Teufel Concept D 500 | Test und Infos – 2.1 Lautsprecher-System, Audio...

Teufel Concept D 500 | Test und Infos – 2.1 Lautsprecher-System, Audio für´s Heimkino

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Heute stelle ich euch das Teufel Concept D 500 2.1 Lautsprecher-System mit THX Multimedia-Zertifikat vor. Zum Preis von knapp 500€ sollte ein solches System unbedingt mal im Wohnzimmer des Heimkino-Fans platznehmen. Warum? Stellen wir uns einfach mal folgende Situation vor:

Großer Flatscreen im Wohnzimmer, Blueray Player der neusten Generation, Avatar in Full-HD eingelegt, Chips und Popcorn stehen bereit. Es hätte so ein schöner Abend im persönlichen Heimkino werden können, wäre einem nicht schon bei den ersten Tönen aus den kleinen, quäkelnden Lautsprechern des Flatscreens der Spaß am großen Kino vergangen.

Wenn der Hubschrauber landet, das Haus in die Luft fliegt, aber auch wenn eine gefühlvoll gesprochene Stimme leise Töne anstimmt, dann gehört zum guten Heimkino einfach auch ein ordentliches Lautsprecher-Set!

 

Hier das Testvideo mit einem Überblick der Concept D500:

 

Das Set:

Das Teufel Concept D 500 2.1-Set besteht aus zwei 90 Watt starken Satelliten und einem 190 Watt starken Subwoofer. Die Satelliten sind passive Zweiweg-Lautsprecher, während der Subwoofer mit eingebautem Verstärker daher kommt, der sowohl die Satelliten, als auch den Subwoofer selbst mit 300 Watt maximaler Leistungsaufnahme betreibt. Zwei hubstarke Aluminium-Membranen sorgen für ordentlich tiefe Bässe. Damit diese sich nicht ungedämpft auf den Fußboden, und damit auf die Decke des Nachbarn übertragen, steht der Subwoofer auf Spikes.

Neben den Lautsprechern liegt dem optimal verpackten Inhalt des Kartons außerdem eine Kabelfernbedienung bei. Mit der lassen sich die Lautstärke und der Bass-EQ über zwei Drehregler steuern. Ein LED-Ring zweigt in sanft blauer Farbe die aktuelle Lautstärke an.


Design und Verarbeitung:

Die Designlinie hört auf den Namen Schwarz-Silber und ist schlicht, edel und irgendwie trotzdem kraftvoll. Kombiniert mit der blau leuchtenden LED des Standby-Schalter am Subwoofer, der im Standby auf Rot wechselt, kommt noch ein kleiner Farbklecks ins Gesamtbild. Auch die Fernbedienung gibt diese Designlinie wieder.

Unübersehbar auch das THX-Logo auf allen vier Komponenten des Systems.

Der Subwoofer selbst ist ein wahrhaftig solider 13 Kilo Klotz, dem man mit seinen zwei Membranen schon beim ersten Ansehen viel Power zutraut. Die Frontplatte ist wie bei den Satelliten aus Kunststoff in Klavierlack-Optik. Wirkt edel und sitzt bombenfest am Holzgehäuse des Subwoofers und an den Plastikgehäusen der Satelliten.

Die beiden Zweiweg-Lautsprecher sind trotz des Plastiks ebenso solide gebaut wie ihr großer Bruder und stehen sicher auf einem Metallfuß. Der lässt sich hinten am Gehäuse gleich an zwei Stellen anschrauben. So können die Satelliten entweder stehend oder liegend aufgestellt werden. Löcher für eine Anbringung direkt an der Wand sind ebenfalls hinten eingelassen.

 

Aufbauen und Anschließen:

Die Satelliten werden per Lautsprecherkabeln mit dem Subwoofer verbunden. Im Lieferumfang sind davon jedoch keine enthalten. Eigentlich ein Minuspunkt, jedoch sind Lautsprecherkabel erstens wirklich nicht teuer und zweitens wird jeder Nutzer die Lautsprecher anders aufstellten wollen und braucht ein entsprechend langes Kabel. Man hätte auf das Fehlen eines Kabels allerdings in der Produktbeschreibung etwas genauer hinweisen können.

Das Hinterteil des Subwoofers offenbart so einige Überraschung. Es gibt nur einen einzigen Eingang per Cinch. Umschalten zwischen verschiedenen Quellen, wie Reciever oder BluRay Player, ist also nicht drin. Das ist schon eine deutliche Einschränkung. Verteidigen kann man diese Anschlussknappheit zwar damit, dass das Teufel Concept D 500 System als Desktop/PC System ausgelegt ist und an den Computer, als zentrale Steuereinheit, angeschlossen werden soll. Trotzdem wäre ein weiterer Anschluss meiner Meinung nach Pflicht gewesen.

Zudem gibt es einen Mic-Out. Ein an der Fernbedienung angeschlossenes Mikrofon kann so zum Subwoofer durchgeschleift und von dort aus an den PC angeschlossen werden. Nettes Gimmick, mehr aber auch nicht.

