schlecht klingt. Allerdings ermöglicht es gerade Einsteigern einen Studio Monitor ohne Interface zu betreiben und trotzdem auf die linearen Klangeigenschaften nicht verzichten zu müssen. Das Eröffnet noch mehr Nutzern den Einstieg in Studio Monitore und ist ein großer Schritt in die Richtige Richtung.

Für Sound Control stehen ein Lautstärken Poti und ein Schiebeschalter für Höhenanpassung zur Verfügung. Der Poti ist in einigen Stufen gerastert was das Einstellen beider Monitore auf den gleichen Pegel erleichtert. Die Sound Control ist rudimentär gehalten. Möglich ist hier nur High-Cut / High Bosst oder Neutral. Ich kann den meisten Leuten hier empfehlen die sehr hellen Höhen etwas zu zügeln und den Low-Cut in normalen Räumen rein zu ziehen, aber dazu später mehr. Dass hier auf Bass- oder Mitteneinstellung verzichtet wurde geht in Anbetracht des Preises und der Leistung völlig in Ordnung. Außerdem hatte ich nie das Bedürfnis diese Frequenzbereiche anzupassen.

Ein-/Ausschalter und eine Blaue Status-LED sind auf der Rückseite. Vorderseitig wären die Status-LED besser platziert gewesen aber hier hat man einfach Kosten gespart. Da diese dann genau an der richtigen stelle – nämlich dem Klang – reinvestiert wurden, geht das völlig in Ordnung.

 

Klang

Lasst es mich in einem Satz zusammenfassen: Die Tannoy Reveal 502 klingen wie doppelt so teure Studio Monitore, haben unglaublich viel Detail für die Preisklasse und kommen tiefer runter als man es erwarten würde. Zusammengefasst: Die klingen einfach mal verdammt gut und besser als der Wettbewerb in 5 Zoll Lautsprechern.

Die Höhen sind sehr sehr klar, sehr definiert und haben sehr viel Detail. Instrumente separieren sich deutlich in den höhen voneinander. Becken beispielsweise klingen originalgetreu und einzelne Flattergeräusche lassen sich analysieren. Viele Lautsprecher fangen hier an zu die Frequenzbereiche zu vermischen und lösen nicht so fein auf. Nicht so die Reveal 502. Im direkten Vergleich zu den Topsellern Yamaha HS-50M oder den KRK Rokit RP5 dritte Generation ist es wie als ob man das Licht bei den Reveal 502 anschalten würde. Die klingen dermaßen klarer und offener, das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht. Diese Klarheit wird manchen eventuell schon wieder zu viel sein, weswegen ich auch empfehle den High-Cut rein zu machen. Der ist nicht zu stark und schränkt die Auflösung nicht ein. Hört sich nur etwas angenehmer damit. Die Höhen stehen schon klar im Vordergrund. Auch darauf muss man sich erst ein wenig einhören. Ist das allerdings geschehen, verspreche ich euch werdet Ihr Details in eurer Musik hören, die ihr vorher noch nicht Wahrgenommen habt.

Die Mitten folgen den Höhen in Detailgrad, und Definition. Auflösung liegt ebenfalls sehr hoch, lediglich die Präsenz ist niedriger als in den hellen Höhen. Ich würde das jedoch eher als neutral einstufen und sagen, dass die meisten anderen Studio Monitore in der ähnlichen Preisklasse die Mitten etwas überbetonen. Stimmen beispielsweise lassen sich fein analysieren, haben jedoch nicht diesen Pop Effekt der sie einem direkt unter die Nase schiebt als säße man direkt vorm Mund des Sängers. Trotzdem lässt sich damit sehr gut arbeiten.

