Test | Penclic Mouse R2 wireless Laser Stift-Maus – ergonomisch arbeiten

Test | Penclic Mouse R2 wireless Laser Stift-Maus – ergonomisch arbeiten

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Wieder einmal ein Produkt aus der Kategorie: Kreuzungen – Es war eine heiße Nacht und zwei Produkte hatten sich ganz doll lieb. Neun Monate später erblickte die Penclic Mouse R2, als Tochter der stolzen Eltern Maus und Stift, das Licht der Welt.

So oder so ähnlich muss die Penclic R2 Maus entstanden sein. Anders als die gewöhnliche Computermaus umschließt die Hand einen Stift, der in einer kleinen Maus steckt. Das soll eine natürlichere Haltung der Hand ermöglichen. 70€ kostet die Maus aktuell. Was die Penclic wireless R2 Laser Maus kann, finden wir im Test heraus.

 

Ausgepackt:

Die Penclic Maus gibt es in einer wireless, sowie einer kabelgebundenen Variante. Wir haben die kabellose Maus getestet.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Penclic Maus mit 5 Tasten und Scrollrad
  • 1x AAA Akku
  • USB-Receiver
  • aufgerolltes USB Kabel (zum Aufladen des Akku)
  • Stofftasche
  • Anleitung

Die Ausstattung kann sich schon mal sehen lassen. Auch die Maus selbst ist gut verarbeitet und wirkt hochwertig mit einer Kombination als weichem und hartem Plastik in Klavierlackoptik. Die Anordnung der Knöpfe erklärt dieses Bild:

 

Technische Details:

Kompatibel ist die Maus mit Mac und PC und hat eine Auflösung von 800-2400 DPI mit Klasse-1 Laser. Die Auflösung kann in den Stufen 800-1200-1600-2400 geändert werden, indem man rechte und linke Maustaste drei Sekunden lang gedrückt hält. So lässt sich die Geschwindigkeit und die Genauigkeit der Maus einstellen. Die Verbindung wird über den eigenen Receiver hergestellt, statt über Bluetooth zu funken. Bedeutet ein USB Slot ist in jedem Fall belegt. Der Receiver selbst ist allerdings sehr klein und stört nicht weiter.

Geladen wird der Akku mit dem beiliegendem USB-Kabel. Eine grüne LED zeigt den Status beim Laden an. Wahlweise können auch normale Batterien verwendet werden. Nach 10 Minuten geht die Maus in einen Energiesparmodus.

 

Den Stift geschwungen: Scrollen ist so eine Sache.

Die Präzision eines Zeichentabletts darf man beim Penclic nicht erwarten. Es ist eine andersartige Maus, kein Werkzeug für Grafiker. Sehr ergonomisch in der Hand liegt diese Maus ohne Zweifel. Durch seitliches Halten der Hand werden die beiden Unterarmknochen Speiche und Elle kaum verbogen. Mulden für Daumen und Zeigefinger verhindern zudem das Verrutschen der Finger. Das Arbeiten mit der Stift-Maus ist daher erstaunlich angenehm.

Durch Ordner und Programme navigierte sich die Penclic im Test teilweise sogar besser als meine Apple Magic Mouse. Durch das flüssig arbeitende Gelenk am Stift ist die Reichweite und Präzision sehr hoch. Auch erlernt man die zunächst etwas ungewohnte Haltung sehr schnell. Der Wechsel zwischen Tastatur und Maus dauert allerdings einen Tick länger. Man muss den Stift erst wieder richtig zu fassen bekommen.

Die linke Maustaste der Penclic ist direkt unter dem Zeigefinger platziert und hat einen sehr angenehmen Klick. Dier echte Maustaste liegt direkt darüber. Das ist schon etwas ungewohnt und die vier übrigen Tasten haben auch einen nicht so angenehmen Klick wie die linke Maustaste. Mit etwas Übung geht das aber in Ordnung.

 

Gerade beim Surfen jedoch offenbart die Maus eine große Schwäche: Das Scrollrad. Dieses zu klein und hat zu grobe Raster. Eine Webseite herunter scrollen braucht daher gleich mehrere Umdrehungen des Rades. Außerdem ist die Positionierung unglücklich gewählt.Will man mit Zeigefinger oder Mittelfinger scrollen, so rutscht die Maus aus der Hand. Also muss man entweder den Ringfinger nehmen, was allerdings ziemlich unbequem ist, oder gleich alle Finger vom Stift nehmen und den Körper der Maus während des Scrollens festhalten.

Irgendwie kommt man mit keiner dieser Optionen zu einem zufriedenstellenden Ergebnis, weswegen ich irgendwann wieder die Scroll-Bars der Fenster und Programme mit dem Mauszeiger bedient habe. Geht auch, macht aber gerade beim heute so wichtigen Surfen im Web den Workflow viel langsamer.

 

Fazit: Schade eigentlich

Der sehr gute erste Eindruck der Maus kann sich leider nicht bis ganz zum Ende durch halten. Ergonomie, Lieferumfang und Bedienung der Maus und Tasten sind super gelungen. Die Arbeit mit der Penclic R2 wireless stiftmouse ist teilweise sogar präziser als mit einer gewöhnlichen Maus und macht auch mehr Spaß. Das Scrollrad ist jedoch fehlplatziert und zu klein für eine zufriedenstellende Benutzung von Webbrowsern und Dokumenten. Wer das Scrollrad ohnehin nie benutzt, dem kann ich die Penclic Maus wärmstens empfehlen. Alle anderen sollten auf die hoffentlich irgendwann erscheinende dritte Version mit besserer Scroll Funktion hoffen und erst einmal der alten Maus treu bleiben. Schade eigentlich. Daher  gerade noch „gut“ wegen der sonst hervorragenden Leistung.

 

Plus:

  • Ergonomie
  • sehr angenehmes und präzises Arbeiten möglich
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang

Minus:

  • Scrollrad schlecht platziert und zu klein
  • kein Bluetooth

Preis und weitere Infos:

 

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