Audioengine A2+ im Test – Ultra kompakte, aktive 2.0 Lautsprecher

Audioengine A2+ im Test – Ultra kompakte, aktive 2.0 Lautsprecher

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Audioengine A2+ im Test.

In diesem Testbericht schaue ich mir die neuen Audioengine A2+ genauer an. Diese Stereo Regal Lautsprecher Zwerge sind der Nachfolger der Audioengine A2. Gegenüber dem Vorgänger packen die Audioengine A2+ nun ein USB-Interface und zusätzlichen Chinch-Out ein. Wie sie sich auf dem Schreibtisch schlagen, das zeigt sich hier im Test:

 

Überblick

Die Audioengine A2+ ein Paar ultra kompakter, aktiver Regal Lautsprecher mit integriertem USB-DAC, also einer integrierten USB-Soundkarte. Solche Systeme haben grundsätzlich Vorteile gegenüber rein anlogen Lautsprechern, da sie unabhängig von der integrierten Soundkarte im Computer sind und digital auf den Lautsprecher abgestimmt sein können um dessen Klangperformance zu optimieren. Wie Audioengine das gelungen ist, dazu mehr im Klang. Der Integrierte Wandler hat ein Auflösungsvermögen von 16 Bit und 48kHz was für die Preisklasse absolut ausreichend ist.

So wie die USB-Soundkarte ist auch ein analoger Verstärker im linken Lautsprecher integriert, der den rechten Lautsprecher ebenfalls antreibt. Dadurch kann Musik auch von MP3 Player, CD Player und ähnlichem abgespielt werden.  Der Verstärker hat eine Leistung von 15Watt RMS. Angetrieben wird er über ein externes Netzteil, welches in etwa die Größe eines üblichen Laptop-Netzteiles hat.

Erstaunlich ist die Größe der Lautsprecher bei allen diesen Features. Die Abmessungen betragen gerade einmal knapp 15 x 10 x 13 cm (H, B, T). Machen sich also besonders gut auf dem engen Schreibtisch.

 

Äußerlichkeiten und Verarbeitung

Verfügbar sind die Audioengine A2+ in mattem Schwarz oder glänzendem Weiß. In beiden Farben sehen die kleinen Lautsprecher hochwertig, elegant und kraftvoll zugleich aus. Dazu trägt vor allem die 3,72 zoll Kevlar Membran des Tief-Mitteltöners bei. Dieses Material findet man häufiger auch bei Studio-Monitoren. Ebenfalls bissig wirkt die Bass-Reflex Öffnung an der Vorderseite.

Kantenlos und massiv zeigt sich die Außenhaut der Lautsprecher. Die Einsatzkanten der Membranen sind in gleichmäßigem Spaltmaß und tragen damit zur Eleganz bei. Auf der Unterseite der Lautsprecher ist eine Schaumstoff/Gummi Matte befestigt, die Resonanzen des Untergrundes verringert. Zudem steht ein Stativgewinde Loch zur Verfügung. So können die Audioengine A2+ auch auf stylischen Lautsprecher Ständern stehen.

 

Ein- und Ausgänge

Auch auf der Rückseite schwindet der Eindruck von einem hochwertigen Lautsprecher nicht. Folgende Bedienelemente und Anschlüsse stehen zur Verfügung:

  • Chinch Eingang
  • Chinch Ausgang
  • 3.5mm Klinke Eingang
  • Bananen Stecker mit Gewindeklemme für Anschluss des rechten Lautsprechers
  • USB-Eingang
  • Lautstärkenregler mit integriertem Power-Schalter
  • Stromanschluss

Alle Anschlüsse und auch der Lautstärkenregler sind erstklassig verarbeitet und wackeln keinen Millimeter.  Alle Anschlüsse sind vergoldet.

Die Integration eines Chinch Ausganges ermöglicht das Schließen eines beliebigen Subwoofers. Abgesehen von Chinch Kabeln sind alle Kabel zum sofortigen Loslegen im Lieferumfang enthalten.