Die Tiefen haben mich sehr erstaunt. Für einen 5 Zoll Tiefmitteltöner haben die Reveal 502 im richtigen Abstand sehr viel Tiefgang. Bassgitarren lassen sich noch im kompletten Spektrum durchhören und knicken nicht irgendwann in den tieferen Tönen ein. Richtigen Sub-Bass gibt es natürlich nicht. Allerdings hat man nicht wie bei anderen Monitoren das Gefühl, dass ein wichtiger Teil der Tiefen gar nicht dargestellt werden kann. Die Tiefenstafflung hinzu ist auch für die Preisklasse erste Sahne. Hier lassen sich deutlich Unterschiede in Tonhöhen feststellen. Auch der Attack / die Impulstreue liegt auf hohem Niveau für diese Preisklasse und lässt Anschläge, Kicks und Co. noch schön definiert rüber kommen. Auch der Detailgrad liegt hoch. Ein Schlaf auf einer Pauke zermatscht beim Ausschwingen nicht in einen dumpfen Ton sondern flattert noch schön mit.

Auch auf höheren Lautstärken lassen sich die Tannoy Reveal 502 nicht lumpen. Ohne Probleme könnt Ihr die Boxen mal richtig aufdrehen ohne, dass sie Verzerren. Der Hub der Tiefmitteltöner ist dabei schon sehr enorm. Ausgelegt sind sie aber natürlich für gehobene Zimmerlautstärke.

Die einzige schwäche die ich ausmachen kann ist die etwas platte räumliche Auflösung. Der räumliche Eindruck von Tiefe in der Positionierung einzelner Instrumente ist nicht ganz so gut gelungen. Es wirkt eher als ob dort alles näher an der mittleren Ebene steht. Stimmen beispielsweise stehen mir etwas zu wenig vor. Das ist aber Kritik auf ganz hohem Niveau und ich spreche es nur an weil die Reveal 502 schon so verdammt gut klingen.

Eine Anmerkung noch am Rande: Es hat mir schon nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr gemacht mit den Reveal 502 MP3 Dateien auf 320kBit/s zu hören. Das ist ein sehr gutes Zeichen denn bei vielen Studio Monitoren der gleichen Preisklasse ist der Unterschied zwischen MP3 und einem hoch gesampelten FLAC gering. Die Reveal 502 präsentieren einem den deutlichen Unterschied in diesen hochauflösenden Files.

 

Fazit

Ja ich habe hier ganz schön geschwärmt, daher will ich es noch mal ganz deutlich sagen: Ich werde nicht von Tannoy gesponsort oder bekomme irgendwelche Goodies von denen. Die Tannoy Reveal 502 sind einfach meiner Meinung nach der derzeit beste Einsteiger Studio Monitor der 5 Zoll Preisklasse. Klanglich ist der Reveal 502 dermaßen offen und detailvoll, kommt für einen 5 Zöller sehr weit in den Tiefen runter und hat top Definition. Wenn ihr euch einen Einsteiger Studio Monitor für unter 150€ das Stück kaufen wollt: Dann bitte den Tannoy Reveal 502. Kann ich jedem ohne Einschränkung empfehlen.

Aktueller Preis und mehr Infos:

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Tannoy Reveal 402 Reveal 502 und Reveal 802 im Überblick – Ein verdammt heißer Kandidat für die Krone der günstigen Studio Monitore!

Die absolute Überraschung auf der Musikmesse 2014 waren für mich die neue Tannoy Reveal Studio Monitor Serie. Tannoy hat mit der Reveal Serie eine Reihe sehr sehr gut klingender Studio Monitore raus gebracht, die zum absoluten Kampfpreis auf den Markt kommen werden.

Denn Reveal die 402 kostet nur 125€, Reveal 502 169€ und Reveal 802 250€!

 

Aber beginnen wir ganz von vorne. Auf der Musikmesse 2014 vorgestellt wurde die Reveal Serie. Verfügbar sind die aktiven Studio Monitore mit 4 Zoll / 5 Zoll und 8 Zoll Tief-Mitteltöner Membran. Eine Seidankalotte erzeugt die Höhen, alles mit Bi-Amping versteht sich. Die Gehäuse sind sehr kompakt gebaut, das gilt vor allem für die 4-Zoll Variante.

