Urban Ears Plattan ADV Wireless Test – Ja er kann fliegen.

Urban Ears Plattan ADV Wireless Test – Ja er kann fliegen.

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Die Kopfhörer von Urban Ears sind vor allem ein Hingucker und werden gerade hier in Berlin von super vielen Leuten getragen. Der erste Grund ist, dass sie schön günstig sind. Der zweite Grund, dass sie einen gewissen Style Faktor haben. Eigentlich eine sehr gute Kombination.

Diese verschiebt sich mit der neusten Evolutionsstufe – dem Urban Ears Plattan DV Wireless – ein stück weiter in Richtung Hochwertig. We gut das klappt und wie gut sich der neue Plattan mit Bluetooth im Alltag macht, das finden wir hier heraus.

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In Kurz ist der Plattan ADV Wireless ein sehr flacher und leichter 4.0 Bluetooth Kopfhörer mit abnehmbaren Polstern und einem sehr innovativen Touch-Gesten Bedienkonzept.

Nunja zuerst einmal hat sich zum Plattan ADV äußerlich fast nichts geändert. Das Kabel ist weg. Man hat scheinbar noch genug Platz gefunden, die etwas aufwändigere Technik mit Akku und Bluetooth Transmitter in den, noch immer sehr flachen, Ohrmuscheln unter zu bekommen.

Der Bügel hat sich ein bisschen weiter verbessern. Noch immer gibt es das umklappbare Stoffpolster, das auch gewaschen werden kann. Allerdings wird das jetzt magnetisch am Kopfhörer befestigt und nicht wie zuvor per Klettband angebracht.

In der rechten Ohrmuschel gibt es eine sehr dezent platzierte LED. Die blinkt auch bei Aktivität des Kopfhörers nicht wild und in Blau rum sondern pulsiert alle 10sekunden mal mit einem aufglimmenden Licht. Der Geek-Faktor ist damit sehr niedrig.

An der Unterseite der Ohrmuscheln ist ein Power-Schalter sowie ein Mikrofon für die Freisprechfunktion angebracht. Auf der anderen Seite befindet sich ein 3,5mm Klinkenanschluss für einen weitern Kopfhörer oder ein Kabel. Das ist richtig: Der Plattan ADV Wireless lässt sich nicht nur auch ohne Akku nutzen (kein Kabel dabei) sondern auch mit einem zweiten Kopfhörer zusammen verwenden. Optimal, wenn beispielsweise mit einem Freund zusammen in der Bahn einen Film geschaut werden soll.

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Das spannendste ist sicherlich die neue Bedienung mit Touch-Gesten. Auf der Rechten Seite des Kopfhörers befindet sich unauffällig hinter der Plastikkappe ein Touch-Bedienfeld. Bei Berührung können durch Wischen alle Funktionen des Kopfhörers bedient werden. Nach Oben/Unten wischen bedient die Lautstärke. Nach Rechts/Links wischen dann die Track Auswahl. Einmal in der Mitte Tippen und das Bluetooth-Signal stoppt die Wiedergabe bzw. nimmt einen Anruf entgegen. Das wars auch schon.

Wie bedient sich das Ganze? Nun ganz okay trifft es wohl. Die Touch Gesten müssen schon großflächig und langsam ausgeführt werden, damit sie richtig erkannt werden. Die Genauigkeit ist Meilen von einem modernen Touchscreen entfernt. Es gehört ein bisschen Übung dazu und klappt nicht immer perfekt. Insgesamt aber ausreichend um damit gut zu Bedienen.

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Zwei Vorteile sehe ich bei diesem Bedienkonzept: 1. Style-Faktor. Der ist dem Plattan Käufer ja ohnehin wichtig. Die Bedienelemente sind dezenter als bei allen Kopfhörern, die ich bisher kenne, versteckt. Zu viele Tasten am Kopfhörer wirkt gleich etwas nerdig. 2. Der Bedienkomfort. Man muss tatsächlich nicht mehr den Kopfhörer nach der passenden Taste absuchen sondern kann ohne großes Suchen die Bedienung vornehmen. Und es ist auch einfach irgendwie cool und neu, das darf nicht vergessen werden.

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Hier ist der Plattan ADV Wireless ein echter Plattan. Klanglich ist er sehr mittenlastig und warm abgestimmt. Der Detailreichtum ist durchaus ausreichend, gewinnt aber keine Preise und ist definitiv nicht Oberklasse. Er ist insgesamt ein Casual-Hörer. Für Leute, die nicht so extrem viel Wert auf den Klang legen, jedoch schon den Unterschied zwischen einem 20€ Headset und diesem Kopfhörer feststellen können.

Die Tiefen sind wohlbetont, gehen nicht unfassbar weit runter, bilden aber ein sehr schönes Fundament ab. Die Mitten sind wie gesagt im Vordergrund, übertönen jetzt aber nicht alles Andere. Die Höhen sind recht klar, verschwinden aber im Vergleich zu den Mitten etwas im Hintergrund. Das gilt vor allem für Klänge von Schlagzeugen. Deren Spitzen werden schon deutlich in den Hintergrund verschoben. Das ist fürs lange- und Nebenbei hören auch ganz gut. So ist die Wiedergabe recht wenig aufdringlich.

Die Differenzierung von Klängen könnte ebenfalls leicht besser sein, matschig klingt er aber auch nicht.

Die Sprachqualität des Mikrofons ist eigentlich ganz gut, jedoch nimmt es sehr viele Nebengeräusche auf. Das liegt teilweise daran, dass es einfach zu weit vom Mund weg platziert ist, teils sicherlich auch am Mikrofon selbst.

Aktueller Preis und mehr Infos:
Teufel Airy Test – Gute, besser klingende alternative in ähnlicher Preisklasse, allerdings wesentlich weniger stylisch und Nerdiger.

Review Übersicht
Design
Bedienung
Klang
Features

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