FiiO X1 im Test – Der günstige und kleine High-Res Player

FiiO X1 im Test – Der günstige und kleine High-Res Player

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In diesem Testbericht schaue ich mit den FiiO X1 High-Res Musklplayer genau an. Bereits im Test hatten wir die FiiO Modelle X3 und X5 welche mit sehr guter Ausstattung zum kleinen Preis daherkamen. Meist konnten die FiiO Player vor allem durch sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Außerdem konnten sie einige Punkte bei den Audio Enthusiasten auf kleinem Budget machen.

Der FiiO X1 schlägt nun die bereits günstigen FiiO X3 und FiiO X5 noch einmal im Preis und wird in Deutschland für unter 100€ angeboten. Was er dafür kann und ob er sich gegenüber einem iPod Classic wirklich lohnt, das finden wir im Test heraus.

Überblick

Äußerlich gleicht der FiiO X1 ein bisschen der eben angesprochenen Ikone, dem iPod Classic. Die Außenhaut ist aus silbernem, gebürstetem Aluminium gefertigt und wirkt alles andere als billig! Auch alles andere als billig ist die Haptik. Der X1 liegt sicher in der Hand und fühlt sich wertig an. Zudem wiegt er mit einem Gewicht von knapp 100 Gramm fast gar nichts.  In seinen Abmessungen ist er ebenfalls der kleinste High-Res Player den ich bisher hatte. Die Höhe beträgt knapp unter 10cm und der X1 ist nur 1,4cm dick. Das nenne ich mal handlich. Hier sollte es keine Probleme geben, den Player in der Tasche zu verstauen.

Beim Player lässt sich sogar die Farbe des Gehäuses wählen. Neben Silber gibt es noch Gold. Eventuell passend zum neuen iPhone?

Die Ausstattung verdient ansonsten das Prädikat „Budget“. Es gibt keinen on-board Speicher sondern nur einen Micro-SD Kartenslot für maximal 128GB Speicherkarten. Das sollte allerdings auch mehr als genug sein. Der Akku ist mit einer Kapazität von 1700 mAh sehr üppig bemessen und hält 10 Stunden Musikplayback stand. Aufladen lässt er sich in 2-3 Stunden.

Trotzdem spielt der FiiO X1 die gewohnten hochauflösenden und verlustfreien Formate: AAC, FLAC, APE, ALAC, WMA und WAV. MP3 funktioniert natürlich auch.

Display und Anschlüsse

Die Anzeige übernimmt ein 2.0 Zoll TFT LCD Farbdisplay mit einer Auflösung von, man halte sich fest, 320×240 Pixeln. Ja das ist leider nicht ganz Retina Niveau und um ehrlich zu sein sogar nur halbe VGA Auflösung. Das sieht auch entsprechend matschig und körnig aus. Navigieren und konfigurieren lässt sich der X1 natürlich damit gut genug, jedoch sollte man nicht allzu viel Wert auf die Anzeige der Album Cover legen.

Die Anschlüsse wurden ebenfalls auf das Minimum reduziert. Sonst gibt es bei den FiiO Playern digitale Ausgänge oder Coax-Out. Der X1 führt einen 3,5mm Kopfhörerausgang und einen 3,5mm Line-Out Anschluss, um damit den internen Verstärker zu umgehen. Damit lässt er sich noch gut für die Anlage zuhause verwenden, zeigt aber gleichzeitig klar seine Ausrichtung. Hier wurde überall gespart um diesen niedrigen Preis für einen High-Res Player möglich zu machen. Mir solls recht sein, solange es beim Klang und der Bedienung keine zu großen Abstriche gibt.

 

Bedienung

Kommen wir zuerst zur physischen Bedienung: Der X1 hat, genau wie der X5, ein haptisches Scrollwheel (der schwarze große Ring). Das ist deutlich kleiner ausgefallen als beim X5 und ebenfalls etwas rutschiger. Bewegt man es umher, lässt sich damit durch die Menüs navigieren. Der große Button in der Mitte führ zu den üblichen Eingaben.