Auf der Rückseite der Reveal 402, 502 und 802 befinden sich neben dem üblichen Lautstärke Regler und einem sehr eingeschränkten EQ ein unbalanced TRS und ein XLR Eingang. Zudem steht für Aux ein 3.5mm Klinkeneingang zur Verfügung. Klasse, da so auch das schnelle Anschließen von immer besser klingenden Lossless oder MP3 player,  ja sogar Smartphones ohne Probleme möglich ist. Gerade in dieser Preisklasse ein Vorteil. Zudem steht ein 3.5mm Klinkenausgang zur Verfügung, der das Signal zum zweiten Monitor durchschleift.

Klanglich haben mich die Reveal 402 und 502 förmlich umgehauen. Im direkten Vergleich zu Konkurrenten bekannter Hersteller in dieser Preisklasse klingen die Reveal viel besser in Mitten und Höhen, haben viel mehr Detail und Klarheit. Es war förmlich als hätte man das Licht eingeschaltet sobald die Reveal zu hören waren. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich die Reveal noch nicht hier in unserem Office gehört habe, jedoch glaube ich, dass sie im Segment der 4-6 Zoll Studio Monitore der neue Maßstab sein werden, so gut klingen sie für die Preisklasse.

Was die Reveal 802 angeht ist der Vergleich zu ähnlich bepreisten Konkurrenten kleiner und lag nicht so offensichtlich auf der Hand. Die 802 kann allerdings mindestens mit den Kollegen von KRK, Yamaha und co. mithalten. Ich bin sehr gespannt wie die Lautsprecher sich hier bei uns anhören werden.

Preise und mehr Infos zu den Tannoy Reveal:

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Yamaha hat damals mit dem NS10M Lautsprecher einen Studio Monitor präsentiert, der noch heute in nahezu jedem professionellen Studio zu finden ist. Das typische Designmerkmal war die weiße Membran des Tiefmitteltöners, sowie der hinter einem Gitter eingesperrte Hochtöner. Die Yamaha HS80M Nahfeld Monitore, die ich mir heute im Test ansehe, übernehmen das legendäre Äußere der mittlerweile eingestellten NS10, haben technisch allerdings gar nichts miteinander gemein. Preislich liegen die HS 80 M in der Einsteigerklasse für aktive Studio Monitore. Wie sich das 2-Wege System schlägt finden wir im Testbericht heraus:

 

 

Der Monitor: Überblick

Der Hs80M ist ein aktiver Studio Monitor für das Nahfeld mit 8 Zoll Woofer und 1 Zoll Tweeter aus Seide. Aktiv bedeutet, dass in der Box selbst bereits der Verstärker verbaut ist. Gerade bei Studio Monitoren bringt diese Vereinigung Vorteile in der Linearität, sowie Qualität. Die Bi-Amping Endstufe hat mit 120Watt Leistung ordentlich Reserven für hohe Pegel. Den eingeschalteten Zustand zeigt das leuchtende Yamaha Logo an der Vorderseite an. Schicker Hingucker!

Der Frequenzgang ist mit 42 Hz – 20 kHz angegeben. Jeder der Lautsprecher bringt mit seinem MDF-Gehäuse 11,3Kg Gewicht auf den Monitorständer und ist magnetisch abgeschirmt. Mit 250 x 390 x 322 mm ist der HS80M eher mittelgroß und sollte noch in jedes kleine Heimstudio passen. Wie von Produkten aus dem Hause Yamaha gewohnt ist auch dieser Lautsprecher hochwertig verarbeitet. Im Lieferumfang enthalten ist neben der ausführlichen Bedienungsanleitung noch das Stromkabel.

