Hähnel Triad C5 im Test | Reisestativ mit vollem Funktionsumfang

Hähnel Triad C5 im Test | Reisestativ mit vollem Funktionsumfang

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Hähnel Triad C5 im Test

In diesem Test nehme ich mir das neue Stativ von Hähnel, das Triad C5 vor. Ein, in Anbetracht des Leistungsumfanges, noch günstiges Drei Bein Stativ mit integriertem Monopod Stativ Bein.

 

Überblick

Das Hähnel Triad C5 ist ein kompaktes Reises Stativ welches auf Leichtigkeit und kleines Ausmaß getrimmt wurde. Es hat einen Kugelkopf für optimale Schenkbarkeit und ist folglich ohne Schwenkarm ausgestattet. Das Stativ ist also für sehr mobile Fotografen auf schmalem Budget ausgelegt.

Die Stativbeine haben jeweils 5 Elemente mit verdrehsicheren Schrauben. Hier ist ganz klar ein Kompromiss zwischen Stativgröße und Schnelligkeit beim Aufbau eingegangen worden. Dafür ist das Stativmit seinen kurzen Beinen auch wirklich sehr klein und handlich, trotz des hohen Funktionsumfanges.

Aber nicht nur die kurzen Beine machen das Stativ klein. Die Beine können ebenfalls um 180° nach oben geklappt werden und umschließen dann die Mittelsäule samt Kugelkopf. So ragt dieser nicht mehr hinaus was das Stativ in den Abmessungen verkleinert.  So kommt das Stativ auf eine minimale Höhe von 34 cm. Die Beine sind zudem in drei Rastwinkeln fixierbar. Damit lassen sich auch sehr gespreizte oder hängende Positionen mit diesem Stativ ermöglichen. Die Spanner für diese Bewegung sind in Plastik ausgeführt, wirken aber recht robust.

 

Kopf und Säule

Die Mittelsäule lässt sich per Drehverschluss leichtgängig ausziehen. Ebenfalls dran befestigt ist übrigens ein Lastharken, falls es mal windig werden sollte. Die Mittelsäule selbst hat ebenfalls zwei Elemente mit Schraubverschlüssen welche es ermöglichen die Höhe einzustellen. Erneut hier ein Kompromiss zwischen Größe und Handhabbarkeit.

Der Kopf ist ebenfalls leichtgängig und lässt sich durch den großen Schraubverschluss recht fein auf die gewünschte Position fixieren.  Der Kopf ist horizontal um 360° frei bewegbar und vertikal um 90 / -90° schwenkbar.

 

Monopod

Ein Stativmein ist zusammen mit der Mittelsäule als Einbein Stativ verwendbar. Das ist schlau gelöst, da so ebenfalls ein Stativ weniger in der Reisetasche mitgenommen werden muss. Für die Nutzung als Monopod muss das eine Bein jedoch abgeschraubt werden was nicht ganz so schnell geht.

Der Holm des Monopod hat zudem ein Schaumstoffpad welches das bessere Greifen der Stange ermöglicht.

 

Auslegung

Laut Spezifikation ist das Stativ lediglich auf Kameras bis 3 kg Gewicht ausgelegt. Dies ist noch mal ein Kompromiss zwischen Gewicht und Stabilität des Statives und reiht sich ziemlich gut in die bisherigen Kompromisse ein. Wie es um die tatsächliche Gewichtaufnahme des Statives steht kann ich nicht sagen, jedoch birgt die 3 kg Grenze schon eine große Einschränkung für die Nutzung mit professionellem Equipment. Eine große, oder in jedem fall schwere Linse mit einigen Elementen, plus einer Magnesium-Alloy DSLR wird dem Hähnel Triad C5 bereits zu viel Last auf den Schultern sein. Wer daher eher mit Kameras im Plastikbody und günstigeren Linsen schießt, der sollte das Hähnel unbedingt als Reiselösung ins Auge fassen.

 

Im Einsatz

Im praktischen Einsatz gefällt mir das Hähnel  Triad C5 sehr gut. Es ist mit 1,5KG sehr leicht und dadurch schnell mal dabei wo ich kein großes Stativ mitschleppen will. Es ist so etwas wie ein guter Mittelweg zwischen einem Gorillapod und einem großen und panzerfesten Rollei oder Manfrotto Stativ.

Die Kameraplatte ist ebenfalls hervorzuheben. Sie lässt sich sehr schnell wechseln durch die Schnellspanner Schraube. Außerdem sitzt sie bombenfest und bewegt sich kein Stück, wenn ordentlich angezogen. Das ist besonders wichtig beim präzisen Schwenken.

Wo wir gerade bei präzisem schwenken sind. Obwohl der Kopf des Statives recht flexibel ist, braucht das präzise Einstellen und ganz genaue Positionieren einiges an Fingerspitzengefühl. Immerhin gibt es eine separate Schraube für das Verstellen des Kugelkopfes und des gesamten Kopfes. Somit ist das Stativ auch gut geeignet um Panoramas zu schießen.

Die Maximale Höhe des Statives beträgt ca. 1,50-1,60 m was für die meisten Einsätze ausreicht. Es dauert wie gesagt immer ein bisschen bis das komplette Stativ ausgefahren ist, da man einige Schrauben zuerst aufziehen muss.

 

Fazit

Insgesamt bin ich mit dem Hähnel Triad C5 Stativ sehr zufrieden. Es ist ein stabiles, leichtes und kleines Reisestativ. Es hat seine Kompromisse in der Höhe, und der Schnelligkeit im Aufbau. Dafür ist es mit knapp über 100€ sehr günstig, robust und hat einen sehr hohen Funktionsumfang mit den spreizbaren Beinen und dem optionalen Monopod.

Die entscheidung ob ich mir dieses Stativ kaufen soll hängt meiner Meinung nach nur davon ab ob meine Kamera mehr als 3kg wiegt. Sollte das der Fall sein mag das Hähnel Triad C5 nicht mehr die richtige Wahl für mich sein, da es für schwerere Kameras nicht ausgelegt ist. Falls ich aber beispielsweise mit einer Canon 550D und einer Sigma Linse schieße und ein günstiges und kleines Stativ benötige, dann gebe ich ganz klar grünes Licht für das Hähnel Triad C5.

Aktueller Preis und mehr Infos: 

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