Die Anschlüsse für die Lautsprecherkabel kommen leider auch etwas schlecht weg. Hier empfiehlt es sich Stecker zu verwenden, statt das Kabel zu klemmen. Die dünnen Schrauben der Klemmen biegen und winden sich nämlich ganz schön beim Festschrauben des Kabels. Dadurch reibt gleichzeitig immer etwas Plastik an den Kappen ab. Das verhindert zwar eine stabile Befestigung nicht, könnte aber bei häufigem An- und Abschrauben irgendwann mal zu starkem abreiben führen und kaputt gehen.

Sehr positiv finde ich aber den Netzschalter am Subwoofer. So kann man das Gerät auch komplett abschalten. Nötig ist dies allerdings höchstens aus Gründen des Stromverbrauchs. Sowohl im Betrieb, als auch im Standby sind die Lautsprecher nämlich absolut ruhig. Grundrauschen konnte ich nicht feststellen. Top!

 

Klanganalyse und für wen ist es was?

Beim Klang muss man ganz klar zwei Bereiche unterscheiden. Einerseits Musik, andererseits Filme und Gaming.

Soll das 2.1-Set Musik wiedergeben, so finde ich, gibt es klar bessere Systeme. Höhen und Mitten sind zwar auf Top-Niveau mit viel Detail und Lebendigkeit, jedoch verschluckt der Subwoofer einige wichtige Frequenzen im unteren Mitten- und oberen Tieftonbereich. Gerade in diesem Frequenzbereich liegen solche Klänge, die besonderen Punch haben und dadurch der Musik mehr Tiefe geben. Die vermisst man leider oftmals bei den Teufel Concept D 500. Der Subwoofer scheint so abgestimmt zu sein, dass er tiefste Frequenzen darstellen kann, jedoch dadurch zu schwammig in den oberen tiefen wird. Ausnahme von dieser Regel ist jedoch Hip Hop. Stellenweise macht der große Tiefgang hier den Nachteil des Punches wieder wett.

Was der Musik zum Verhängnis wird ist jedoch der Trumpf bei Games und Filmen. Hier profitiert das Soundsystem besonders von zwei Stärken und der eben schon angesprochenen Schwäche.

Da wäre zum einen die sehr brillante und klare Höhen- und Mittenwiedergabe. Stimmen von Schauspielern werden dadurch hörbar präsenter und besser verstehbar wiedergegeben. Außerdem heben sie sich von der sonstigen Klangkulisse ab, was diesen Effekt noch einmal verstärkt.

Die zweite Stärke ist die gesunde Überbetonung der tiefen und tiefsten Frequenzen. Jede Explosion, jedes vorbeifahrende Auto, Schläge und Schüsse haben einen dermaßen fetten, trotzdem klaren und überaus großen Tiefgang, da kann es einem auf der Couch schon mal mulmig werden. Dreht man noch ein bisschen am Bass-Equalizer, so erzittert durch die Wucht der Schallwellen regelrecht das ganze Zimmer. Da kann dem bekennenden Filmfan schon mal ein: „Aaaalter, wie Geil!“ rausrutschen. (Bei uns natürlich nie passiert, wir doch nicht!)

Diese Kombination von Klangeigenschaften schafft ein wirklich authentisches Feeling von „Mitten im Geschehen“, das sehr nah an die Abstimmung eines Sound-Systems in Kinos herankommt und so eine unvergleichliche Atmosphäre in jeden guten Film zaubert.

Danach will man nicht mehr zurück zu den alten, klapprigen, eingebauten TV-Lautsprechern!

 

Fazit:

Das Teufel Concept D 500 2.1-System mit THX Multimedia-Zertifikat ist ein Killer bei Gaming und Filmen. Die einzigartige Abstimmung der Lautsprecher erzeugt ein Klangerlebnis wie im Kino. Der enorme Tiefgang des Subwoofers bringt zudem die Wände zum Zittern, wenn man ihm per Equalizer die Sporen gibt. Diese Lautsprecher bringen ein gewaltiges Erlebnisplus in jedes Heimkino!

Nur bei ausschließlicher Nutzung zum Musik hören geht Teufels „Concept“ nicht ganz auf. Dem absolut überzeugenden Klangerlebnis fehlt dazu einfach der richtige Punch in den oberen Tiefen.

Für Gamer und Heimkino absolute Kaufempfehlung! Weniger für Musiker.

 

Plus:

  • enormer Tiefgang
  • sehr klare Höhen und Mitten
  • Bass Equalizer
  • Fernbedienung mit LED-Ringen
  • gut verarbeitet, stimmiges Design
  • Netzschalter

 

Minus:

  • nur ein Eingang
  • etwas billige Schraubklemmen am Subwoofer
  • (kein Lautsprecherkabel im Lieferumfang enthalten)

 

Concept D 500 auf der Teufel Webseite

Preis und Infos bei Amazon.de

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