 

Die Rückseite: Anschlüsse und Einstellungen

Angefangen mit den Eingängen gibt es einen XLR-Eingang sowie einen 6,35mm Klinkeneingang, wahlweise Symmetrisch oder Unsymmetrisch. Chinch ist nicht dran, ließe sich aber mit einem Adapter sehr leicht realisieren. Ein direkt auf die Metallplatte geschraubter Kühlergrill führt die Hitze des 120 Watt Verstärkers ab. Gut für die Langlebigkeit. Die Bassreflexöffnung ist an der Rückseite eingelassen. Ebenfalls leider auf der Rückseite ist der Netzschalter. Bei Monitoren dieser Preisklasse ist der allerdings so gut wie nie vorne.

Der Monitor lässt sich über eine Vielzahl von Parametern an den eigenen Raum anpassen.

  • Level Regler, rastet bei +4dB ein, ermöglicht leicht gleiche Pegel beider Monitore
  • Mid EQ Schalter, +2dB / 0 / -2dB bei 2kHz
  • Room Control  Schalter (Highpass Filter), / 0 / -2dB / -4dB bei 500Hz
  • High Trim Schalter, +2dB / 0 / -2dB bei 2kHz
  • Low Cut Schalter, bei 80Hz bzw. 100Hz

Die Kalibrierungsmöglichkeiten lassen kaum Wünsch offen. Insgesamt hinterlässt der Monitor einen sehr guten, vollständigen ersten Eindruck.

 

Klangperformance:

Klanglich bleiben die HS80M sehr neutral und ehrlich. Grundsätzlich, wie es sich für einen Studio Monitor gehört, sind alle Frequenzen auf gleichem Level und nichts wird überbetont oder verschluckt. Neutralität mag teilweise nicht den natürlichen Hörgewohnheiten entsprechen, ist für eine verwertbare Beurteilung von Aufnahmen und Mixes allerdings unverzichtbar.

Die Einstellungen auf dem Rücken der Monitore lohnen sich. Falls man keinen total trockenen Raum hat, empfiehlt es sich einen High Trim von -2 dB vorzunehmen. Bleiben die Höhen in neutraler Stellung, übertönen sie stellenweise einige Details in den Mitten.

Insgesamt bilden die Yamaha HS80M ein sehr neutrales und durchsichtiges Klangbild ab. Die Ortung einzelner Instrumente im Stereofeld gelingt ohne Probleme. Der Mittenbereich hat leichten Hang zur Betonung der oberen Mitten. Gerade Details in Stimmen werden dadurch sehr durchsichtig, allerdings setzt sich dieser Frequenzbereich dadurch auch ein wenig ab. Das irritiert jedoch höchstens am Anfang und man hört sich schnell in diese Charakteristik ein. Der mit 42Hz Grenzfrequenz angegebene Tiefgang macht eine Beurteilung von Tiefen Bässen ohne Subwoofer möglich. Eine Überbetonung in den Tiefen konnte ich nicht feststellen.

Im Vergleich zu den doppelt so teuren Adam A8X mit Bändchenhochtöner sind die HS80M mittenlastiger und die Höhen kommen nicht ganz gestochen scharf und 100% impulstreu durch. Aber dort reden wir eben auch von 1300 Euro Paarpreis und damit über eine ganz andere Liga von Monitoren. Ebenfalls haben Seidenkalotten anderen Klangcharakter und sind etwas angenehmer zu hören als ihre, das Gehör schneller ermüdenden Bändchenkollegen. Verglichen mit den Fostex PM-2 mkII, den Mackie MR8 mk2 oder M-Audio BX8 d2, die wir ebenfalls schon in der Einsteigerklasse getestet haben, bieten die HS80M in jedem Fall das beste Preis/Leistung Verhältnis.

Bei den Einsteiger Monitoren um 500€ Paarpreis sind die Yamaha HS80M überragend ehrlich und neutral. Für so wenig Geld bekommt man nirgends sonst einen so studiotauglichen Monitor mit dem sich richtig gut mischen und beurteilen lässt.