Zudem gibt es die 4, dieses Mal sogar beschrifteten Knöpfe an der Seite des Scrollwheels welche zusätzliche Funktionen wie Track vor/ Track zurück übernehmen. Auch wenn die Funktion dieser Knöpfe im Gegensatz zum X5 nun etwas logischer ist, erschließt sich diese Anordnung der Knöpfe noch nicht ganz intuitiv.

Auf der linken Seite des Gerätes finden sich Powerschalter und Lautstärkenregler, für leichtes Einstellen ohne auf das Display schauen zu müssen.

Das User-Interface ist ähnlich wie das des X5. Es gibt ein paar Einstellungsmöglichkeiten weniger, dafür aber die Möglichkeit die Farbe des UI einzustellen. Noch immer wirkt das UI etwas unbeholfen und man mag einige Designentscheidungen nicht ganz nachvollziehen. Musik lässt sich in den Listen recht gut auswählen und verwalten. Speziell oder besonders einfach ist es jedoch nicht. Aber damit kann man gut leben.

 

Klang

Wie erwartet enttäuscht der FiiO X1 im Klang nicht. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der X1 die üblichen Musikplayer wie einen iPod Classic oder auch die meisten Sony Modelle mit MP3 Fähigkeiten übertrifft. Die High-Res Files, gepaart mit dem recht guten DAC und Amp, ermöglichen dem Player einige der feineren Details in der Musik darzustellen. Diese größere Klarheit, das größere Volumen und die Geräusche beim Abschwingen, oder die Differenziertheit der Instrumente bei stark gemischten Stücken. Das alles kann der FiiO X1 darstellen und dem Hörer zeigen, solange dieser gute Kopfhörer verwendet.

Klar ist jedoch auch, dass der X1 seine Grenzen hat und sich, im Vergleich zum X3 beispielsweise, weniger lebendig anhört und auch in Sachen Klarheit zurücksteckt. Das bedeutet im Klartext: wer sich den X3 oder einen teureren Player leisten kann und will, der sollte dies tun. Der X1 ist klanglich eben das, wofür man bezahlt hat. Jedoch ist das schon eine ganze Menge!

 

Fazit

Der FiiO X1 erfüllt in etwa die Erwartungen, die ich vor meinem Test hatte. Die Haptik ist sehr gut, das Gerät sehr klein, leicht und handlich, und der Akku liefert lange Spielzeiten. Das Display und das Scrollwheel sind „So Naja“ aber erfüllen ihre Aufgabe. Der Fokus liegt auf dem Klang und der ist wirklich recht gut gelungen. Die Lossless Files hören sich bei entsprechenden Kopfhörern einfach viel besser an und geben klangliche Sphären frei, die bei MP3 Playern sonst verborgen bleiben.

Wer das Geld für einen X3 oder einen anderen, besseren Player hat, der solle sich einen solchen gönnen. Der X1 hat ganz klar seine Einschränkungen. Jedoch ist er ein toller Player für unter 100€ und wird sicherlich die Enthusiasten auf kleinem Budget sehr glücklich machen können.

Am besten beim Deutschen Distributor NT-Global holen im FiiO Shop

Aktueller Preis und mehr Infos:

FiiO X1 | portabler High Definition Audio Player |192KHz/24Bit | silber

Price: EUR 97,90

4.3 von 5 Sternen (265 customer reviews)

2 used & new available from EUR 88,68

 

Bildmaterial Copyright FiiO

Update aus den Kommentaren:

Hier noch ein paar mehr Infos, die sich aus den Kommentaren ergeben haben:

Welches Betriebssystem? Der X1 arbeitet grundsätzlich mit allen Systemen zusammen, da die Musik einfach nur per USB auf die MicroSD Karte geladen, und in Ordnerstrukturen verwaltet wird.

Wie lange lädt der FiiO X1 an verschiedenen Netzteilen? Pauschal kann man nichts zu der Ladezeit sagen. Jeder Laptop hat eine andere Ausgangsleistung(Stromstärke) an den USB-Ports. Das sieht man immer in den Spezifikationen des Netzteils oder des USB-Ports. Manchmal sind das 0,5A (Ampere), häufiger 1A und selten 2A. Der FiiO X1 lässt bis zu 2A Stromstärke zu und kann damit in 2-3 Stunden aufladen.

