AVerMedia ExtremeCap U3 im Test – Record HD Video in 1080p 60fps

AVerMedia ExtremeCap U3 im Test – Record HD Video in 1080p 60fps

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In diesem Test zeige ich euch die AVerMedia ExtremeCap U3 CV710 – Eine externe Aufnahmebox / Aufnahmekarte für HDMI Signale mit USB 3.0. Anders als die beliebten Game Capture Modelle fokussiert die ExtremeCap U3 ganz klar professionelle Anwender, Kamera Enthusiasten oder Gamer mit sehr hohem Qualitätsanspruch. Die Aufnahmekapazität ist nämlich mit 1080p und 60fps maximal höher als gewöhnlich. 

 

Überblick

Äußerlich ist die AVerMedia ExtremeCap U3 schlicht und eher unscheinbar aber elegant. Die plastikbox hat ein Gesamtgewicht von 182 Gramm und ist klein und Flach. Als Anschlüsse stehen USB 3.0 für Datenübertragung, HDMI Input sowie AV in für das es einen Adapter auf die üblichen Chinch Kabel (Component Video und Audio) gibt. So können auch noch ältere Konsolen angeschlossen werden.

Einen HDMI Out gibt es jedoch nicht. Die ExtremeCap U3 ist also ein Stand-Alone Aufnahme Gerät ohne nahezu latenzloses Pass-Through. Wer dieses braucht benötigt einen separaten HDMI Splitter oder sollte sich bei den anderen Aufnhamelösungen von AVerMedia mit 30 fps umsehen.

Neben dem Adapter für AV Signale liegt außerdem ein Micro-USB 3.0 auf USB 3.0 Kabel bei. Ein HDMI Kabel vermissen wir zwar, jedoch hat dies der eher professionelle Anwender womöglich eh in mehrfacher Ausführung bereits zuhause.

 

Einrichten & Software

Da das übertragene Datenvolumen der ExtremeCap U3 relativ hoch ist muss der USB 3.0 Port zuvor getestet werden. Nur wenn die Ports diesen Test bestehen kann die ExtremeCap U3 genutzt werden. Übliche USB 3.0 Ports auf einem aktuellen Rechner sollten diesem Test standhalten.

Zum Aufnehmen wird das bereits bekannte und bewährte RECentral verwendet. Wer bereits eine AVerMedia Karte sein Eigen nennt wird sich hier direkt zuhause fühlen. Alle Anderen wird RECentral recht schnell und intuitiv geläufig werden. Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten stehen im Advanced Modus zur Verfügung. Dies geht bis zur Kalibrierung des HDMI Signals in Helligkeit, Kontrast, Sättigung usw. Eine einfache 1-Click Direktaufnahme für ungeduldige und unerfahrene steht ebenfalls zur Verfügung.

Ebenfalls sehr hilfreich für Kommentatoren ist die Möglichkeit ein Mikrofonsignal direkt parallel mit aufzunehmen. Dazu wird lediglich die Soundkarte ausgewählt über die ein Mikrofon angeschlossen ist.

Die einzige Möglichkeit mit der ExtremeCap U3 aufzunehmen ist der MP4 H.264+AAC Audio Standard. Time Shift mit dem TS-Standard wie er bei einigen Game Capture Modellen eingesetzt wird ist hier nicht möglich. Auflösung und Framerate lassen sich von 1920×1080 bei 60fps maximal auch auf kleinere Werte verändern. Interessanterweise lässt die maximale Bitrate nun nur noch 30mbit/s zu. Zuvor war es 60mbit/s. Eventuell wurde hier die Bitrate aufgrund der Framerate etwas gezügelt. Dies steht etwas gegen den sonst eher auf professionelle Nutzung ausgelegen Grundsatz. Da am Ende des Tages komprimiert wird, sollte man grundsätzlich die Bitrate so hoch wie möglich halten um die beste Qualität erzielen zu können. Wie sich die „nur“ 30mbit/s in der Qualität niederschlagen bespreche ich im folgenden noch.

In Einsatz

Die AverMedia ExtremeCap U3 richtet sich an High-End User, welche die High-End Features der Aufnahmebox von 60fps bei 1080p zu schätzen und nutzen wissen. Alle die Youtube nutzen beispielsweise sind grundsätzlich schon raus, da dort alle Videos ohnehin nur in 25p abgespielt werden. Übrigen Möglichkeiten sind also High-Quality Streaming und High Quality Aufnahme von unzähligen Quellen in 60p.
Eignet sich vor allem für Leute, welche die 60 fps brauchen. Ebenfalls wieder an Board ist die Streaming Möglichkeit, ebenfalls mit 60fps. Dazu benötigt man zuerst den geeigneten Rechner und eine ordentliche Leitung. Jedoch werden wohl viele Leute die ExtremeCap U3 gerade wegen dieses Features kaufen wollen.

RECentral stellt die aufgenommene Szene im Live-Bild direkt auf dem Computer dar mit dem aufgenommen wird. Erstaunlicherweise ist der Imput-Lag deutlich niedriger geworden als es das bei der LiveGamer Portable noch der Fall war. Dort war es nicht gut möglich Spiele zu spielen da die Latenz zu groß war. Mit der ExtremeCap U3 lässt sich ein Computer oder Konsolenspiel durchaus durch RECentral spielen. Shooter mit Maus eventuell weniger aber Rennspiele mit Gamepad beispielsweise sind durchaus drin. Hier wurde spürbar nachgebessert. Trotzdem bleibt ein Splitter für Games die bessere Wahl.

Videoqualität

Die Insgesamt ist die Videoqualität gut. Blocking lässt sich nur bei näherem Hinsehen erkennen, ist jedoch nicht auffällig. Die 60fps sind klasse für schnelle Bewegungen. Das Bild wirkt um ein vielfaches flüssiger als auf 30fps.

Zugegeben die 30mbit/s maximal machen sich in der Qualität bei genauem Hinsehen in grauen und dunklen Bereichen des Bildes bemerkbar. Hier sind einige Mico Blocks der Kompression erkennbar und die Details waschen sich aus. Im direkten Vergleich können die LiveGamer und LiveGamer Portable welche auf 60mbit/s aufnehmen in diesen Bereichen des Bildes deutlich bessere Ergebnisse mit mehr Details erzielen.

 

Fazit

Die AVerMedia ExtremeCap U3 ist ganz klar auf Nurtzer ausgerichtet worden, welche nicht auf die 60fps Framerate verzichten wollen oder diese speziell brauchen. Keine Frage, auf 60fps aufzunehmen macht einen großen Sprung in der Flüssigkeit von schnellen Bewegungen und lässt im Nachbearbeiten viel mehr Möglichkeiten für Timelapse offen. Streaming auf 60fps wird ebenfalls seine großen Anhänger finden, obwohl hier eine sehr hohe Bandbreite verfügbar sein muss.
Die 60fps werden jedoch gegen 30mbit/s Bitrate statt 60mbit/s getauscht. Ein Handel, der nicht für alle Sinn macht und die Qualität in Schatten merkbar beeinflusst. Trotzdem bleiben die 60fps das schlagende Argument in einer ausgereiften Aufnahmebox.

Wer mit 30fps leben kann sollte sich definitiv die LiveGamer Portable kaufen. Die bringt 60mbit/s und einen Pass-Through.

Aktueller Preis und mehr Infos:

1 Kommentar

  1. 1. Mittlerweile unterstützt YT auch 60fps

    2. Sollte das gerät nicht auch die Möglichkeit besitzen unkomprimiertes Videomaterial aufzuzeichnen?

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