 

Fazit:

Mit dem HS80M hat Yamaha einen aktiven Nahfeld Studio Monitor gebaut, der zum sehr günstigen Paarpreis von knapp 500€ absolut neutralen und ehrlichen Klang bietet und die Konkurrenz hinter sich lässt. Professionellen Studio Klang gibt es zwar erst ab 1000€ aufwärts, jedoch ist der HS80M für Homerecording, Einsteiger und Fortgeschrittene oder kleinere Projektstudios der ideale Monitor, um auf hohem Niveau einen beurteilbaren Eindruck der eigenen Aufnahmen bei geringem Budget zu bekommen. Mit dem Design und Flair des legendären NS10 und seinen vielen Einstellungsmöglichkeiten ist der Yamaha HS80M unsere neue Referenz bei den Studio Monitoren der Einsteigerklasse. Höchst Empfehlenswert!

 

Plus:

  • neutraler, ehrlicher Klang
  • Preis / Leistung hervorragend
  • Kalibrierungsmöglichkeiten
  • Design des legendären NS10
  • Robust gebaut

Minus:

  • Power Schalter auf der Rückseite

Update: Die Yamaha HS80M werden nicht mehr produziert. Dafür gibt es die Neuauflage Yamaha HS 8.

 

Preis und weitere Infos:

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Linearen und detailreichern Klang, das erwartet man gewöhnlich von Studio Monitoren. Der Hercules XPS 80 2.0 DJ Monitor richtet sich speziell an DeeJays und belastet das Konto des Anfängers gerade einmal mit 120€!

Darf man nicht viel von erwarten, oder? Doch, dieses Mal schon! Im Test schneidet der Hercules XPS 80, soviel sei verraten, sehr gut ab! Nun aber los mit dem Testbericht.

 

Für einen Überblick: Das Testvideo zu den Hercules XPS 80

 

Ausgepackt:

Die zwei Monitore sind echt kompakt bei 28x19x18cm. Beide zusammen wiegen nur 7kg. Die Holzgehäuse stehen auf Gummifüßen und haben an der Frontseite eine Kunststoffplatte, in der je ein 4 Zoll Tiefmitteltöner und ein Seidenhochtöner über den zwei Bassreflex Austrittsöffnungen sitzen. Der Kunststoff an der Vorderseite wirkt okay, dafür sieht der gelb-schwarze 4 Zoll Tiefmitteltöner mit seiner Kevlarmembran echt klasse aus.

Vorn am rechten Lautsprecher befinden sich ein Drehregler für Lautstärke, sowie weitere zwei für den Equalizer (Bass und Treble). Im rechten Monitor ist die 40Watt-Endstufe eingebaut, welche gleich beide Monitore befeuert und mit einer blauen Status-LED ihren Zustand verrät.

Vorbildlich haben die kleinen Hercules XPS Monitore gleich alle ihre Kabel mitgebracht. Im Lieferumfang enthalten sind neben den Lautsprechern:

  • 1x Stromkabel
  • 1x 2 RCA Chinchkabel (beide Seiten Männlich)
  • 1x Satellitenverbindungskabel (2,5 m Länge)
  • 1x Adapter Miniklinke (Männlich) auf 2 RCA Cinchkabel (Weiblich)
  • Bedienungsanleitung

Zum direkten Loslegen sind also alle Kabel dabei, wenn man mit Cinch oder Miniklinke in den Monitor rein gehen will.

Knöpfe, Eingänge, Kabel:

Vorn angefangen gibt es einen Aux-In und einen Kopfhörer-Ausgang am rechten Lautsprecher. Gleich zwei Eingänge, einmal Cinch und einmal TRS (große Klinke, balanced / unbalanced), bietet die Rückseite des rechten Lautsprechers an. Der Eingang für große Klinke, sogar balanced! ist in dieser Preisklasse wirklich kein Standard und daher ein großes Plus. Kleinen Abzug gibt´s allerdings für das die Klemmen des Lautsprecherkabels, mit dem man den linken Monitor mit dem rechten verbindet. Das mitgelieferte Lautsprecherkabel muss zwingend verwendet werden, da die Klemmen für dieses Kabel so klein ausgefallen sind, dass gar Lautsprecherkabel mit gewöhnlich großem Querschnitt hinein passt. Der Soundqualität schadet das Mini-Kabel nicht, mit 2,5 Metern Kabellänge muss man sich nur  begnügen. Sollte für den Schreibtisch aber reichen.