Der Lautstärkenregler fungiert ebenfalls als Power-Schalter. Schade ist, dass er sich nicht an der Vorderseite befindet. In Anbetracht der Größe geht das allerdings in Ordnung. Ich vermisse nur eine Status-LED, die anzeigt ob der Lautsprecher aktiv ist. Abends vergisst man so leicht schon mal das Ausschalten.

 

Klang

Die Höhen der A2+ sind deren größte Stärke. Sie sind sauber, sehr klar und sehr natürlich. So klingen auch Seidenkalotten teurerer und vor allem größerer Lautsprecher. Optimal kommen sie allerdings nur zur Geltung, wenn die Lautsprecher auch auf Höhe der Ohren angebracht werden. Für den Schreibtisch empfehlen sich daher auch die kleinen Lautsprecher Ständer von Audioengine selbst, welche die Boxen anwinkeln und damit den Abstrahlwinkel optimieren.

In den Mitten gefallen mir die A2+ besonders gut bei Stücken von Bob Dylan oder Jack Johnson. Die Gitarren werden sehr stimmungsvoll in Szene gebracht und der Sänger steht präsent im Vordergrund. Dies wird durch den warmen Charakter der Mitten begünstigt. Auch Pop, Rock, Hip Hop und Co. klingen gut, jedoch fällt hier der etwas nasale, dumpfere Charakter der Mitten eher auf.

Die Tiefenperformance der Audioengine A2+ hängt stark vom gewählten Eingang ab. Wird die Musik über USB-Interface abgespielt, so ist der Klang bemerkenswert groß. Gerade in den Tiefen wirken die A2+ für ihre Größe voluminös. Selbst tiefe Bassgitarren brummen noch ganz schön ordentlich mit. Allerdings hat der DAC den Hang bei Transienten und Anschlägen etwas zu pumpen. Laute und tiefe Anschläge z.B. von Bass-Drums bei Rock oder Hip Hop stellen die A2+ noch dar, verliert in der Sekunde bis zum Abschwung allerdings viel Detail in den Mitten.

Zudem fällt der Detailreichtum der Tiefen ab umso weiter es nach unten geht. Trotzdem, für diese Größe schlagen sich die Audioengine A2+ wirklich gut und die Schwächen offenbaren sich eher auf höheren Lautstärken.

Wird die Musik über die analogen Eingänge eingespielt, so schwindet das Volumen in den Tiefen deutlich. Der Klangcharakter bleibt identisch und auch Höhen und Mitten klingen weiterhin solide. Doch Bässe und Anschläge klingen wesentlich weniger satt, wenn auch etwas definierter. Zusammen mit einem Subwoofer reicht die Performance mit analogem Eingang absolut aus und die Audioengine 2+ machen sich sehr gut als Stereo Satelliten. Ohne Sub wirken sie jedoch etwas flach auf der Brust.

 

Fazit

Hervorragende Verarbeitung und winziger Formfaktor werden bei den Audioengine A2+ mit einem USB-DAC, eingebautem Verstärker und Eingängen sowie einem Chinch Ausgang gepaart. In diesem Formfaktor gibt es so viele Features nur selten. Klanglich machen sich die beiden Knirpse sehr gut in den klaren Höhen und den guten Mitten. Der Tiefgang ist bei USB-Audio gemessen an der Größe enorm, aber pumpt abhängig von der Musik etwas. Wird über die analogen Eingänge eingespielt, sind die Tiefen schwächer und die Kombination mit einem Sub macht mehr sinn. Hier müssen ein paar Abstriche gemacht werden.

Die A2+ werden vom deutschen Distributor NT-Global vertrieben und liegen preislich bei knapp 259€ (Stand 01/14). Damit sind sie kein Schnäppchen aber ihr Geld wert, denn die großen Stärken liegen im Formfaktor und den sehr guten Höhen.

Aktueller Preis und mehr Infos: 

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