Funktionieren MP3 Tags? MP3 Tags funktionieren üblicherweise bei den FiiO X Modellen gut. Allerdings müssen sie richtig gesetzt sein. Sonst verstehts der Player nicht.

Funktionieren Cover? Die eingebetteten Cover werden angezeigt, manchmal funktioniert das jedoch auch nicht. Hier ist die Software teils etwas schwach.

Lässt sich der X1 mit iTunes verwenden? Mit iTunes arbeitet der X1 nicht zusammen und das wird wohl auch nie der Fall sein. iTunes ist ein sehr geschlossenes System. Klar gibt es Workarounds oder die Möglichkeit, die Titel aus iTunes über die Ordnerstruktur direkt auf den Player zu ziehen. Eine direkte Einbindung gibt es aber nicht.

5 Kommentare

  1. Hallo, was ich in dem Test vermisse:

    – Mit welchen Betriebssystemen (Mac, Linux, Windows) arbeitet das Gerät zusammen?
    – Wie lange lädt der Akku an einer USB-Buchse und an einem Netzteil?
    – Werden bestehende MP3-Tags übernommen?
    – Werden eingebettete Coverbilder übernommen und angezeigt?
    – Arbeitet das Gerät evtl. mit iTunes (Mac/Windows) zusammen?
    – Worauf basiert die Angabe „Der Akku sei langlebig“?

    • Hallo! Der X1 arbeitet grundsätzlich mit allen Systemen zusammen, da die Musik einfach nur per USB auf die MicroSD Karte geladen wird und in Ordnerstrukturen verwaltet wird.

      Pauschal kann man nichts zu der Ladezeit sagen. Jeder Laptop hat eine andere Ausgangsleistung(Stromstärke) an den USB-Ports. Das sieht man immer in den Spezifikationen des Netzteils oder des USB-Ports. Manchmal sind das 0,5A (Ampere), häufiger 1A und selten 2A. Der FiiO X1 lässt bis zu 2A Stromstärke zu. Das heißt wenn Du ein Netzteil oder Laptop hast, welches 2A Stromstärke hat, dann lädt der X1 wie im Test erwähnt in etwa 2-3 Stunden voll. Ist es weniger, so braucht es länger. Wie viel das bei den unterschiedlichen Stromstärken ist, das kann ich Dir nicht sagen.

      MP3 Tags funktionieren üblicherweise bei den FiiO X Modellen gut. Allerdings müssen sie richtig gesetzt sein. Sonst versteht sie der Player nicht.

      Die eingebetteten Cover werden angezeigt, manchmal funktioniert das jedoch auch nicht. Hier ist die Software teils etwas schwach.

      Mit iTunes arbeitet der X1 nicht zusammen und das wird wohl auch nie der Fall sein. iTunes ist ein sehr geschlossenes System welches man nur mit den iPods verwenden kann. Klar gibt es da Workarounds oder die Möglichkeit die Titel aus iTunes, über die Ordnerstruktur direkt auf den Player zu ziehen. Eine direkte Einbindung gibt es aber nicht.

      Die Aussage „Der Akku sei langlebig“ war missverständlich und wurde geändert. Danke für den Hinweis. Das sollte nur ausdrücken, dass er lange Spielzeit erlaubt. Wie es mit der Erhaltung des Akkus in 1-2 Jahren aussieht kann niemand sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass auch hier Kompromisse gemacht wurden. Ich würde schätzen, dass der Akku etwa nach einem Jahr erste Ermüdungserscheinungen zeigt und dann nur noch 70-50% seiner Kapazität aufweist. Aber das ist absolutes Rätselraten und kann ebenfalls das genaue Gegenteil sein.

      Viele Grüße!

  2. Liebe Redaktion,
    der obige Artikel enthält mehr als 30 Rechtschreibfehler.
    Man sollte Texte vor dem Publizieren Korrekturlesen, wenn sie ernst genommen werden sollen.

  3. Ist der Akku fest eingebaut? Falls ja: Kann man ihn dann wenigstens mit ‚nem handelsüblichen Schraubendreher wechseln?

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