Netzschalter und Netzstecker sind ebenfalls in der Metallplatte des rechten Lautsprechers eingeschraubt. Den Netzschalter sollte man schon benutzen, da die Monitore ein leises Grundbrummen haben. Merkt man beim Musik hören überhaupt nicht, Leute mit leichtem Schlaf könnte es in der Nacht aber stören. Der linke Monitor hat nur den Eingang für das dünne Lautsprecherkabel auf der Rückseite.

Alles in Allem sind beide Monitore echt sehr gut verarbeitet. Nichts knarzt und alle Teile wirken wertig.

 

 

Klangbild: „Hätte ich nicht erwartet!“

Frequenzumfang 60Hz – 20.000 Hz, Gesamtleistung 40 Watt, schreibt der Hersteller.

Insgesamt bin ich echt überrascht vom Klangbild der Hercules XPS 80 DJ Monitore. Immer den Preis von günstigen 120€ im Hinterkopf behalten. Richtige Studio-Monitore gibt es zu diesem Preis natürlich nicht. Ins Studio wollen die Hercules XPS 80 aber auch gar nicht, sondern auf den Schreibtisch des Bedroom-DJ. Und dort klingen sie so:

 

 

Die Höhen sind klar und detailreich abgestimmt. High-Hats und Stimmen beispielsweise haben feine Abstufungen, sind durchsichtig und werden auch bis in die hohen Frequenzen wiedergegeben. Zischlaute etwa, werden nicht so präsent dargestellt wie bei teureren Monitoren. Das macht das Klangbild etwas weniger scharf. Gleichzeitig hört es sich so allerdings angenehmer, das Gehör ermüdet weniger schnell. Im Vergleich zu Hi-Fi Anlagen für 120€, sind die XPS 80 in diesen Frequenzen aber einen ganz großen Sprung detailreicher und linearer.

Die Mitten stellen die kleinen Monitore ebenfalls sauber und lebendig dar. Nur die oberen Mitten kommen etwas weniger stark durch als der Rest dieses Spektrums.

Auch in den Tiefen geben sich die XPS 80 richtig Mühe. Der Tief-Mitteltöner hat einen enormen Hub für seine Größe und kann dadurch sogar noch tiefe Frequenzen darstellen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Obere und mittlere Tiefen kommen, auch bis in hohe Lautstärken, mit richtig viel Dampf und recht impulstreuem Punch daher. Die zum Auflegen wichtigen Kicks lassen sich so gut heraushören.

Auch tiefe Synthies, wie sie häufig bei Dubstep eingesetzt werden kommen mit ordentlichem Tiefgang aus dem Lautsprecher. Erst bei den unteren Bässen und Tiefbässen kommen die 4 Zoll Kevlarmembranen nicht mehr hinterher. In Anbetracht der Größe des Monitors ist das aber auch kein Wunder. Für Einsteiger und etwas fortgeschrittenen ist aber mehr als ausreichend Bass drin! Keine Sorge.

Beim Durchhören durch verschiedene Musikrichtungen merkt man, dass der Hercules XPS 80 DJ Monitor vorzugsweise auf elektronische oder elektronisch bearbeitete Musik ausgelegt wurde. Hip-Hop, House, viel Pop, Electro und Co. hören sich sehr gut an! Akustik- und Rockmusik fehlt es im Vergleich ein bisschen an klanglicher Tiefe, auch wenn sie immer noch eine gute Figur machen.

Insgesamt eine wirkliche Top-Performance bei diesem Preis! Hohe Lautstärken, detailreiches und lineares Klangbild, Punch im Bass und sogar ein ausreichender Tiefgang. Tiefbass ist  nicht drin, 60 Hz schon gar nicht, braucht der Anfänger-DJ aber auch nicht. Da ist detailreicher Klang zum Üben von Übergängen viel wichtiger und macht auch mehr Spaß beim Hören!

 

Fazit:

Da ist Hercules wirklich ein großer Wurf in der Einsteigerklasse gelungen.

Die Hercules XPS 80 2.0 DJ Monitore überraschen mit einem Grad an Detail und Linearität, die ich in dieser Preisklasse absolut nicht erwartet hätte. Design und Verarbeitung sind hochklassig, benötigte Kabel liegen bei. Ein Equalizer, die ausreichenden Leistungsreserven, und der, auf elektronische Musik ausgelegte Klang, machen diese Lautsprecher zum idealen Einsteiger-Monitor für jeden DJ, der mehr Detail in seiner Musik hören möchte und außerdem sein Sparschwein nicht das Leben nehmen will.

Absolut empfehlenswert für kleines Budget!

 

Plus:

  • detailreicher und linearer Klang (gemessen am Preis)
  • punchige Bässe mit ausreichend Tiefgang
  • Cinch und balanced/unbalanced  TRS (große Klinke) Eingänge
  • Equalizer und Lautstärkenregler an der Vorderseite
  • sehr schickes Design mit gelber Kevlarmembran
  • wertige Verarbeitung
  • viele Kabel dabei
  • kompakt und leicht

Minus:

  • nur beiliegendes (bzw. sehr dünnes) Lautsprecherkabel anschließbar
  • leises Grundbrummen

Preis und Infos: ca. 120€ (Stand 04/12)

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Test: Fostex PM-2 MkII : Professioneller Studio Monitor

Knapp fünf Jahre nach ihrem Markteintritt in 2006 haben die Fostex PM-2 MkII wohl schon etwas Staub angesetzt und gehören nicht mehr gerade zu den taufrischen Monitoren im Studio Segment. Tortzdem lohnt es sich einen genaueren Blick im Test auf diese, mit einem Paarpreis von knapp 560€, preisgünstigen aktiven Lautsprecher zu werfen. Denn die Fostex bieten frontseitgen Bassreflex, ein 8 zoll Woofer, einige Einstellungsmöglichkeiten an der Box selbst und wollen professionelle Studio Abhöre sein.

Ob sie das erreichen erfährst du in diesem Testbericht.

 

Der Monitor von Außen:

15 Kilo schwer, mit 254 x 411x 300 mittelgroß und in Klavierlack-Optik präsentieren sich die Fostex PM-2 MkII gleich nach dem auspacken. Sofort fallen die frontseitig eingearbeiteten Bassreflexöffnungen mit samt tief in den Monitor hineinragenden Kanälen auf. Dieses Konzept verfolgen gerade im Niedrigpreissegment nicht mehr viele Hersteller. Optisch gefällt es mir persönlich sehr gut. Ebenso kann sich die Frontpartie sehen lassen. Die glänzende Frontplatte hat zwar einige Unebenheiten, wirkt jedoch trotzdem sehr edel und wertig. Keine Frage, das Auge hört auch ein bisschen mit.

In einer kleinen Mulde versenkt und mit Schaumstoff umrandet, befindet sich der 1 zoll Softdome Tweeter. Gleich unter dem Fostex Logo und der Status-LED breitet sich der 8 zoll Woofer aus. Sicke aus Gummi, Membran aus Kunststoff. Haltbare Kombination.

Der Rest des Gehäuses ist ebenso hochwertig und robus verarbeitet.

 

Der Monitor von Innen:

Auf der Rückseite des Monitors fällt zuerst der enorm große Kühlergrill auf. Hohe Lautstärken auf lange Zeit lassen diese Boxen sprichwörtlich kalt. Bei insgesamt 240 Watt Biamp Power eine gute Ausstattung. Die Heimische Party zu beschallen, geht notfalls ohne Probleme klar.

 

 

Als Input bieten die Fostex PM-2 MkII lediglich eine XLR/Klinke Combo Buchse an. Cinch sucht man vergebens, muss in diesem Preissegment über 500€ jedoch auch nicht mehr zwangsläufig mit an Board sein.

Als Anpassung an den Raum hat Fostex einen Volume Regler, einen HF-Gain und einen LF-Gain eingebaut. Die Lautstärke lässt sich in Stufen anheben und absenken, was eine gleiche Pegelung beider Lautsprecher im Stereo-Setup einfach ermöglicht. Die Anhebung bzw. Absenkung der Höhen erfolgt ebenso in Stufen, ist gegenüber üblicher +3db und -3db Schalter jedoch mit einem Drehregler wesentlich feiner dosierbar und so der Raumakustik anpassbar.  Der LF-Gain ist bei einer Frequenz von 60 Herz mit +3db, 0db, 3db per Schalter regelbar.

Wo wir gerade bei Frequenzen sind. Laut Herstelleragabe packen die PM-2 Mk II Frequenzen von 50 Hz – 20 kHz. Damit liegen sie in den Tiefen Frequenzen einige Herz unterhalb der Konkurrenz von Yamaha, KRK oder auch den Mackie MR8 mk2, die wir ebenfalls schon im Test hatten. Diese paar Herz sind im Klangbild, auf das wir gleich noch zu sprechen kommen, im direkten Vergleich erkennbar.

 

Der Klang:

Neutraler, ehrlicher und ungefärbter Klang. Das erwartet man typischerweise von einem Studio Monitor. Gemessen am Preis von 560€ dürfen hier jedoch keine Wunder erwartet werden. Richtige High-End Waffen können die Fostex PM-2 MkII gar nicht sein. Oder?

In der Praxis stellten wir vor allem fest, das der PM-2 ein Kraftprotz mit Stärken im Bereich der elektronisch verarbeiteten Musik ist. Für mittelgroße Räume bildet er das gesamte Spektrum inklusive Sattem Bass recht linear ab. Soll es einmal etwas lauter sein hat dieser Monitor noch zusätzliche Reserven in dem Amps.

Die Höhenwiedergabe ist gelungen und löst fein auf. Allerdings sollten die Höhen im Nahfeld etwas abgesenkt werden, da sie sonst zu hart sind. Die Tiefen überzeugen mit straffen Bässen, lassen bei der Tiefenstaffelung jedoch etwas nach. Feinheiten im tiefen Spektrum lassen sich nicht bis ins kleinste Detail analytisch beurteilen. Dafür wirkt die Tiefenwiedergabe jedoch wesentlich satter als bei einigen analytischeren Konkurrenten.

Zarte und leise Klänge sind nicht die Domäne der PM-2. Es muss schon etwas zur Sache gehen, dann zeigt der Monitor was er kann und versteckt sein hohes Grundrauschen hinter lauteren Tönen.

Die Mitten fallen weder besonders positiv, noch negativ ins Gewicht. Eine solide Auflösung ist gegeben.

Das Stereobild der Fostex PM-2 ist noch einmal hervorzuheben. Positionierungen von Instrumenten im Mix sind klar strukturiert und eine sehr gute Ortung ist möglich.

 

Fazit:

Die Fostex PM-2 mkII spielen groß auf. Mit enormen Leistungsreserven, einer hochwertigen Verarbeitung und guten Einstellungsmöglichkeiten sind sie als Komplettlösung für mittlere Räume einsetzbar. Zum günstigen Preis bekommt man solide Abhörmonitore, die ihre stärken in elektronischer, oder elektronisch verzerrter Musik finden, und nicht überzogen analytisch klingen. Da neutrales Hören gut ermöglichen wird, sind sie Studiotauglich.

 

Plus:

  • kräftige Klänge
  • Leistungsreserven
  • Stereo-Ortung
  • kein Subwoofer erforderlich
  • Verarbeitung

 

Minus:

  • hohes Grundrauschen
  • harte Höhen

Preis: ca. 560 € Paarpreis (Stand 01/2012)

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